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Fr, 21:49 Uhr
31.01.2014

nnz-Forum: Großkreis Harz

Endlich spricht mal ein Politiker dass aus, was Manfred Kappler vor Jahren schon zu seinen Bekannten gesagt habe. Der Goslarer Oberbürgermeister hat mit diesem Gedanken und seinem Ausspruch, den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein Beitrag im Forum der nnz...

Was könnte dem Harz besseres geschehen als eine politische, wirtschaftliche, verkehrstechnische und touristische Einheit zu sein?
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Im Kleinen wächst der Harz über die Ländergrenzen hinweg schon zusammen. Nur steht diesem oft die Teilung des Harzes, durch die drei Bundesländer im Wege. Jeder Bunderländer Teil des Harzes hat durch diese Länderaufteilung andere Gesetze und Richtlinien. Bis auf einige Länder übergreifende Einrichtungen, wie Nationalpark Harz, dem Geopark Harz, der Harzer Wandernadel und einigem mehr funktioniert es recht gut.
Was aber hier schon Länderübergreifend funktioniert, könnte auch in einem Großkreis Harz machbar werden. Eventuell könnte es sogar mit einem einheitlichem Naturpark Harz, Länderübergreifend noch etwas Besseres werden. Wir hier als Thüringer Südharz können uns nicht als Thüringer vermarkten, denn die Urlauber möchten in den Harz und nicht nach Thüringen, obwohl es Harz ist.

Was hat der Südharz eigentlich von Thüringen zu erwarten? Außer Rohstofflieferant und Transitland der LKWs, zu sein, wenn ich den täglichen LKW Verkehr auf der B4 erleben muss. Selbst ein Wetterbericht für den Südharz, geschweige denn für den Harz fehlt beim MDR- Thüringen komplett. Auch eine ordentliche Info über die Straßensperrung zwischen Netzkater und Hasselfelde im letzten Herbst, war sehr mangelhaft.

Was bleibt einem also übrig? Man informiert sich bei SAW oder NDR. Diese beiden Sender bringen die Nachrichten vom Harz und dem Umfeld. Thüringen hört in Sondershausen und im Eichsfeld auf, das geht bis zu einer Kartenausgabe, wo der Norden Thüringens ohne Angaben war.
Wie weit ist es überhaupt in Thüringen bekannt, dass ein Stückchen Harz noch zu Thüringen gehört? Es erweckt immer den Eindruck, dass wir uns, hier im Norden Thüringens, irgendwie auf vergessenen Posten befinden.
Es ist nicht alles schlecht und ich möchte auch nicht alles schlecht reden, denn jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten.

Aber für den Harz wäre schon das Beste was ihm passieren könnte, wenn er unter eine einheitliche Regie käme. Eine einheitliche Gesetzesgrundlage und Zusammengehörigkeit, mit einer engen Zusammenarbeit ohne großes Konkurrenzdenken, könnte für den Harz vom Vorteil sein. Vieles an der Infrastruktur würde sich Ändern, denn die Landesgrenzen von Thüringen waren bisher in vielem, eine Barriere gewesen. Jedenfalls wäre es für den Thüringer Südharz nur vom Vorteil. Es wäre gleich unter welcher Länderherrschaft, ob Niedersachsen oder Sachsen Anhalt, nur als kleinster Teil des Harzes können wir uns einem Größeren anschließen.

Der Gedanke ist es auf jeden Fall wert, einmal intensiv darüber nachzudenken und Gespräche zu führen. Aber auch hier gibt es Sonnen- und Schattenseiten. Von meiner Sicht aus könnte es für den Harz nur vom Vorteil sein.
Sollte es mit dem Großkreis Harz nichts werden, dann bleibt uns noch die Option einer autonomen „Bergrepublik Harz“ als kleinstes Bundesland. Aber auch in den Harz, sollte die Globalisierung Einzug halten und die Grenzen im Harz und aus den Köpfen langsam verschwinden. Noch immer befinden sich genügend Grenzen in den Köpfen unserer Politiker, welche abgebaut werden sollten.

