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Mo, 09:57 Uhr
07.04.2014

Weniger Freizeit für Thüringer Schüler

Gute Nachrichten für die Thüringer Bildung. Wie das Erfurter Bildungsministerium jetzt bekanntgab, ist die Zahl der ausgefallenen Unterrichtsstunden gesunken. Auf den guten Zahlen will man sich jedoch nicht ausruhen...

Der Unterrichtsausfall an den Thüringer Schulen ist gesunken. Das belegt die aktuelle statistische Erhebung des Thüringer Bildungsministeriums. Demnach beträgt der ersatzlose Unterrichtsausfall an den staatlichen allgemein bildenden Schulen aktuell 3,1 Prozent. Im Vergleich zur Vorjahresstatistik (März 2013) ist das ein Rückgang um 1,6 Prozentpunkte.

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„Der Rückgang der Ausfallstunden zeigt, dass unsere Anstrengungen für eine bessere Absicherung des Unterrichts Früchte tragen. Die Einstellung von 800 jungen Lehrern in den Jahren 2013 und 2014 und unser Maßnahmeplan zur besseren Erfüllung des Unterrichts tragen maßgeblich dazu bei, den Unterrichtsausfall zu minimieren“, unterstreicht Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie.

Der Minister betont, dass die sinkenden Zahlen kein Grund sind, sich auszuruhen. Auch die aktuelle Stichprobe habe ergeben, dass von den ausgefallenen Stunden rund 70 Prozent auf die Erkrankungen von Lehrern zurückzuführen sind. „Deshalb brauchen wir für die Absicherung des Unterrichts im Krankheitsfall eine Vertretungsreserve. Mein Entwurf dazu liegt auf dem Tisch“, so Matschie.

Er verweist auf seinen Vorschlag, zum Aufbau der Stellenreserve in diesem Jahr 500 statt 400 neue Lehrer einzustellen. Matschie: „Ich will den Unterrichtsausfall weiter sichtbar senken und werde mich im Kabinett für den Aufbau einer Vertretungsreserve einsetzen.“

Unterstützt wird der Vorstoß des Bildungsministers inzwischen von den gewerkschaftlichen Spitzenverbänden und der Landesschülervertretung. Die Schülervertreter hatten bereits Anfang des Jahres eine eigene Erhebung zum Unterrichtsausfall erstellt und dabei festgestellt, dass sich die Zahlen mit den Ergebnissen des Ministeriums weitgehend decken.

Auch der Thüringer Landesrechnungshof stellte in seiner 2013 durchgeführten neutralen Prüfung fest, dass sich der Unterrichtsausfall in Thüringen in einem vertretbaren Rahmen bewege und dass er keine Gefahr sehe, „dass die Bildungsziele nicht erreicht werden“.

Die Statistik des Bildungsministeriums zur Unterrichtserfüllung wird dreimal pro Jahr in einer zufälligen Stichwoche an allen staatlichen allgemein bildenden Schulen in Thüringen erhoben. Die Daten aller Schulen werden jeweils zum Schuljahresbeginn, im Herbst und im Frühjahr erfasst.
Autor: red

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Kommentare
KuNa
07.04.2014, 10:20 Uhr
Schön wäre es...
Meine Tocher geht in die 9. Klasse einer Realschule und hat seit letzter Woche heute bereits den 3. Tag KOMPLETT Vertretung in den Unterrichtsfächern. So gesehen kein Ausfall, da die Vertretungslehrer aber so gut wie nie mit dem Unterichtsstoff des Fachkundelehrers weitermachen, ist ein erreichen des Lehrstoffes kaum möglich.

Allein der Mathelehrer fehlt zum wiederholten Male für sehr lange Zeit und es wird nur teilweise Mathe "vertreten".
Und das in einer Klasse, in der ein Teil am Ende schon die Hauptschulprüfung ablegt.
Im letzten Schuljahr sind teiweise ganze Tage ausgefallen, weil diverse Lehrer gleich im Anschluss an die Ferien krank waren und man das nicht kompensieren konnte.

Und bei diesem Schul-/Bildungssystem wundert sich noch jemand über schlecht gebildete Jugendliche?
Retupmoc
07.04.2014, 12:06 Uhr
Normal
Es ist für die herrschende Klasse notwendig, das Volk auf einem niedrigem Bildungsstandard zu halten. Sonst könnte der Schüler ( Bürger ) ja erkennen, was hier falsch läuft.
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