Do, 17:15 Uhr
27.03.2014
Neue Wege des Gedenkens
In diesem Jahr soll an die Opfer des Bombenangriffs auf Nordhausen am 3. und 4. April 1945 auf eine etwas andere Art gedacht werden. Es sind dann die neuen Wege des Gedenkens – und das im wahrsten Sinne des Wortes...
Statt der Kranz- und Blumenniederlegung an der Stele wird es in diesem Jahr einen Erinnerungsweg geben. Zuvor jedoch ist ab 15.30 Uhr in der Frauenbergkirche eine ökumenische Andacht vorgesehen.
Mit einem Glockengeläut aller Nordhäuser Kirchen beginnt schließlich der Erinnerungsweg, der von sechs Kerzenträgern angeführt werden soll. Stationen sind danach der Petersberg, der Petriturm und die Gedenkstele am Rathaus, wo eine Schweigeminute vorgesehen ist. An den Stationen werden Schüler und Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus Zeitzeugenberichten und Gedichten lesen.
Diese neue Form des Gedenkens ist das Ergebnis mehrerer Beratungen mit verschiedenen Gruppen. Künftig soll nicht mehr ritualisiert werden, auch nicht mehr an einem Vormittag, wenn der Normal-Arbeitende an diesem Gedenken nicht teilnehmen kann. Mit diesem Weg soll darüber hinaus eine größere Aufmerksamkeit erreicht und die Würde sowie das Gedenken an die Opfer mitgetragen werden.
Neben dem Gedenken an die Nordhäuser Opfer soll traditionell an die Opfer des von Deutschland entfesselten Krieges in vielen europäischen Ländern gedacht werden. Die getragenen Kerzen sollen deshalb neben Nordhausen auch an Dresden, Halberstadt, London, Coventry und Liverpool erinnern (siehe Foto).
Dieser nun gefundene Weg ist das gemeinsame Ergebnis von Beratungen der Arbeitsgruppe Gedenkkultur. Die Anstöße kamen aus dem Rathaus, weitere Ideen steuerten die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei. Sie wollen das als ein Angebot verstehen. Ein Angebot, das nun von den Menschen angenommen werden soll.
Im nächsten Jahr soll es weitere Formen des Gedenkens geben, dann jährt sich die Bombardierung von Nordhausen zum 70. Mal.
Peter-Stefan Greiner
Autor: redStatt der Kranz- und Blumenniederlegung an der Stele wird es in diesem Jahr einen Erinnerungsweg geben. Zuvor jedoch ist ab 15.30 Uhr in der Frauenbergkirche eine ökumenische Andacht vorgesehen.
Mit einem Glockengeläut aller Nordhäuser Kirchen beginnt schließlich der Erinnerungsweg, der von sechs Kerzenträgern angeführt werden soll. Stationen sind danach der Petersberg, der Petriturm und die Gedenkstele am Rathaus, wo eine Schweigeminute vorgesehen ist. An den Stationen werden Schüler und Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus Zeitzeugenberichten und Gedichten lesen.
Diese neue Form des Gedenkens ist das Ergebnis mehrerer Beratungen mit verschiedenen Gruppen. Künftig soll nicht mehr ritualisiert werden, auch nicht mehr an einem Vormittag, wenn der Normal-Arbeitende an diesem Gedenken nicht teilnehmen kann. Mit diesem Weg soll darüber hinaus eine größere Aufmerksamkeit erreicht und die Würde sowie das Gedenken an die Opfer mitgetragen werden.
Neben dem Gedenken an die Nordhäuser Opfer soll traditionell an die Opfer des von Deutschland entfesselten Krieges in vielen europäischen Ländern gedacht werden. Die getragenen Kerzen sollen deshalb neben Nordhausen auch an Dresden, Halberstadt, London, Coventry und Liverpool erinnern (siehe Foto).
Dieser nun gefundene Weg ist das gemeinsame Ergebnis von Beratungen der Arbeitsgruppe Gedenkkultur. Die Anstöße kamen aus dem Rathaus, weitere Ideen steuerten die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei. Sie wollen das als ein Angebot verstehen. Ein Angebot, das nun von den Menschen angenommen werden soll.
Im nächsten Jahr soll es weitere Formen des Gedenkens geben, dann jährt sich die Bombardierung von Nordhausen zum 70. Mal.
Peter-Stefan Greiner