Viele Harzer plädieren für einen einheitlichen Harz. Wie wär es mal mit einer Umfrage oder wenn es spruchreif werden sollte, mit einer Volksabstimmung? Der Harz das Kleinste aber vielseitigste Gebirge Deutschlands hat eine Einheit, als Großkreis Harz verdient.
Glück Auf, Manfred Kappler
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Frankledig
31.01.2014, 22:28 Uhr
Großkreis Harz
.. das beste was ich bisher gehört habe!
altmeister
01.02.2014, 09:35 Uhr
I have a dream
Ja, das ist ein Traum! Die Realität sieht da anders aus. Zuerst müssten 2 Bundesländer zugunsten von einem auf etwas verzichten, da sind ja auch Verwaltungen, welche wegfallen würden, bewilligte Subventionen...
Die Aufzählung könnte noch eine ganze Weile weiter gehen.

Das größte Problem ist aber, wie damit umgegangen werden sollte, dass Alt- und Neubundeslandteile zusammen kommen würden. Wie ist das mit der Rente, den Rentenpunkten, Sozialansprüchen, Lohntarifen? Das erst mal auf die Schnelle, was mir einfällt. Ich glaube kaum, dass ein Niedersachse weniger Rente akzeptieren würde, genau so wenig glaube ich, dass der Thüringer oder Sachsenanhaltiner mehr bekommen würde. Es gibt, wenn auch keine zum anfassen, noch immer eine Mauer zwischen alten und neuen Teil der Republik. Damit kann auch besser, so wie es gerade passt, der eine gegen den anderen aufgebracht werden, um eine einheitliche Meinung zu verhindern. So werden z. Bsp. schnell mal die Altbundis auf die Palme gebracht, weil die Neuen ja den Solizuschlag kassieren. Nur, dass die Neuen den auch bezahlen und die Alten dabei noch ihre Arbeitsplätze gesichert bekommen (Wo werden denn die meisten Waren produziert, wo sind die meisten Verwaltungen oder Hauptniederlassungen von Großbetrieben, Versicherungen, Berufsgenossenschaften, Gewerkschaften...?) das wird gern verschwiegen.
Wenn alles betrachtet wird, so ist es ein schöner, aber nicht zu erreichender Traum.
Richtig ist in diesem Artikel, dass gerade der Kreis Nordhausen im Land Thüringen wenig Beachtung findet. Das war und ist leider auch unabhängig davon, wer gerade wo regiert, egal ob im Land, Landkreis oder der Stadt.
Pe_rle
01.02.2014, 10:51 Uhr
Gebietsreform
da ist das leidige Thema mal wieder.
LK Nordhausen gehört nirgens dazu. Die in Erfurt wissen nur wo Nordhausen ist,wenn Wahlen anstehen oder wenn man sich in aller Welt für irgend etwas aus dem Lk Nordhausen hervor tun will, ansonsten tote Hose. Mir persönlich ist es egal in welches Bundesland Nordhausen mal gehören wird. In Thüringen will man uns nicht,also gibt es noch 2 Alternativen,schlechter kann es nicht mehr werden .
PS Der Harz wird in Thüringen verschwiegen,es zählt nur der Thüringer Wald.
Aber wir leben nun mal hier
Momentmal
01.02.2014, 13:18 Uhr
Für mich Unsinn
Der Landkreis NDH,oder auch oft als Südharz bezeichnet,besteht ja nicht nur aus Ilfeld,Rothesütte oder Neustadt. Da gibts noch Bleicherode,Sollstedt oder Heringen. Sieht man sich dort als Harzer ?
In vielen Punkten ist man auch in Nordhausen vom "Harztypischen" weit entfernt,sei es bei den typischen Angeboten in den Geschäften bis zur Höhe der Lage der Orte. Nordhausen liegt satte 100 m H.ü.M tiefer als Wernigerode....

