Sa, 11:22 Uhr
05.04.2014
Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf
Mit Beginn des Frühjahrs hegen viele Autofahrer den Wunsch nach etwas Neuem. Für viele kommt aber nur ein Gebrauchter in Betracht. Dass sich gepflegte und aufbereitete Fahrzeuge besser verkaufen lassen, ist hinlänglich bekannt. Dennoch sollten sich Interessenten nicht von aufpolierten Gebrauchten blenden lassen und beim Autokauf eine Expertenmeinung hinzuziehen...
Der TÜV Thüringen bietet ein Gebrauchtwagenzertifikat an, welches neben dem optischen Zustand auch die wichtigsten technischen Parameter des Fahrzeugs unter die Lupe nimmt. Es gibt dem Käufer Sicherheit bei der Kaufentscheidung und dient dem Verkäufer als Verkaufsargument.
Achmed Leser vom TÜV Thüringen rät Gebrauchtwagenkäufern, die auf Nummer sicher gehen wollen, sich im Vorfeld des Kaufs genau zu informieren. Dazu sollte klar sein, welches Modell bei der Fülle an Angeboten überhaupt in Frage kommt. Eventuell kann ja auch ein vergleichbares Modell eines anderen Herstellers in Betracht gezogen werden, welches günstiger am Markt angeboten wird, so der Schaden- und Wertgutachter. Neben dem Preis legen Käufer Wert auf Farbe, Motorisierung und Ausstattung des Fahrzeugs.
Letztlich ist der Gebrauchtwagenkauf immer auch ein Kompromiss. Das Wichtigste ist aber, dass das Fahrzeug in einem sicheren technischen Zustand ist. Aussagen wie ‚topgepflegt’ oder ‚wie neu’ stellen sich beim genaueren Hinsehen leider manchmal als Finte heraus, meint Achmed Leser. Käufer können zudem oft nicht einschätzen, ob der geforderte Preis für das Fahrzeug auch gerechtfertigt ist. Bei hoher Kilometerlaufleistung und vielen Vorbesitzern sollten Autokäufer ganz genau unters Blech schauen. Spätestens jetzt sollten Autokäufer professionellen Rat hinzuziehen. Gerade verdeckte Mängel aufgrund von schlecht reparierten Unfallschäden oder vernachlässigter Wartung können Laien auf den ersten Blick nicht erkennen, so Leser.
Fahrzeugexperte Achmed Leser empfiehlt unsicheren Käufern, lieber zum einem gewerblichen Händler zu gehen. Zwar sind die Fahrzeuge dort in der Regel etwas teurer als beim Kauf von privat, der Händler ist aber verpflichtet, eine Gewährleistung zu übernehmen. Diese wird beim Privatkauf nicht gewährt. Generell sollten Käufer, bevor sie einen Vertrag unterschreiben, eine Probefahrt machen.
Die Fahrgeräusche verraten bereits das eine oder andere Manko. Wie fühlt sich die Bremse an, macht der Schalldämpfer Geräusche, wie verhält es sich mit dem Geradeauslauf oder klappert irgendwo im Fahrzeuginneren eine Verkleidung? All das sind Dinge, auf die man bei einer Probefahrt achten sollte, rät Leser. Zu empfehlen ist auch, Straßen mit unterschiedlichen Belägen zu benutzen. Manch ein Geräusch ist erst auf Kopfsteinpflaster richtig wahrzunehmen. Wer hierbei unsicher ist, sollte die Probefahrt dazu nutzen, sich eine Drittmeinung einzuholen. Die Fahrt zu einem unabhängigen Gutachter oder gleich zur nächsten TÜV-Station kann sich lohnen und bewahrt womöglich vor einem teuren Fehlkauf, so Achmed Leser.
Wer seinen Wunschgebrauchten gefunden hat, sollte bei der Kaufabwicklung noch einige Dinge beachten: Wann ist die nächste Hauptuntersuchung fällig? Sind alle Dokumente wie Fahrzeugpapiere, Serviceheft, Wartungs- und Reparaturrechnungen sowie Prüfbescheinigungen vorhanden? Stimmt die Fahrgestellnummer mit den Unterlagen überein? Sind die Fahrzeugschlüssel komplett vorhanden? In jedem Fall müssen Kilometerstand, verbaute Extras sowie eventuelle Unfallschäden im Kaufvertrag aufgeführt werden.
Fahrzeuge, bei denen das Serviceheft fehlt, stellen sich oftmals als Blender heraus. Verkäufer, die zu ihrem Fahrzeug kein Serviceheft vorweisen können, haben in aller Regel etwas zu verbergen. Von solchen Fahrzeugen sollten Käufer lieber die Finger lassen, denn ob hier der Kilometerstand mit der tatsächlichen Laufleistung übereinstimmt, ist anzuzweifeln. Auch mögliche Wartungsstaus sind vorprogrammiert, gibt Achmed Leser vom TÜV Thüringen zu bedenken.
