Mi, 11:06 Uhr
29.01.2014
Zurück nach Hause
Neben den klassischen Kernaufgaben im Stadtarchiv wie Übernahme, Bewertung, Erschließung und Bestandserhaltung von Schriftgut wird das Nordhäuser Stadtarchiv 2014 insbesondere die Überführung der St. Blasii-/Himmelgarten-Bibliothek von Wittenberg in die Nordhäuser Flohburg umsetzen...
Stemmen müsse man vor allem die Finanzierung der Rückkehr der St. Blasii-/Himmelgarten-Bibliothek. Diese ist derzeit im Wittenberger Augustinerkloster untergebracht.
Die benötigten Mittel sollen zum überwiegenden Teil aus Drittmitteln aufgebracht werden. Dazu hat der Oberbürgermeister gut 35.000 Euro Fördermittel beantragt bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien im Rahmen des Programms ‚Reformationsjubiläum 2017‘, bei der Kulturstiftung der Sparkassen ‚Hessen-Thüringen‘ sowie bei der Stiftung Kreissparkasse Nordhausen. Das sagte jetzt Nordhauens Stadtrachivar Dr. Wolfram Theilemann.
Das Geld müsse - neben dem eigentlichen Rücktransport, dessen Finanzierung die Stiftung Kreissparkasse bereits zugesagt hat - reichen für Grundreinigung und Aufstellung der Bücher in Magazinschränken gemäß Verwahrvertrag in der Flohburg, dem künftigen Standort der St. Blasii-/Himmelgarten-Bibliothek Die Optimierung der dortigen Klimatechnik und kleinere Posten sollten aus Haushaltsmitteln gedeckt werden.
Darüber hinaus sollen im laufenden Jahr vor allem auch strukturell entscheidende Aufgaben gelöst und Projekte vorangetrieben werden. Da steht an erster Stelle die Verbesserung der aktuellen Räumlichkeiten des Stadtarchivs. Wir sollten die Außenmauern angehen – wo es nach teilweise heftig bröselt und Mineralsalze ausblühen - und die Rettungsvorkehrungen, z.B. Sensoren für Wasser und Rauch - optimieren; so Dr. Theilemann weiter.
Auf Synergie und Kooperation setze man bei der Suche nach langfristig geeigneten Archivräumen. Mit anderen Archiven der Region, insbesondere mit dem des Landratsamtes, sowie unterschiedlichen Zwischenarchiven und Depots in der Stadtverwaltung sei man dazu im Gespräch. Am Ende sollte ein durchgerechnetes Konzept stehen für eine gemeinsame, zeitgemäße Archivierungslösung für Stadt und Landkreis. Dabei müssen wir uns auch der externen Fachexpertise bedienen, insbesondere bei der Standortbewertung von Altbauten aus städtischem Besitz im Abgleich mit Neubaukosten..
Geplant für das laufende Jahr sei die Umsetzung eines bewilligten Retrokonversionsprojekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Umfang von 5500 Euro. Wir wollen die zum Teil mehr als 100 Jahre alten Papier-Register in die Archivsoftware ‚Augias‘ überführen. Dazu müssen sämtliche Register gescannt und abgetippt – dies erledigen Dienstleister – und dann in die Software eingepflegt- sowie mit anderen Findmitteln abgeglichen werden. Schwerpunkt der Register ist die Regestensammlung des damaligen Stadtarchivars Hermann Heineck, an der sein Vorgänger Paul Oßwald und er zwischen 1890 und den 1930er Jahren gearbeitet haben.
Parallel müsse man für die Urkunden der Stadt die Konservierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen fortsetzen, an denen seit längerem gearbeitet werde. Mit Hilfe von Spenden für unsere ‚Kellerkinder‘, mit Drittmitteln, Haushaltsgeldern und hoffentlich mit Unterstützung der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung sollen die rund 2500 Urkunden des Stadtarchivs besser verpackt, gelagert und ihre Abbildungen langfristig in die europaweit verfügbare Urkundendatenbank www.monasterium.net eingespeist werden, betonte Dr. Theilemann.
Wichtig sei nicht zuletzt auch die Stabilisierung der erreichten Haushaltsergebnisse, die sich in den letzen beiden Jahren deutlich gehoben hätten. Wir wollen in unserer Dienstleistung natürlich ökonomisch vernünftig handeln. Ordentliche Leistung sollte erschwinglich sein, aber auch nicht unter Wert verschleudert werden, so der Stadtarchivar.
Auf der Agenda von Dr. Theilemann und seiner Kollegin Manuela Schmidt stehen darüber hinaus die Übernahme des Nachlasses des 2013 verstorbenen Rainer Hellberg, von Unterlagen des früheren Oberbürgermeisters Dr. Manfred Schröter, des so genannten Vorlasses des ehemaligen Kreiskatecheten und früheren Kreistagsmitgliedes Herbert Gerhardt sowie u.a. Spenden und Schenkungen aus der Bevölkerung.
Darüber hinaus wird die Produktion der seit über 20 Jahren vom Stadtarchiv quartalsweise herausgegebenen Nordhäuser Nachrichten nicht vernachlässigt, sondern vielmehr durch zusätzliche Seiten und Reproduktionen noch ausgebaut werden.
