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Mi, 10:00 Uhr
26.02.2014

Mehr und auch weniger

In den Thüringer Beherbergungsstätten und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) wurden im vergangenen Jahr insgesamt 9,5 Millionen Übernachtungen gezählt. Damit verringerte sich die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Jahr 2012 um 159.000 oder 1,6 Prozent. Einzelheiten wie immer in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)
Die Zahl der Gästeankünfte stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im gleichen Zeitraum auf 3,6 Millionen (+0,4 Prozent). Damit konnte für Thüringen 2013 bereits das siebente Jahr in Folge ein Anstieg der Gästeankünfte ausgewiesen werden. Die Verweildauer pro Gast blieb mit durchschnittlich 2,7 Tagen im Vergleich zum Jahr zuvor auf einem konstanten Niveau.

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Aus dem Ausland kamen im Jahr 2013 knapp 235.000 Besucher in den Freistaat (-3,2 Prozent). Das waren 6,5 Prozent aller Gäste. Mit Abstand am stärksten vertreten waren dabei Gäste aus den Niederlanden mit rund 40.000, knapp 17 Prozent aller ausländischen Gäste.

Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste sank im Vergleich zum Jahr 2012 um 5,1 Prozent auf 563 Tausend. Die ausländischen Gäste verweilten in Thüringen mit durchschnittlich 2,4 Tagen deutlich kürzer als inländische Gäste (2,7 Tage). Die reichlich 64.000 Gästebetten, die im Jahr 2013 in den Thüringer Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten angeboten wurden, waren im Durchschnitt zu 38,6 Prozent ausgelastet.

Zwischen den einzelnen Reisegebieten waren dabei deutliche Unterschiede zu beobachten. So schwankte die Auslastung der Gästebetten zwischen 48,9 Prozent im Reisegebiet Saaleland und 26,6 Prozent im Südharz. Noch deutlicher waren Auslastungsunterschiede zwischen den verschiedenen Betriebsarten zu beobachten. Während die Auslastung der Betten beispielsweise bei Hotels 39,3 Prozent betrug, lag sie bei Gasthöfen nur bei 23,6 Prozent.

Zwei der zehn Thüringer Reisegebiete konnten im Jahr 2013 deutliche Zuwächse bei Übernachtungen und Gästeankünften verbuchen. Im Hainich stieg die Anzahl der Übernachtungen um 4,4 Prozent auf 444 Tausend und es wurden 134.000 Gäste begrüßt (+8,0 Prozent). Im Reisegebiet der Städte (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) erhöhten sich die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Jahr 2012 um 2,2 Prozent auf 2,0 Millionen, die Zahl der Gästeankünfte stieg um 2,4 Prozent auf 1,1 Millionen.

Spürbare Verluste waren hingegen in den Reisegebieten Eichsfeld, Kyffhäuser, Saaleland, Thüringer Vogtland und Thüringer Wald zu verzeichnen, wobei insbesondere die Rückgänge der Übernach-tungszahlen im Thüringer Wald (-123.000) und die Rückgänge der Gästeankünfte im Eichsfeld (-7.000), im Saaleland (-6.000) und im Thüringer Vogtland (-11.000) einen prägenden Einfluss auf das Thüringer Gesamtergebnis des Jahres 2013 hatten.

Im Dezember 2013 sank die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,3 Prozent auf 625.000. Davon entfielen 592 Tausend Übernachtungen auf Gäste aus dem In-land (-2,6 Prozent) und 33.000 Übernachtungen auf ausländische Gäste (+3,5 Prozent). Die Zahl der Gästeankünfte erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,1 Prozent auf insgesamt 243.000, darunter 13 Tausend ausländische Gäste (+7,5 Prozent).
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
26.02.2014, 11:43 Uhr
Thüringen – das Gesäß Deutschlands
Gern hätte ich ja mal eine Entwicklungskonzeption für die Perspektive von Thüringen gelesen. Doch leider liest man da eher über die Selbstbeweihräucherung von Kommunalpolitikern und deren fragwürdigen Machenschaften in Sachen Zahlung von Abfindungen, Zuschlägen und sonstigen Streitigkeiten selbst auf persönlicher Ebene.

Doch das, was die eigentlichen Probleme in Thüringen sind, wird von der Politik eher nicht aufgegriffen. Was wird denn nun in Sachen Tourismus im GESAMTEN Freistaat Thüringen in den kommenden 12 Monaten positiv verändert? Nenne man mir einen Satz mit X. Das Kernproblem im Lande ist doch, dass nicht nur die Länder, sondern auch der Bund sich nur auf EHRENAMTLICHE Aktivitäten berufen kann und will.

Denn Geld soll doch nur in die Taschen der Regierenden fließen. Nun hat aber mal der Kapitalismus seine eigenen Regeln, die unter anderem die ist, dass vor dem Kassieren das Investieren steht. Wie sagt doch ein altes Sprichwort: „Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht.“ Der Tourismus, das Stiefkind in Thüringen, ist nun nachweislich zu Bruch gegangen. Andere Bereiche werden folgen und die Region Ostdeutschland, wird zu Armenhaus in Deutschland verkommen. Dies belegen die Statistiken von Wirtschaftsexperten, welche in den letzten Tagen veröffentlicht wurden.

Da sind zum Beispiel in den letzten Jahren allein in Ostdeutschland mehr als 1,5 Mill. Arbeitsplätze verschwunden und mehr als diese Zahl sind in Westdeutschland entstanden. Der Letzte möge bitte daran denken, wenn er geht, das Licht auszuschalten.
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