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Mi, 18:25 Uhr
26.03.2014

Einander helfen, Freude bereiten

Die Landwirte im Südharz können stolz sein. Was sie im Vorjahr ernteten, lag durchweg und teilweise erheblich über den Erträgen, die im Schnitt Thüringen vorzuweisen hat. Darüber informierte heute Nachmittag Werner Urban in der Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl der Vereinigung der Landsenioren als stellvertretender Vorsitzender. Kurt Frank berichtet...

Landsenioren kamen zusammen (Foto: Kurt Frank) Landsenioren kamen zusammen (Foto: Kurt Frank)
Zahlreich waren die Mitglieder in die Gaststätte „Ottos Steakhaus“ anlässlich der Mitgliederversammlung ihrer Vereinigung der Landsenioren gekommen.

Nordhausen. Die Landwirte brachten bei Winterweizen 79,4 Dezitonnen je Hektar vom Feld. 77,8 dt/ha ernteten sie bei Roggen, 39,7 dt/ha bei Winterraps, 440,1 dt/ha bei Mais und 77,4 dt/ha bei Wintergerste. Mit Kartoffeln bestellen nur noch die Agrarbetriebe in Bleicherode und Windehausen ihre Felder, insgesamt sind es klägliche 46 Hektar. Der Ertrag lag bei 322,1 Dezitonnen pro Hektar.

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Thüringen, informierte Werner Urban, sei deutschlandweit der Spitzenreiter in der Milchproduktion. Großen Anteil habe daran der Landkreis Nordhausen. Die 14 Milch produzierenden Betriebe betreuen 4183 Kühe. Jedes Tier lieferte durchschnittlich 10008 kg des nahrhaften Nahrungsmittel im Jahr 2013. Mit nur fünf Kühen hebt sich Kai Liebig aus Sophienhof bescheiden von den anderen ab. Der Ertrag lag unter 5000 Liter je Kuh. Liebig ist der Einzige in Nord-und Mitteldeutschland, der auf den Harzhöhen Tiroler Grauvieh züchtet und sich um die Erhaltung der seltenen, aber weniger Milch gebenden Art bemüht.

Die Vereinigung der Landsenioren hat gegenwärtig 122 Mitglieder, 74 Männer und 48 Frauen. 48 Personen sind über 80 Jahre alt. Durchschnitt: 77,4. Einander helfen, Freude bereiten – nach diesem Grundsatz lebt und arbeitet sie. Wie in einer großen Familie. Werner Urban machte das im Rechenschaftsbericht deutlich:

21 Veranstaltungen erfolgten im Vorjahr: Vorträge, festliche Zusammenkünfte, Betriebsbesichtigungen und anderes mehr. Hinzu kamen elf Busfahrten. Alles zusammen zählte man 966 Teilnehmer, 46 pro Veranstaltung. Jeder sei für den anderen da, hob Urban hervor. Keiner werde allein gelassen. Kleine Präsente zum Geburtstag, zu Jubiläen oder Besuche im Krankheitsfall gehören zum Alltag der Arbeit.

Eckart Stolle, Sachgebietsleiter im Landwirtschaftsamt Bad Frankenhausen, sprach über die „Gemeinsame Agrarpolitik“ (GAP) der EU. Die Globalisierung der Märkte und unterschiedliche Interessen der Mitgliedsländer machten die Sache nicht einfach. Immerhin erhalte Deutschland jährlich 5 Milliarden Euro für Agrarzwecke. Stolles Vortrag war interessant, mitunter aber auch langatmig.

Zehn Mitglieder sind für den neuen Vorstand vorgesehen. Da sich der Vorsitzende Herbert Weschcke, dem man baldige Genesung wünschte, zur Zeit im Krankenhaus befindet – er soll von der Leiter gefallen sein – vertagte man die Wahl. Mit einem Blumenstrauß, verbunden mit dem Dank für ihre langjährige Arbeit, wurden aus dem Vorstand Inge Hahn und Günter Sieger verabschiedet.
Kurt Frank
Autor: red

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Kommentare
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27.03.2014, 00:40 Uhr
Da hört sich an
Dieser Beitrag hört sich so an wie aus Zeiten vor der Wiedervereinigung.Die Goldene Aue und Umgebung als vielverschprechendens Ertragsgebiet von Deutschland
!Stellt sich die Frage dann,warum wird alles teuerer wird,wenn der Ertrag höher ist bei bei gleicher Investiution von Grundmaterial?
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