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Mo, 14:03 Uhr
10.02.2014

Ausweisung

„Wir freuen uns, dass unsere seit Jahren bestehende Forderung nach einem Schutzstatus für das ‚Harzfelder Holz‘ jetzt umgesetzt wird. Dies gelang erst nach massivem Protest und der Drohung, dass wir ein EU-Verfahren anstrengen würden“, so Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen...


„Wir hoffen, dass es nicht bei diesem einen positiven Signal zum besseren Schutz der Gipskarstregion bleibt“, so Vogel weiter.

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Der BUND Thüringen verwies darauf, dass weitere Gebiet in der Gipskarstlandschaft bereits vor Jahren auf Grundlage von Fachgutachten temporär geschützt wurden. Statt einer zügigen Ausweisung ließ man diesen Schutzstatus jedoch verfallen.

Und auch beim „Harzfelder Holz“ sei der angestrebte untertägige Gipsabbau noch nicht vom Tisch. Die neue Naturschutzgebietsverordnung weise diesbezüglich kein Verbot auf. Der BUND Thüringen kritisiert, dass die dazu im Rahmen einer Anhörung vorgebrachten Argumente keiner nachvollziehbaren Abwägung unterlegen hätten.

Das Land habe zudem auf ein Raumordnungsverfahren verzichtet, bei dem die Auswirkungen des Gipsabbaus auf die Umgebung untersucht worden wären. Dies sei nun ein Hemmschuh für einen umfassenderen Schutz des Gebietes. Betroffen sei davon auch die Gemeinde Neustadt, die sich um den Status als Kurort bemüht. Statt intakter Natur drohen ihr weiter Maschinenlärm und Staubbelastungen.

Der BUND Thüringen fordert die Landesregierung auf, keine unwiderruflichen Fakten hinter verschlossenen Türen zu schaffen. Dies betreffe insbesondere den derzeit diskutierten Landesentwicklungsplan. Das zuständige Ministerium für Bau und Verkehr habe bisher keine Anstrengungen erkennen lassen, darin dem weiteren Gipsabbau einen Riegel vorzuschieben. Der Landesentwicklungsplan stelle den Scheideweg für die zukünftige Entwicklung der Gipskarstlandschaft dar.

Der BUND wird sich weiter dafür einsetzen, dass es keinen weiteren Gipsabbau über die bestehenden Rahmenbetriebspläne hinaus im Südharz geben wird.
Autor: red

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