Mo, 16:03 Uhr
24.02.2014
Polizisten getroffen
Viele Themen waren auf der Tagesordnung beim Treffen in der Landespolizeiinspektion Nordhausen am vergangenen Freitag. Wer da an der Darre zu Gast war, das hat die nnz erfahren...
Die Thüringer Staatssekretärin Inge Klaan (CDU), der Landtagsabgeordnete Egon Primas (CDU) und der Oberbürgermeister von Nordhausen Dr. Klaus Zeh (CDU) wollten viel wissen zu aktuellen Themen aus dem Landkreis.
Los ging es mit der A38 und den sogenannten Planenschlitzern. Polizeidirektor Michael Köster erklärte, dass Nordhausen die Autobahnpolizei bei der kriminaltechnischen Untersuchung unterstützt. Durch die Autobahnpolizei ist es möglich, länderübergreifend Vorfälle zu bearbeiten. Dadurch seien schon einige wichtige Hinweise zusammengetragen worden.
Ein wichtiges Thema für die Landespolizeiinspektion Nordhausen ist die zukünftige Anbindung des Notrufs an die Landeseinsatzzentrale, bei der dann alle Meldungen eintreffen und die Einsatzplanung erfolgt. Besorgt äußerte sich Egon Primas über die dann evtl. nicht ortskundige Einsatzplanung und damit verbundenen Verzögerungen. Das neue System, so Klaus-Peter Schneider von der Landespolizeidirektion lokalisiert den Anrufer durch seine Verbindungsdaten und übermittelt den Standort metergenau. Zudem seien am Ende die Einsatzkräfte aus der Region im Fahrzeug unterwegs, die sich bestens in der Region auskennen.
Inge Klaan als Thüringer Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr erläuterte, dass 2014 alle Autobahnen in Thüringen fertiggestellt würden und wollte wissen, ob die vielen Infrastrukturmaßnahmen im Landkreis Auswirkungen auf die Unfallstatistik haben.
Obwohl die aktuellen Statistiken aus dem Jahr 2013 noch nicht vorlägen, erklärte Dirk Schäfer als Referent im Thüringer Innenministerium, dass ein wesentlicher Rückgang durch die Unfallstatistiken über die Jahre zu sehen ist. Gab es im Jahr 1998 in Nordthüringen noch 12.649 Verkehrsunfälle, so ging die Zahl kontinuierlich zurück. Im Jahr 2012 ereigneten sich in den vier nördlichen Landkreisen noch 9.308 Straßenverkehrsunfälle.
Ähnlich verläuft die Entwicklung bei den Unfallfolgen. So ging die Zahl der Unfälle mit Personenschaden im gleichen Zeitraum um 870 Unfälle auf nunmehr 1.174 zurück.Natürlich bedeutet eine Änderung des Verkehrsflusses auch immer eine Verschiebung der Unfallorte. Hier müsse man bei neuen Verkehrswegen genau darauf achten und evtl. die Beschilderung anpassen.
Aber auch die Landespolizeiinspektion Nordhausen ersucht die Hilfe der Politiker bei der Bewältigung verschiedener Maßnahmen auf dem Gelände und an den Gebäuden. So ist die Ursache des Wassereinbruchs ins Gebäude zwar geklärt – das Grundwasser drückt durch neue Einleitungen durch die Wände – aber die Kosten für eine Sanierung lägen bei über 6 Millionen Euro. Weit wichtiger aber sei das Problem der Ausdünstungen des Fußbodens in den Häusern B, D, G und H.
Hier sei eine schnelle Lösung erforderlich zum Wohle der Mitarbeiter, so Polizeioberkommissar Sven Aderhold. Inge Klaan sicherte zu, sich diesem Thema anzunehmen und eine Rückmeldung an die Landespolizeiinspektion zu geben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche waren die Statistiken zu Alkohol und Drogen. Positiv sei, so Köster, dass die Statistik zu Unfällen unter Alkoholeinfluss rückläufig ist. Probleme bereite das Erkennen von Fahrern unter Drogeneinfluss. Dies sei nur möglich, wenn die Kollegen vor Ort das Fahrverhalten und die Fahrzeugführer selber sehr gut bewerten und dadurch beurteilen könnten.
Danach erkundigte sich Egon Primas über die aktuelle Situation im Landkreis in Bezug auf Extremismus – links wie rechts. Bernd Isserstedt als Stellvertretender Leiter der Kriminalpolizeiinspektion erläuterte, dass sich in letzter Zeit keine nennenswerten Vorkommnisse ereignet haben. Man hätte oft eine Verlagerung der Vorfälle, da solche Personen immer auffallen wollen bzw. müssen. Ist dies bei ihren Anhängern nicht mehr der Fall, so wechseln sie auch mal schnell in eine andere Gruppe.
Michael Köster führte abschließend aus, dass Thüringen eines der sichersten Bundesländer ist und die Landespolizeiinspektion Nordhausen mit rund 330 Mitarbeitern allein am Standort Darrweg personell sehr gut besetzt sei.
Zum Schluss dankten Egon Primas, Inge Klaan und Dr. Klaus Zeh für das ausführliche Gespräch und natürlich für die stets sehr gute Arbeit der Landespolizeiinspektion Nordhausen und deren Mitarbeiter.
