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Fr, 06:20 Uhr
28.02.2014

Wacker im Paradies

Der kommende Gegner von Wacker Nordhausen, der FC Carl Zeiss Jena, ist laut eigener Homepage „im Paradies zu Hause“. Dort werden demnach am Sonntag, den 2. März 2014 auch die Südharzer Regionalligafußballer mit einem sicherlich annehmbaren Anhang weilen...


Ob sich die Wackeren während des Spiels und danach wie im Paradies fühlen, bleibt zunächst unbeantwortet; denn für die Einheimischen ist es nach Lage der Dinge wohl die letzte Chance, an die enteilten Neustrelitzer doch noch heranzukommen. In Plauen nur 1:1 – da blieb man wohl unter den Erwartungen, weil der Spitzenreiter der Liga tags darauf mit einem 2:0-Erfolg den 7-Punkte-Abstand auf Verfolger Magdeburg beibehalten und die Lücke auf den Dritten Jena gar schon auf 9 Punkte ausbauen konnte.

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Vor dem 17. Spieltag hieß es in der NOFV-Pressevorschau, dass Jenas Präsident Rainer Zipfel die vor Saisonbeginn ausgerufene Meisterschaft bei sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Neustrelitz noch nicht abgeschrieben hätte: „Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand, aber ich stehe weiter zu unserer Zielsetzung. Die Glückwunschkarte nach Neustrelitz für den Sommer ist noch nicht geschrieben.“

Trotz Beantragung der Lizenz für die 3. Liga sieht Carl-Zeiss-Geschäftsführer Roy Stapelfeld die Chancen entsprechend nüchtern: „Wir sind schon so weit im Bewerbungsmodus, dass wir die Unterlagen natürlich einreichen. Vielleicht spielt auch der Zweite die Relegation. Wir wollen uns später nichts vorwerfen.“ Demnach ist Wacker Nordhausen für der FCC eine Art Strohhalm, an den man sich klammert, zumal schon nach dem 2:2-Hinspielergebnis eine gewisse Ernüchterung unübersehbar war. Auf jeden Fall bekam es Trainer Petrik Sander mit der auf dem Fuße folgenden Entlassung zu spüren.
Eindrücke vom Hinspiel im AKS (Foto: Bernd Peter)
Eindrücke vom Hinspiel im AKS (Foto: Bernd Peter)
Eindrücke vom Hinspiel im AKS (Foto: Bernd Peter)
Eindrücke vom Hinspiel im AKS (Foto: Bernd Peter)
Eindrücke vom Hinspiel im AKS (Foto: Bernd Peter)
Eindrücke vom Hinspiel im AKS (Foto: Bernd Peter)
Mit Andis Shala (Gelb-Rote Karte) sowie vermutlich Tom Geißler und Marco Riemer (beide verletzt) stehen Jena drei wichtige Akteure nicht zur Verfügung. Die Zugänge Patrick Milchraum (Stuttgarter Kickers) und Fabian Scheffer (SC Paderborn) dagegen verstärken den FCC.

Wacker verzichtete auf Neuverpflichtungen und vertraut dem Kader der Hinrunde, muss jedoch auf den wichtigen Abwehrrecken Ben Halstenberg (5. Gelbe Karte) verzichten. Marcel Goslar wurde nach seiner Operation gegen Union in der Schlussphase bereits wieder eingewechselt und der verletzte Stürmer Sebastian Hauck konnte noch nicht wieder spielen. Einige Spieler sind zudem erkältet.

Im Nordhäuser Fan-Lager hofft man natürlich trotzdem auf eine Fortsetzung der kleinen Serie: Drei Siege in Folge und die letzten vier Auswärtsspiele gewonnen. Anfang Oktober setzte es beim knappen 0:1 in Magdeburg die letzte Niederlage auf fremdem Boden. Die Vereinsverantwortlichen sehen es aber realistisch und im FC Carl Zeiss den haushohen Favoriten. Schließlich ist das Ernst-Abbe-Sportfeld eine Festung, in der noch keine Mannschaft in dieser Saison drei Punkte entführen konnte.

Auch den Nordhäusern fiel es in der Vergangenheit beider Vereine äußerst schwer, in Jena zu bestehen. Sogar bei der 2. Mannschaft gab es in den vielen Jahrzehnten gemeinsamer Ligenzugehörigkeit nur drei Erfolge für unsere Farben – zuletzt allerdings im Vorjahr einen beeindruckenden 3:0-Sieg Wackers in der Oberliga.

Gegen die Erste wurde nur ein Punktspiel dort erfolgreich gestaltet. Das war ein 2:1 im Jahre 1955 vor 7000 Zuschauern (Torschützen: 1:0 Ronald Ducke, 1:1 Gerhard Schild, 1:2 Walter Möller)! Das sagt wohl alles darüber, wie hoch die Hürde ist, die die Truppe von Cheftrainer Jörg Goslar am Fuße der Kernberge zu überspringen hat.

Jenas Trainer Andreas Zimmermann würde sich über viele Zuschauer freuen: "Es könnten immer mehr Zuschauer sein ... Das Potenzial ist ... vorhanden. Gerade die Begegnung gegen Neustrelitz hat gezeigt, dass es geht und die Mannschaft angenommen wird. Im Heimspiel gegen Nordhausen können wir jeden 'Daumen' gebrauchen."

Gleiches gilt für die echten Nordhäuser Fans, die den Weg ins „Paradies“ in Kauf nehmen werden, um ihrer Elf die Daumen zu drücken. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieses Artikels waren bereits 7136 Eintrittskarten verkauft. Sie kommen doch auch?!
Klaus Verkouter
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20220913
28.02.2014, 10:12 Uhr
7136...
bereits verkaufte Karten beim Spiel Jena gegen Wacker? Bei einem Jenaer Zuschauerschnitt von 3766 und der (bisherigen) Saisonrekordkulisse von 5144 Fans gegen Zwickau wohl eine blanke Übertreibung. Aber wer weiß - vielleicht lockt ja die momentan soo erfolgreiche Wacker-Mannschaft die Massen ins Ernst-Abbe-Sportfeld!?

Es wäre schön, wenn die Wacker-Verantwortlichen bei den eigenen Zuschauerangaben auch mal auch so großzügig wären. Die 712 "zahlenden" vom Spiel gegen Union II waren ja wohl eher ein schlechter Witz. Aber ist ja auch kein Wunder: wenn z.B. Kinder unter 14 Jahren freien Eintritt haben (und somit nicht erfasst werden) braucht man sich über solch unrealistische Zahlen nicht zu wundern. Wer weiß, wer noch alles nicht angegeben wird - Dauerkarteninhaber, die vielen "VIP"s mit Freikarten...?

Das Signal für den Nicht-Zuschauer, der solche Angaben in Presse und Internet liest, ist jedenfalls klar: warum soll ich zu Wacker gehen, wenn (trotz des aktuellen Erfolges) die Zuschauerzahlen sinken...
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