Die Stadt Blankenburg sogar 150m höher.
Unterschiede sehe ich auch im Dialekt und der historischen Vergangenheit. Hier preußisch,da Hannover /Braunschweig. Wo man die aktuellsten Verkehrsmeldungen herbekommt ist doch Mumpitz !
Eine Fusion,wenn überhaupt würde wohl nur zwischen S.Anhalt und NDS Sinn machen.
ewu85
01.02.2014, 13:27 Uhr
Volle Zustimmung Herr Kappler
Endlich einmal vernünftige Überlegungen zur Gebietsreform. Nun sollten schnellstens Konzepte zur Umsetzung auf den Tisch, damit die Bürger wissen, was auf sie zu kommt und bevor man in Erfurt merkt, das Thüringen nicht hinter Straußfurt endet. Ob Landesregierung oder Kreisverwaltung, schlechter kann es nicht werden. Schönes Wochenende im Harz!
RWE
01.02.2014, 13:46 Uhr
Für länderübergreifende Fusionen
müssen alle beteiligten Länder Staatsverträge abschließen, der Bundestag muß zustimmen und zumindest in den betreffenden Kreisen Volksabstimmungen abgehalten werden.
Mag sein daß man im Eichsfeld und in der Rhön "reich" ist, an Hessen, Bayern oder Niedersachsen angeschlossen ist man eben doch noch der Hungerossi.

Und so schön es auch in Neustadt oder Sophienhof ist-gegen das Bodetal+Hexentanzplatz, dem Brocken und dem Wurmberg kann man da nur verlieren.
Der Harz findet vornehmlich in Sachsen- Anhalt und Niedersachsen statt. Wir sollten lieber versuchen wieder ein Wirtschaftsstandort zu werden.

Wenn sich unsere lokalen Poliker etwas weniger Dreck um die Ohren werfen würden und stattdessen ihren Job machen würden...
Soo schlecht geht es uns in NDH doch gar nicht. Fahrt doch mal nach Greußen oder in andere angeblich so bevorzugte Ortschaften.
Wir haben zwar viele Jahre über unsere Verhälnisse gelebt, aber wir brauchen wenigstens (noch) keinen Zwangsverwalter wie in UH. Und mit den Bankrotteuren der Gemeinde Oberharz will ich auch nicht in einen Landkreis leben.
Und ob wir in Magdeburg oder gar Hannover mehr Gehör finden würden als in Erfurt sei dahingestellt. Wie gesagt, wenn man sich hier endlich um die wesentlichen Dinge kümmern würde, hätten wir sicher einen besseren Stand bei der Landesregierung.
Also ich will Thüringer bleiben, bei Antenne Thüringen bekomme ich sogar Verkehrsinfos und kokale Nachrichten(-;
alterNeunordhäuser
01.02.2014, 16:08 Uhr
Klasse Idee
die Idee find ich prima aber dann wären wir ja ein neues Bundesland und da sehe ich das größte Problem; die fünf neuen Länder stehen doch 25 Jahre nach Maueröffnung immer noch hinten an, dann wären wir ganz neu..................

DDR hieß Der Dumme Rest sind wir das nicht immer noch, bzw. werden von unseren Berliner Politikern etwa nicht so behandelt. (Ich denke da nur an Renten oder BAT OST / WEST)Und dann wieder der Status neues Bundesland???
Paulinchen
02.02.2014, 10:28 Uhr
Ist es eigentlich nicht ganz traurig, …
…da brodelt es in Sachen Tourismus im Süden des Bundeslandes Thüringen und nun fängt der Norden auch noch an zu meckern, verehrte Frau Lieberknecht?

So hat sich nach meinem Kenntnisstand die Region um Sonneberg dem Tourismusverband der Stadt Coburg, in Bayern angeschlossen und nun wollen „die“ im Norden sich auch noch absetzen. Erst gestern war ich auf einigen Autobahnen in Thüringen unterwegs. Da säumen Schilder die Ränder der Autobahnen, denen man meist nur den Hinweis auf Museen entnehmen kann. Kann es sein, dass das ganze Bundesland Thüringen nur ein einziges Museum ist. Wird es da der MP Frau Lieberknecht nicht langsam bange, dass es für sie an der Zeit ist, sich um den Posten als OB in Erfurt zu bewerben? Denn wenn dann noch das Eichsfeld die „Flocke“ in Richtung Hessen macht und Gera nach Sachsen flüchtet, bleibt ihr ja nicht mehr viel zum „REGIEREN“.

