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Mo, 16:26 Uhr
24.02.2014

Zu "Besuch" in Fukushima

Weltweit berichten die Medien kaum noch über Fukushima. Langsam aber sicher gerät die Atomkatastrophe in Vergessenheit und es verbreitet sich der trügerische Eindruck, dass alles nur halb so schlimm war, die Situation unter Kontrolle ist und sich das Leben der betroffenen Menschen wieder weitgehend normalisiert hat...

Bilder aus Fukushima (Foto: Alexander Neureuter) Bilder aus Fukushima (Foto: Alexander Neureuter)

Doch ist das wirklich der Fall? Der Umweltjournalist Alexander Neureuter geht dieser Frage am 4. März im Rahmen des 8. Nordhäuser Energieforums auf den Grund.

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Unter dem Titel "Fukushima 360º – das atomgespaltene Leben der Opfer von Fukushima" zeigt er am 4. März, um 18 Uhr, im Audimax der Fachhochschule Nordhausen in einem Vortrag in 150 Bildern, wie die dreifache Reaktorkernschmelze den Alltag und das Leben der Menschen in Japan verändert hat.

Zuvor wird er um 15:30 Uhr im Foyer des Rathauses seine Ausstellung „Brokdorf | Tschernobyl - Was wäre, wenn…?“ eröffnen. Die Ausstellung, in der 70 Gegenüberstellungen zur Atomkraft mit Bildern und Texten gezeigt werden, kann darüber hinaus bis zu 21. März während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung besichtigt werden.

Der deutsche Umwelt-Fotojournalist, der im Jahr 2011 auch zehn Tage lang in der evakuierten Sperrzone von Tschernobyl recherchiert hat, begibt sich auf Spurensuche. Er blickt hinter die Kulissen des medialen Schweigens und erzählt anhand von 40 unterschiedlichen Personen und ihren Schicksalen davon, welche tief greifenden und unumkehrbaren Veränderungen der Atomunfall vor drei Jahren für jeden Betroffenen – einschließlich der 360.000 Kinder der Präfektur Fukushima – gebracht hat.

Neureuter zeigt die Herausforderungen und Schwierigkeiten im alltäglichen Leben auf, berichtet über Verzweiflung und Hoffnung, teilt die Träume auf eine bessere Zukunft und wird Zeuge vom herausragenden Engagement einzelner Menschen, die selbstlos über sich hinauswachsen. Und er beschreibt die Skrupellosigkeit eines alteingesessenen Systems aus Ärzten, Beamten, Politikern, Medien, organisierter Kriminalität und Atomkonzernen, für die ein einzelnes Menschenschicksal nicht sehr viel zählt.

Aus mehr als 17.000 Fotos und über 80 Interviews mit Betroffenen entstand ein einmaliger Vortrag über das Leben in der Präfektur Fukushima und über die vielen großen und kleinen Auswirkungen der Atomkatastrophe auf die japanische Gesellschaft. Mit Fakten und Informationen aus erster Hand widmet sich dieser Vortrag der Frage, ab welchem Punkt die Risiken einer Technologie gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch untragbar werden.

Das 8. Nordhäuser Energieforum ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Fachhochschule Nordhausen, Verbraucherzentrale Thüringen, der Stadt und des Landkreises Nordhausen sowie der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen.
Autor: red

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Kommentare
Bodo Bagger
25.02.2014, 09:50 Uhr
so tiefgreifend und unumkehrbar...
dass sich mitlerweile sogar Greenpeace USA Sorgen ob der ausuferenden und panikschürenden Berichterstattung der deutschen Medien macht und selber sagt, dass Fukushima zu Recht schlimm ist, aber eben NICHT wie in speziell deutschen Medien postuliert die Apokalypse.

Ich hoffe der Link ist in diesem Falle mal erlaubt.: http://greenpeaceblogs.org/2014/01/24/yes-things-are-very-bad-at-fukushima-but-its-not-the-apocalypse/

Desweiteren sehr zu empfehlen zu diesem Thema ist desweiteren der Film "Pandoras Promise" in dem sich diverse, unter anderem auch bisherige Gegner der nuklearen Energieerzeugung z.B. aus Greenpeace Kreisen das erst mal positiv gegenüber der Nuklearenergie äußern und das klare Statement geben, dass ohne die Kernenergie eine wirksame Reduzierung des CO2 Ausstosses nicht möglich ist.

Ich habe hier sowieso den Eindruck, dass das Fukushimagespenst in Zeiten schwindender Zustimmung der Bevölkerung zu den immer ausufernderen Kosten der Energiewende hervorgeholt wird um über Panik die Bevölkerung zu manipulieren um sich ja nicht das Scheitern der Energiewende eingestehen zu müssen.
Sehr interessant auch dazu die Meinung die im angrenzenden und ferneren Ausland zu unserer Energiewende herrscht.
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