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So, 10:42 Uhr
30.03.2014

nnz-Forum: Lebenswerte Initiative

Bunker-Architektur? (Foto: privat) Bunker-Architektur? (Foto: privat)
Mit Freude hat ein Leser dieser Zeitung die Nachricht vernommen, ein nochmaliges Bürgerbegehren zur neuen Namensgebung für den bislang unter der Bezeichnung Kulturbibliothek errichteten Bau bei der Stadt Nordhausen zu beantragen...

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Die Initiatoren Uta Triebel, Alfred Stöber und Jörg Arnsmeyer verdienen Respekt und haben meine volle Unterstützung. Auch ich werde meinen Namen auf die Unterschriftenliste setzen.

Die vom Nordhäuser Stadtrat vor einigen Wochen mit Stimmenmehrheit abgesegnete und den Menschen als "Kompromisslösung" suggerierte Bezeichnung "Bürgerhaus" ist in der Tat eine "Allerweltsname", wie es zahlreiche Bürger in Stellungnahmen und Kommentaren bekundet haben. Es ist ein Name, der an Kneipenkultur und Biergemütlichkeit erinnert. Nicht aber an einen Sitzungsort einer kommunalen Volksvertretung, einer Bibliothek und einer Heimstatt zur kulturellen Begegnung.

Ich persönlich – und da bin ich bei weitem nicht der einzige – habe mit der "Bunker-Architektur" ohnehin meine Probleme. Aber Architektur ist natürlich auch Ansichtssache. Nun aber steht das Gebäude und sollte zumindest trotz zahlreicher Planungsfehler sinnvoll genutzt werden und einen geschichtsbezogenen Namen erhalten. Also, so schnell wie irgend möglich weg mit "Bürgerhaus".

Unsere gegenwärtigen Stadtväter und -mütter sollten nie vergessen, dass ihnen das Volk nur zeitlich begrenzte Macht verliehen hat, nämlich für die Zeit einer Legislaturperiode. Sie haben den Willen ihrer Wähler zu vertreten. Mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im Mai sollten die Bürgerinnen und Bürger verstärkt die Möglichkeit nutzen, die Kandidaten zu befragen, wie sie zu dieser Angelegenheit stehen und ob sie bereit sind, verstärkt "das Ohr an der Masse" zu haben und Volkes Willen umzusetzen. Es könnte sich lohnen...
Hans-Georg Backhaus, Mitglied der SPD
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Rainer H.
30.03.2014, 11:09 Uhr
Die SPD will Frau Rinkes Wunsch erfüllen ...
und ihren Prachtpalast "Nicolaiforum" benennen. Doch hat sie schon einmal mit Ihrer Kulturamtsleiterin einen Namen gefunden. Der Arbeitstitel lautete, Mehrzweckgebäude hinterm Rathaus. Dann fand man den Namen Kulturbibliothek Sogar dass CI war fertig, KukturBibliothek. Dann saß man gesellig beisammen und Frau Rinke dachte, ein Denkmal setze ich mir noch, und erfand das Nicolaiforum, dass geschichtlich nichts mit Nordhausen zu tun hat.

Nein Herr Backhaus, Sie sagten über Architektur lässt sich streiten aber der Name ...." Das ist Blödsinn! Ich hätte mir lieber eine schöne Architektur gewünscht, da wäre mir der Name egal, denn den vergeben die Menschen von selbst, egal wie Sie etwas nennen!

Bürgerhaus ist kein Kompromiss, es ist der neue Name und der ist seit den Abweisungen aller Anträge rechtskräftig. Die Planungen und das CI sind durch. Dem geschichtlichen Hintergrund wurde Rechnung getragen, die postalische Adresse heißt nun Nicolaipaltz. Ihr Saal für die Stadträte heißt Ratssaal. Und die Bibliothek heißt immer noch Rudolf Hagelstange.

Wenn Sie das mit ihrem Antrag ernst meinen, werden hoffentlich die ganzen Bürger hier auftreten und den richtigen Namen verwenden: "Palazzo Protzo". Den Spaß unterstütze ich dann gern. Er weckt auch bei Touristen Interesse.
76er
30.03.2014, 11:29 Uhr
viel Erfolg
Ich wünsche viel Erfolg denn neuen Bürgerbegehren, aber in den Köpfen der Obrigkeit ist der Name doch schon fest und die Namenstafeln, Hinweisschilder und Drucksachen mit dem Namen "Bürgerhaus" schon lange fertig.
Demokratie wird in Nordhausen anders gehandhabt. Die gewählten Entscheider sind der Meinung sie handeln im Sinne der Wünsche der Bürger, dabei versuchen einige dieser nur ihre Ideen umzusetzen und tun alles dazu im Geschichtsbuch der Stadt Nordhausen mal namentlich erwähnt zu werden.