Nicht zuletzt müsse bei all diesen Herausforderungen die Personaldecke im Archiv gefestigt werden. Dafür brauche es weiteres ehrenamtliches Engagement, möglichst auch Bundesfreiwillige. Jedenfalls werde ab dem Sommer eine junge Archivstudentin aus Potsdam für ein halbes Jahr wichtige Hilfe im Stadtarchiv leisten.
Autor: redStemmen müsse man vor allem die Finanzierung der Rückkehr der St. Blasii-/Himmelgarten-Bibliothek. Diese ist derzeit im Wittenberger Augustinerkloster untergebracht.
Die benötigten Mittel sollen zum überwiegenden Teil aus Drittmitteln aufgebracht werden. Dazu hat der Oberbürgermeister gut 35.000 Euro Fördermittel beantragt bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien im Rahmen des Programms ‚Reformationsjubiläum 2017‘, bei der Kulturstiftung der Sparkassen ‚Hessen-Thüringen‘ sowie bei der Stiftung Kreissparkasse Nordhausen. Das sagte jetzt Nordhauens Stadtrachivar Dr. Wolfram Theilemann.
Das Geld müsse - neben dem eigentlichen Rücktransport, dessen Finanzierung die Stiftung Kreissparkasse bereits zugesagt hat - reichen für Grundreinigung und Aufstellung der Bücher in Magazinschränken gemäß Verwahrvertrag in der Flohburg, dem künftigen Standort der St. Blasii-/Himmelgarten-Bibliothek Die Optimierung der dortigen Klimatechnik und kleinere Posten sollten aus Haushaltsmitteln gedeckt werden.
Darüber hinaus sollen im laufenden Jahr vor allem auch strukturell entscheidende Aufgaben gelöst und Projekte vorangetrieben werden. Da steht an erster Stelle die Verbesserung der aktuellen Räumlichkeiten des Stadtarchivs. Wir sollten die Außenmauern angehen – wo es nach teilweise heftig bröselt und Mineralsalze ausblühen - und die Rettungsvorkehrungen, z.B. Sensoren für Wasser und Rauch - optimieren; so Dr. Theilemann weiter.
Auf Synergie und Kooperation setze man bei der Suche nach langfristig geeigneten Archivräumen. Mit anderen Archiven der Region, insbesondere mit dem des Landratsamtes, sowie unterschiedlichen Zwischenarchiven und Depots in der Stadtverwaltung sei man dazu im Gespräch. Am Ende sollte ein durchgerechnetes Konzept stehen für eine gemeinsame, zeitgemäße Archivierungslösung für Stadt und Landkreis. Dabei müssen wir uns auch der externen Fachexpertise bedienen, insbesondere bei der Standortbewertung von Altbauten aus städtischem Besitz im Abgleich mit Neubaukosten..
Geplant für das laufende Jahr sei die Umsetzung eines bewilligten Retrokonversionsprojekts der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Umfang von 5500 Euro. Wir wollen die zum Teil mehr als 100 Jahre alten Papier-Register in die Archivsoftware ‚Augias‘ überführen. Dazu müssen sämtliche Register gescannt und abgetippt – dies erledigen Dienstleister – und dann in die Software eingepflegt- sowie mit anderen Findmitteln abgeglichen werden. Schwerpunkt der Register ist die Regestensammlung des damaligen Stadtarchivars Hermann Heineck, an der sein Vorgänger Paul Oßwald und er zwischen 1890 und den 1930er Jahren gearbeitet haben.
Parallel müsse man für die Urkunden der Stadt die Konservierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen fortsetzen, an denen seit längerem gearbeitet werde. Mit Hilfe von Spenden für unsere ‚Kellerkinder‘, mit Drittmitteln, Haushaltsgeldern und hoffentlich mit Unterstützung der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung sollen die rund 2500 Urkunden des Stadtarchivs besser verpackt, gelagert und ihre Abbildungen langfristig in die europaweit verfügbare Urkundendatenbank www.monasterium.net eingespeist werden, betonte Dr. Theilemann.
Wichtig sei nicht zuletzt auch die Stabilisierung der erreichten Haushaltsergebnisse, die sich in den letzen beiden Jahren deutlich gehoben hätten. Wir wollen in unserer Dienstleistung natürlich ökonomisch vernünftig handeln. Ordentliche Leistung sollte erschwinglich sein, aber auch nicht unter Wert verschleudert werden, so der Stadtarchivar.
Auf der Agenda von Dr. Theilemann und seiner Kollegin Manuela Schmidt stehen darüber hinaus die Übernahme des Nachlasses des 2013 verstorbenen Rainer Hellberg, von Unterlagen des früheren Oberbürgermeisters Dr. Manfred Schröter, des so genannten Vorlasses des ehemaligen Kreiskatecheten und früheren Kreistagsmitgliedes Herbert Gerhardt sowie u.a. Spenden und Schenkungen aus der Bevölkerung.
Darüber hinaus wird die Produktion der seit über 20 Jahren vom Stadtarchiv quartalsweise herausgegebenen Nordhäuser Nachrichten nicht vernachlässigt, sondern vielmehr durch zusätzliche Seiten und Reproduktionen noch ausgebaut werden.
Nicht zuletzt müsse bei all diesen Herausforderungen die Personaldecke im Archiv gefestigt werden. Dafür brauche es weiteres ehrenamtliches Engagement, möglichst auch Bundesfreiwillige. Jedenfalls werde ab dem Sommer eine junge Archivstudentin aus Potsdam für ein halbes Jahr wichtige Hilfe im Stadtarchiv leisten.

