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Do, 11:29 Uhr
27.02.2014

Vorwurf: Harzunger blockieren Radweg

Seit nunmehr 10 Jahren warten wir Neustädter und viele Südharzer und Urlauber auf die Realisierung des Radweges von Niedersachswerfen nach Neustadt. Für die Verzögerung macht Peter Sieckel aus Neustadt Harzunger Landwirte verantwortlich...


"In diesen Jahren hat die Gemeinde Harzungen und die ansässige Agrargenossenschaft mit allen Mitteln versucht diesen Radweg zu verhindern.

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Zur Erinnerung: In der ersten Variante wurde die Nutzung und der Ausbau der alten Wirtschaftswege von Harzungen nach Niedersachswerfen vorgesehen. Diese wurde vom damaligen Gemeinderat Harzungen wegen der notwendigen Eigenmittel und der Trassenführung abseits der Straße abgelehnt, obwohl Neustadt und Niedersachswerfen die damaligen Eigenmittel für Harzungen mittragen wollte.

Die zweite Variante wurde somit straßenbegleitend geplant und die inzwischen erneuerten Brücken der L 1037 auf diese Lösung ausgebaut. Für diese Variante sind keine Eigenanteile der Gemeinden notwendig und bei der heutigen angespannten Haushaltslage der Kommunen wäre das ein positives Zeichen. Nunmehr klagt die Agrargenossenschaft gegen die zweite Variante und bringt wieder die alten Wirtschaftswege ins Spiel.

Warum wohl?

Man will auf Kosten anderer die Wirtschaftswege ausbauen und als Radweg nutzen, Angeblich verliert die Agrargenossenschaft 4 Hektar Land bei der straßenbegleitenden Variante. Vielleicht sollte man mit den Gemeinden über einen Ausgleich von landwirtschaftlichen Flächen nachdenken oder die Wirtschaftswege unterpflügen und die Zufahrt von der L1037 prüfen.

Außerdem wurden in den vergangenen Jahren gemeindeeigene Wege von der Agrargenossenschaft untergepflügt, um die Großraumtechnik einzusetzen.

Diese Einstellung der Harzunger ist nicht nachvollziehbar und sehr kurz gedacht. Allein die Nutzung des Radweges für die Kinder von Harzungen nach Neustadt oder Niedersachswerfen oder die touristische Anbindung zum Radwegenetz zur Kreisstadt oder in den Südharz wird durch die Haltung der Harzunger versagt. Außerdem wäre es doch schön, wenn die Radfahrer das gepflegte Dörfchen Harzungen mit seiner schönen Kirche, dem Cafe` und der Landfleischerei per Radweg besuchen könnten.

Wir werden weiterhin alle Möglichkeiten nutzen, damit der geplante Radweg realisiert wird und hoffen auf einen positiven Ausgang der Klage für den Radweg.
Peter Sieckel, Vorsitzender des Neustädter Kur- und Fremdenverkehrsverein
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Wolfi65
27.02.2014, 12:48 Uhr
Es ist nicht zu verstehen
Das im Bereich der Harzunger Flur über einen Radweg nach Niedersachswerfen und nach Neustadt gestritten wird. Es soll sogar schon einmal ein Eisenbahnanschluss von Niedersachswerfen nach Harzungen gegeben haben, welcher aber wieder zurückgebaut wurde. Da sollte doch wohl jetzt wenigstens ein Radweg drin sein. Aber dieser kostet Geld und alles was Geld kostet, ist schon mal sehr bescheiden.
Luftikus
27.02.2014, 20:54 Uhr
Radweg nach Neustadt
Vielleicht sollte man mal die alten Flurkarten zu Hand nehmen und prüfen, ob nicht noch alte Weg eingetragen sind, welche einfach untergepflügt wurden. Die werden dann wieder hergestellt und dass auch noch zu Lasten des Agrarbetriebes.