Sicher ist in der heutigen Zeit bei den ganzen Gesetzen und Vorschriften nicht jeder Wunsch der Bürger umsetzbar, aber bei der Namensgestaltung sollte es da keine Probleme geben. Ein anderer Name ist machbar.
Wolfi65
30.03.2014, 12:04 Uhr
Ein schönes Foto
Das Raumschiff ist gelandet und es kann mit der Evakuierung der Stadt begonnen werden, um auf einen erdähnlichen Planeten neu anzufangen.
Die Fenster des Raumschiffes sind groß bemessen.
So kann man den Flug mit dem Blick auf die Sterne genießen.
An ein großflächiges Hitzeschutzschild in Betonoptik an der jetzigen Südseite hat man auch gedacht.
Glaskugel
30.03.2014, 13:03 Uhr
Mich nervt das nur noch.
Wenn in dieser Stadt für soziale Projekte soviel Energie aufgewendet würde, wie für den Namen dieses Schuhkartons, wäre es ja noch okay. Diese sinnfreie Namenskritik erinnert nur noch an penetrante Rechthaberei. Das nervt nur noch. Habt ihr Namenskritiker keine richtigen Probleme? Es gibt soviel zu tun in dieser Stadt und ihr vergeudet soviel Energie für Nichts!
Janko
30.03.2014, 13:45 Uhr
das hin und her mit dem namen...
...ist doch nur noch selbstbefriedigung und selbstdarstellung. der name "bürgerhaus" ist durch. er mag einem gefallen oder nicht, ebenso, wie einem die architektur gefällt oder nicht. den nordhäuser bürger interessiert in der mehrzahl nicht die bohne, wie der kasten heißt - das haben die von der einen seite hochgepuschten und von der anderen seite abgewerteten "umfragen" gezeigt.

wer in die bibliothek will, sagt weder "bürgerhaus" noch "nicolaiforum", ja nicht mal "hagelstange" - nein, der sagt "ich geh in die bibo".

wer nennt denn die "echter nordhäuser marktpassage" wirklich "echter nordhäuser marktpassage"? unter jugendlichen hat sich schon der slang "passi" durchgesetzt. alle anderen sagen "ich will noch schnell in den rewe" oder "kommste mit zu h&m?"

hört bitte mit dem namens-rumgereite auf. das interessiert nur noch die leute, die sich in irgend einer form profilieren wollen und ansonsten keinen menschen mehr.
Zukunft
30.03.2014, 17:57 Uhr
Ich, ich, ich...
Was bedeutet es für einen Machtmenschen keine Macht mehr zu haben? Es muss furchtbar sein. Man kann es immer wieder beobachten wenn Politiker abgewählt werden und der Fall in ein Loch beginnt. Das Gefühl muss so sein wie bei einem Schauspieler der keine Rollen mehr bekommt. Weg von der Bühne.

Unsere ehemalige OB musste aus Altersgründen ausscheiden, obwohl das große Werk die "Bibliothek" noch nicht fertig ist. Ihr großes Werk. Was tun? Schnell einen Förderverein gründen, Mitstreiter finden sich immer, aus Dankbarkeit oder anderen Gründen. Aber die Einflusssphäre ist natürlich nicht so, als wenn man selbst der Entscheider sprich OB ist.

Bleibt noch der Name für den überteuerten,prunkvollen Bau, ihren Bau. Das Beharren auf den Namen "Nicolaiforum" ist an Lächerlichkeit schon nicht mehr zu überbieten. Hat aus der SPD keiner den Mut derartigen Aktivitäten Einhalt zu gebieten? Von einem achtzehnjährigen Wirken der OB wird ,durchaus auch positiv,nicht viel übrig bleiben, weil mit der "Selbstzerstörung" schon begonnen ist und die Fortsetzung wird dann im neugewählten Stadtrat, dem Frau Rinke mit Sicherheit angehören wird (guter Listenplatz) zu erleben sein.

Respekt kann man nur dem ehemaligen Landrat Herrn Claus zollen. Er mischt sich nicht ein, kein schlechtes Wort über die neue Landrätin oder anderweitige Kritik. So muss es sein.
Gudrun1974
31.03.2014, 07:00 Uhr
Nikolai-Petenten kleben in der Rinke-Falle
Sollte die Namensgebungsinitiative tatsächlich ernsthaft gemeint sein, wird ihr trotzdem ewig ein Makel anhafte : Sie wird in der Öffentlichkeit immer als Sänftenträger von Frau Rinke wahrgenommen werden. Die Gruppe um Frau Triebel hängt damit in der Rinke-Falle, wie so viele andere auch.

Das ist weniger die Schuld der Petenten, als vielmehr jener der "Ehrenoberbürgermeisterin" und Nicht-Datenlöscherin Frau Rinke. Sie war es nämlich, die lange vor der Ideenfindung den Namen Nikolai-Forum ("Forum "- welch Großmannsucht!!) als quasi gesetz(t) verkündet hat. Und wie man hört, soll sie eine E-Mail-Kampagne für den Namenswettbewerb intrigiert haben, damit "Ihr" Name auch die meisten Stimmen bekommt, und damit auch äußerlich das Geprassel schmücken kann.

Dafür hatte sie wohlgefällige und untertänige Handlanger insbesondere bei einem Teil der Presse und bei ihren neuen Freundinnen Frau Hartmann und Frau Kneffel.

Nur mit einem Störfeuer hatte sie wohl nicht gerechnet: Ihrer eigenen SPD-Fraktion. Die hat nämlich - bis auf die Ausnahmen Müller und Breitrück - den Vorschlag "ihrer Majestät durchfallen lassen. Sowohl in den Vorentscheidungsgremien als auch bei der Abstimmung im Stadrat. (Das dürfte übrigens zum Liebesentzug durch Frau Rinke führen. Spätestens dann, wenn sie SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat sein wird.

Das Tragische: Frau Rinke fehlt inzwischen offenbar die moralische und politische Fähigkeit, ihr Verhalten zu reflektieren. Im Gegenteil, sie hat sich zu einer verbitterten alternden Obskurantin entwickelt, der allerdings die Fähigkeit fehlt, ihre Fäden im Stillen zu ziehen.
Doch auch das kann sie nicht mehr wahrnehmen - Gott sei Dank! Denn so sorgt Frau Ehrenoberbürgermeisterin nämlich für Transparenz. Wenn auch ungewollt.
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