Autor: redDer TÜV Thüringen bietet ein Gebrauchtwagenzertifikat an, welches neben dem optischen Zustand auch die wichtigsten technischen Parameter des Fahrzeugs unter die Lupe nimmt. Es gibt dem Käufer Sicherheit bei der Kaufentscheidung und dient dem Verkäufer als Verkaufsargument.
Achmed Leser vom TÜV Thüringen rät Gebrauchtwagenkäufern, die auf Nummer sicher gehen wollen, sich im Vorfeld des Kaufs genau zu informieren. Dazu sollte klar sein, welches Modell bei der Fülle an Angeboten überhaupt in Frage kommt. Eventuell kann ja auch ein vergleichbares Modell eines anderen Herstellers in Betracht gezogen werden, welches günstiger am Markt angeboten wird, so der Schaden- und Wertgutachter. Neben dem Preis legen Käufer Wert auf Farbe, Motorisierung und Ausstattung des Fahrzeugs.
Letztlich ist der Gebrauchtwagenkauf immer auch ein Kompromiss. Das Wichtigste ist aber, dass das Fahrzeug in einem sicheren technischen Zustand ist. Aussagen wie ‚topgepflegt’ oder ‚wie neu’ stellen sich beim genaueren Hinsehen leider manchmal als Finte heraus, meint Achmed Leser. Käufer können zudem oft nicht einschätzen, ob der geforderte Preis für das Fahrzeug auch gerechtfertigt ist. Bei hoher Kilometerlaufleistung und vielen Vorbesitzern sollten Autokäufer ganz genau unters Blech schauen. Spätestens jetzt sollten Autokäufer professionellen Rat hinzuziehen. Gerade verdeckte Mängel aufgrund von schlecht reparierten Unfallschäden oder vernachlässigter Wartung können Laien auf den ersten Blick nicht erkennen, so Leser.
Fahrzeugexperte Achmed Leser empfiehlt unsicheren Käufern, lieber zum einem gewerblichen Händler zu gehen. Zwar sind die Fahrzeuge dort in der Regel etwas teurer als beim Kauf von privat, der Händler ist aber verpflichtet, eine Gewährleistung zu übernehmen. Diese wird beim Privatkauf nicht gewährt. Generell sollten Käufer, bevor sie einen Vertrag unterschreiben, eine Probefahrt machen.
Die Fahrgeräusche verraten bereits das eine oder andere Manko. Wie fühlt sich die Bremse an, macht der Schalldämpfer Geräusche, wie verhält es sich mit dem Geradeauslauf oder klappert irgendwo im Fahrzeuginneren eine Verkleidung? All das sind Dinge, auf die man bei einer Probefahrt achten sollte, rät Leser. Zu empfehlen ist auch, Straßen mit unterschiedlichen Belägen zu benutzen. Manch ein Geräusch ist erst auf Kopfsteinpflaster richtig wahrzunehmen. Wer hierbei unsicher ist, sollte die Probefahrt dazu nutzen, sich eine Drittmeinung einzuholen. Die Fahrt zu einem unabhängigen Gutachter oder gleich zur nächsten TÜV-Station kann sich lohnen und bewahrt womöglich vor einem teuren Fehlkauf, so Achmed Leser.
Wer seinen Wunschgebrauchten gefunden hat, sollte bei der Kaufabwicklung noch einige Dinge beachten: Wann ist die nächste Hauptuntersuchung fällig? Sind alle Dokumente wie Fahrzeugpapiere, Serviceheft, Wartungs- und Reparaturrechnungen sowie Prüfbescheinigungen vorhanden? Stimmt die Fahrgestellnummer mit den Unterlagen überein? Sind die Fahrzeugschlüssel komplett vorhanden? In jedem Fall müssen Kilometerstand, verbaute Extras sowie eventuelle Unfallschäden im Kaufvertrag aufgeführt werden.
Fahrzeuge, bei denen das Serviceheft fehlt, stellen sich oftmals als Blender heraus. Verkäufer, die zu ihrem Fahrzeug kein Serviceheft vorweisen können, haben in aller Regel etwas zu verbergen. Von solchen Fahrzeugen sollten Käufer lieber die Finger lassen, denn ob hier der Kilometerstand mit der tatsächlichen Laufleistung übereinstimmt, ist anzuzweifeln. Auch mögliche Wartungsstaus sind vorprogrammiert, gibt Achmed Leser vom TÜV Thüringen zu bedenken.