Es wurden doch so viele alte Wege eingepflügt, dass die Bauern am Straßenrand doch gar keinen Verlust machen, gerade weil Sie nicht bis zum Straßenrand arbeiten können.
Glaskugel
27.02.2014, 22:04 Uhr
Nichts mehr an die verpachten
und nichts mehr bei dieser Landfleischerei Harzungen kaufen! Wenn die Gemeinden hier mal ein bisschen clever wären, würde man an solche Landjunker einfach keine Gemeindeflächen mehr verpachten. Und die privaten Besitzer der betroffenen Ortschaften könnten das Gleiche tun. Diese Junker haben über 1000 ha unter ihrer Fuchtel und wollen hier erzählen, dass sie wegen 4 ha Pleite gehen?

Da gehört von Gemeinden und Privaten Besitzern ordentlich drauf gekloppt. Anders verstehen das diese Großbauern nicht! Muss erst ein Radfahrer tot gefahren werden, bis man diesen profitverliebten Betonköpfen beikommt?
Wolfi65
28.02.2014, 07:01 Uhr
So ist es
Junker Land in Volkes Hand!
geloescht.otto
28.02.2014, 08:40 Uhr
es sollte
aber nicht nur der Agrargenossenschaft der "Schwarze Peter" zu geschoben werden. Auch ein Bürger, der selbst sehr gern und oft Rad fährt, klagt gegen diesen mehr als überfälligen Radweg!
Ich kann aber auch die Agrargenossenschaft nicht verstehen - muss wirklich erst ein Radfahrer sterben............
Retupmoc
28.02.2014, 09:17 Uhr
Logisch Mafiosa
Wir boykottieren wegen eines Radweges die Landfleischerei in Harzungen. Also ich werde dies nicht tun, da die Qualität der dort verkauften Waren hoch ist. Ausserdem ist mir so eine Aufforderung seit 1933 sehr suspekt. Was den Radweg betrifft kann ich nicht einschätzen, ob der soweit nötig ist. Wenn dieser Radweg genauso viel frequentiert wird, wie der Millionenteure Radweg zwischen Sondershausen und Oberspier dürfte dies eine Fehlinvestition werden.
rocker
28.02.2014, 10:35 Uhr
Ackerland
ist unwiederbringbar. Auf der einen Seite reget man sich auf über Mais der in die Biogasanlage soll,andererseits will man Ackerland zubetonieren.Ich denke man sollte die Bedenken schon verstehen und jeder hat das Recht auf seine Rechte zu bestehen. Oder warum stimmen sie Herr Sieckel dem Austritt von Buchholz aus der VG nicht zu.
Baradur
28.02.2014, 18:07 Uhr
übertriebene Hetze
In diesem Artikel wird nur eine Sichtweise sowie nur Teilinformationen wiedergegeben.

Die Situation ist viel komplexer als das man das in einem Artikel wiedergeben könnte.

Es sei nur soviel gesagt, dass bezüglich des Radweges Beteiligte über Betroffene entschieden haben, ohne mit den Betroffenen überhaupt erstmal zu reden. Ist praktisch das Gleiche wie wenn Herr Sieckel durch Ihren Garten den Weg haben will.

Die eingeworfenen "untergepflügten Wege" sind sinnentstellend, da dies aus einer Zeit rührt, wo eine andere Politik (DDR) verfolgt wurde und dies mit der Sache in keiner Verbindung steht.

Stellen wir uns einfach mal zwei Fragen:
Wie kann eine Gemeinde wie Harzungen der Alleinentscheider über die Führung der Trasse sein, wenn Ihnen so oder so keine Kosten entstehen?

Wie kann man eine Planung machen, ohne die Eigentümer und Bewirtschafter ins Boot zu holen?

Alles in allem ist die hier gehaltene Hetze gegen einen Agrarbetrieb mit einseitigen Informationen ungerechtfertigt und sollte bei Interesse einfach mal mit dem GF des Betriebes besprochen werden.
Baradur
28.02.2014, 18:11 Uhr
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