eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 16:43 Uhr
29.01.2014

Ärger mit Gefieder

Zwei Schwäne erregen derzeit die Gemüter der Bleicheröder Bürger, dabei wollen die Wasservögel eigentlich nur ihr Ruhe. Ihnen soll aber um jeden Preis geholfen werden, so fordern es einige, die Tierschutz aber falsch verstehen...


Es ist kalt, eisig kalt. Wenn uns so zumute ist, wie muss es dann erst den Tieren gehen? Besorgte Augen schauen derzeit auf ein Schwanenpaar im Bleicheröder Teich, die verrückten Tiere schwimmen auch noch zu dieser Jahreszeit, ihnen scheint es jedoch nichts auszumachen. Einige selbsternannte Tierschützer meinten jedoch, dass es zu kalt für diese Wasservögel sei und riefen Tierschutzverein und Gemeindeverwaltung an, um die Wildtiere retten zu lassen.

Anzeige symplr (1)
Nur in Not geratenen Schwänen darf geholfen werden, erklärt Gisela Gail vom Ellricher Tierschutzverein. Solange sie einen Lebensraum haben, sollte man sie unbedingt in Ruhe lassen, denn beispielsweise beim Auffliegen verbrauchen die Tiere wichtige Energiereserven. Schwäne sind bei diesen Temperaturen im Wasser am besten aufgehoben. Unterstützend könnten die Bürgerinnen und Bürger etwas Toastbrot zufüttern, denn das Nahrungsangebot ist derzeit eingeschränkt.

Eigentlich ernähren sich die Wildtiere hauptsächlich von Wasserpflanzen, die vom Gewässergrund geholt werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass kein Graubrot oder Sauerteig verfüttert wird, denn das ist giftig für die Tiere, erläutert die Ellricher Tierschützerin. Das Toastbrot sollte auch nicht ins Wasser, sondern am Uferrand abgelegt werden, um Wasserverschmutzungen zu vermeiden.

Sollte der Teich in Bleicherode doch einmal zufrieren, dann wird sich das Schwanenpaar ein Ausweichrevier suchen, sie könnten auch auf einem Fluss überwintern. In Not geratene Schwäne findet man meist auf dem Land sitzend, sie haben beispielsweise Flügel oder Beinverletzungen.

Alle Wasservögel sind an das Leben in der kalten Jahreszeit gut angepasst; wir müssen uns dagegen warm anziehen.
Sandra Witzel
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
C. Knust
29.01.2014, 19:27 Uhr
Danke für die aufklärenden Worte
In diesem Artikel wird durch Frau Gail recht gut beschrieben, welche Probleme sie hat. Viele wenden sich an Frau Gail, nicht mit einer Bitte, sondern mit einer Aufforderung zur Hilfe. Das dies nicht immer notwendig ist, wird hier sehr gut beschrieben. Oft genug wurde der Tierschutz Ellrich zu solchen "Hilfsaktionen" gerufen und man mußte wieder abfahren, weil das oder die Tiere sich in die Luft flüchteten. Hochachtung vor der Arbeit die geleistet wird, ich weiß, wie engagiert und unermüdlich Frau Gail für diese Tiere da ist. Danke auch an Frau Witzel, genauso denke ich auch, lieber die Tiere in Ruhe lassen, als durch vorschnelle Hilfe oder falsches Futter gefährden.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)