Die Gedanken einer Länderfusion sind ja nicht schlecht. Ich bin ja auch dafür. Nur „Altmeister“ hat nicht unrecht, wäre da nicht noch „die Mauer“, welche letztlich nur noch von der Politik hochgehalten wird und die Deutschland noch immer teilt. Da gibt es die noch die Unterschiede beim Lohn, der Rente usw.. Das Volk braucht eine neue Verfassung! Nur so bekommen wir mehr Mitbestimmung. (auch außerhalb der Wahlkampfzeiten) Die Politiker haben doch panische Angst vor Volksentscheiden, nur weil sie genau wissen, was des Volkes Wille ist. Dann könnte man auch eine komplette Neugestaltung der Bundesländer vornehmen, was ganz sicher auch Geld sparen würde.

Nun wünsche ich allen Lesern und natürlich auch der Redaktion dieser Zeitung einen schööööönen Sonntag.
RWE
02.02.2014, 12:09 Uhr
Heimatkunde 6, setzen!
Das Eichsfeld ginge nie und nimmer nach Hessen, sondern nach Niedersachsen (Duderstadt).
Aber das ist nicht durchführbar. Punkt.
Paulinchen
02.02.2014, 12:45 Uhr
RWE,
da hatte sich bei mir der Fehlerteufel eingeschlichen. Irren ist menschlich, sprach der Igel, als er von der Toilettenbürste stieg. Aber trotzdem ein DANKE von mir an Sie!
wonne
02.02.2014, 14:41 Uhr
Alte Strukturen wiederbeleben
Vor dem 2. Weltkrieg gehörten weite Gebiete des heute unbeachteten Nordthüringen zu Hannover/Braunschweig und große Ländereien gehören noch heute zur Kirchen und Klosterkammer in Niedersachsen.Diese ist auch daran Interressiert unser Gebiet weiterzuentwickeln-Beispiel privates Gymnasium im ehemaligen Staatsgut Ilfeld,ich hasse den Namen Harztor!
Schon 1989 gab es bei uns den Spruch"Bevor die Blumen wieder wachsen,gehören wir zu Niedersachsen"
Man sollte alles was im Schatten des Harzes liegt nach Niedersachsen abgeben bzw.alles nördlich der A 38, außer Nordhausen,das wäre kein Zugewinn für Niedersachsen !
bseplus
02.02.2014, 16:46 Uhr
Harz 2050
Diese Überlegungen sind aktuell nur mal wieder aus der Schublade geholt worden. Schon seit einigen Jahren beschäftigt man sich mit dem Thema - und so uninteressant ist das gar nicht. Da externe Links hier nicht gern gesehen sind: einfach mal nach "Harz 2050" bei Google forschen ...
Max links
03.02.2014, 10:08 Uhr
Großkreis Harz
Alles ganz Toll geschrieben und sicher vielen aus dem Herzen. Bloß wie kommt es da hin, dass es auch von einigen Göttern bemerkt wird, das der Harz auch noch zu Thüringern gehört. Ein Teil jeden falls.

Bei unserem MDR Th. Ist es so, ab Funk oder TV.Der Merkt nur selten was. Nicht mal eine Randnotiz. Aber das hatten wir schon alles, am besten es bleibt wie es ist und spart Papier und die Nerven der Verantwortlichen.
Gruß an alle Max Links
Retupmoc
03.02.2014, 10:56 Uhr
Und die Füchse sagen Gute Nacht
Alle Teile des Harzes sind notorisch pleite. Der Großkreis Oberharz dem Scheitern verdammt. Wenn die Grenze nicht aufgegangen wäre, hätten wir in Bad Sachsa, Zorge und Co. Niemandsland. Klar das der Herr aus Goslar dann sein Imperium vergrössert und seine Daseinsberechtigung auch. Aber schauen Sie mal über den Goslarschen Tellerrand. Restaurant auf Restaurant im Westharz ist zu oder dümpelt vor sich hin. Industrie und damit Arbeitsplätze - nicht viel in Sicht. Auch hier einige Gemeinden am Rand des Sargnagels. Wovon träumen hier einige eigentlich? Vom Landratsamt des GK Harz am Stieger See und dem Finanzamt in Hahnenklee? Nordhausen und Kyffhäuser ist schon ein Treppenwitz. GK Harz wäre der Albtraum. Ich bin übrigens Thüringer und kein Niedersachse und ich will auch keiner von Herzog Widukinds Stamm werden.
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