Autor: redDie Thüringer Staatssekretärin Inge Klaan (CDU), der Landtagsabgeordnete Egon Primas (CDU) und der Oberbürgermeister von Nordhausen Dr. Klaus Zeh (CDU) wollten viel wissen zu aktuellen Themen aus dem Landkreis.
Los ging es mit der A38 und den sogenannten Planenschlitzern. Polizeidirektor Michael Köster erklärte, dass Nordhausen die Autobahnpolizei bei der kriminaltechnischen Untersuchung unterstützt. Durch die Autobahnpolizei ist es möglich, länderübergreifend Vorfälle zu bearbeiten. Dadurch seien schon einige wichtige Hinweise zusammengetragen worden.
Ein wichtiges Thema für die Landespolizeiinspektion Nordhausen ist die zukünftige Anbindung des Notrufs an die Landeseinsatzzentrale, bei der dann alle Meldungen eintreffen und die Einsatzplanung erfolgt. Besorgt äußerte sich Egon Primas über die dann evtl. nicht ortskundige Einsatzplanung und damit verbundenen Verzögerungen. Das neue System, so Klaus-Peter Schneider von der Landespolizeidirektion lokalisiert den Anrufer durch seine Verbindungsdaten und übermittelt den Standort metergenau. Zudem seien am Ende die Einsatzkräfte aus der Region im Fahrzeug unterwegs, die sich bestens in der Region auskennen.
Inge Klaan als Thüringer Staatssekretärin für Bau, Landesentwicklung und Verkehr erläuterte, dass 2014 alle Autobahnen in Thüringen fertiggestellt würden und wollte wissen, ob die vielen Infrastrukturmaßnahmen im Landkreis Auswirkungen auf die Unfallstatistik haben.
Obwohl die aktuellen Statistiken aus dem Jahr 2013 noch nicht vorlägen, erklärte Dirk Schäfer als Referent im Thüringer Innenministerium, dass ein wesentlicher Rückgang durch die Unfallstatistiken über die Jahre zu sehen ist. Gab es im Jahr 1998 in Nordthüringen noch 12.649 Verkehrsunfälle, so ging die Zahl kontinuierlich zurück. Im Jahr 2012 ereigneten sich in den vier nördlichen Landkreisen noch 9.308 Straßenverkehrsunfälle.
Ähnlich verläuft die Entwicklung bei den Unfallfolgen. So ging die Zahl der Unfälle mit Personenschaden im gleichen Zeitraum um 870 Unfälle auf nunmehr 1.174 zurück.Natürlich bedeutet eine Änderung des Verkehrsflusses auch immer eine Verschiebung der Unfallorte. Hier müsse man bei neuen Verkehrswegen genau darauf achten und evtl. die Beschilderung anpassen.
Aber auch die Landespolizeiinspektion Nordhausen ersucht die Hilfe der Politiker bei der Bewältigung verschiedener Maßnahmen auf dem Gelände und an den Gebäuden. So ist die Ursache des Wassereinbruchs ins Gebäude zwar geklärt – das Grundwasser drückt durch neue Einleitungen durch die Wände – aber die Kosten für eine Sanierung lägen bei über 6 Millionen Euro. Weit wichtiger aber sei das Problem der Ausdünstungen des Fußbodens in den Häusern B, D, G und H.
Hier sei eine schnelle Lösung erforderlich zum Wohle der Mitarbeiter, so Polizeioberkommissar Sven Aderhold. Inge Klaan sicherte zu, sich diesem Thema anzunehmen und eine Rückmeldung an die Landespolizeiinspektion zu geben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche waren die Statistiken zu Alkohol und Drogen. Positiv sei, so Köster, dass die Statistik zu Unfällen unter Alkoholeinfluss rückläufig ist. Probleme bereite das Erkennen von Fahrern unter Drogeneinfluss. Dies sei nur möglich, wenn die Kollegen vor Ort das Fahrverhalten und die Fahrzeugführer selber sehr gut bewerten und dadurch beurteilen könnten.
Danach erkundigte sich Egon Primas über die aktuelle Situation im Landkreis in Bezug auf Extremismus – links wie rechts. Bernd Isserstedt als Stellvertretender Leiter der Kriminalpolizeiinspektion erläuterte, dass sich in letzter Zeit keine nennenswerten Vorkommnisse ereignet haben. Man hätte oft eine Verlagerung der Vorfälle, da solche Personen immer auffallen wollen bzw. müssen. Ist dies bei ihren Anhängern nicht mehr der Fall, so wechseln sie auch mal schnell in eine andere Gruppe.
Michael Köster führte abschließend aus, dass Thüringen eines der sichersten Bundesländer ist und die Landespolizeiinspektion Nordhausen mit rund 330 Mitarbeitern allein am Standort Darrweg personell sehr gut besetzt sei.
Zum Schluss dankten Egon Primas, Inge Klaan und Dr. Klaus Zeh für das ausführliche Gespräch und natürlich für die stets sehr gute Arbeit der Landespolizeiinspektion Nordhausen und deren Mitarbeiter.


