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Fr, 20:25 Uhr
24.01.2014

Thüringer Linke: Affront durch Zeh

Als einen "ungeheuerlichen Affront gegenüber all denen, die seit Jahren engagiert gegen Neonazismus und Faschismus kämpfen", bezeichnet die Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE, Katharina König, das Agieren des Nordhäuser Oberbürgermeisters Klaus Zeh...


"Eine demokratische Gedenkkultur und die erinnernde Mahnung an die alliierten Bombenangriffe zum Ende des Zweiten Weltkrieges auf deutsche Städte diskutiert man nicht mit denjenigen, die unter dem Schlagwort 'Bombenholocaust' die Revision der Geschichte anstreben und die Vernichtung der Juden durch den deutschen Nationalsozialismus leugnen", stellt Katharina König klar.

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Der Oberbürgermeister Klaus Zeh hatte Stadträte, Schulleiter und das Bündnis gegen Rechts zu einer Diskussion zum Thema "Gedenkkultur in Vorbereitung des Gedenkens der Zerstörung der Stadt Nordhausen" eingeladen. Gekommen waren unter anderem auch drei nicht geladene Neonazis. Unter diesen Bedingungen lehnte das Bündnis gegen Rechts eine weitere Teilnahme ab und verließ die Veranstaltung. Oberbürgermeister Zeh sah aber keine Veranlassung, die Teilnahme nicht geladener Neonazis zu beenden und beteiligte diese an der Veranstaltung.

"Dass ein Oberbürgermeister lieber auf die Teilnahme im Kampf gegen Neonazismus engagierter und eingeladener Menschen zugunsten nicht geladener Neonazis verzichtet, ist ein Skandal. Die Neonazis werden sich ins Fäustchen lachen, denn ihre Strategie, sich als Gesprächspartner zu etablieren, wurde durch Klaus Zeh umgesetzt und die Zivilgesellschaft gleich noch über Bord geworfen", so König.

Während nicht allein unterschiedlichste Parteien im Wahljahr 2014 immer wieder auf die Gefahr, welche durch NPD und Neonazis ausgeht, hinweisen, führe das Verhalten von Herrn Zeh zu ihrer Legitimation. König nennt das Agieren von Herrn Zeh "kontraproduktiv im gemeinsamen Agieren gegen Rechts".

Katharina König kritisiert aber auch, dass durch den Oberbürgermeister weder die Thüringer Landeszentrale für politische Bildung noch die Gedenkstätte Mittelbau-Dora eingeladen wurden. Stattdessen aber die sächsische Landeszentrale für politische Bildung, die im Herbst des vergangenen Jahres die NPD zu einer Podiumsdiskussion eingeladen hatte.
Autor: red

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Kommentare
Gerd S.
24.01.2014, 20:42 Uhr
Fr könig - laut linke sachsen mit falscher herangehensweise!
Auch hier nochmal die meinung der linke sachsen, die ich richtig finde

„Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit diskriminierenden und menschenverachtenden Ansichten ist dringend nötig. Denn Verbote kratzen nur an der Oberfläche, ohne dass sich die Anzahl von Neonazis dadurch irgendwie verringern würde. Nazismus ist eine Ideologie und spielt sich daher in den Köpfen der Menschen ab. Also dort, wo Verbote nicht greifen können.“

Wenn hr greiner den link zulast kann man mehr unter

http://blog.dielinke-sachsen.de/2009/10/20/verbote-sind-die-falsche-herangehensweise-im-umgang-mit-neonazis/

sehen.

Machen die Linke sachsen jetzt seit jahren einen affront, Fr König???
Rainer H.
24.01.2014, 21:57 Uhr
Auftritt DIE LINKE Frau König überzogen
Sehr geehrte Frau König,

ihr Abgang war leider sehr unprofessionel und zeigt, ein weglaufen vor Problemen. Statt Nazis auszugrenzen oder mit Slogan Nazis raus zu belegen, sollten sie lieber versuchen, diese verwirrten Geister auf die richtige Bahn zu bringen. Wo sollen den die Nazis hin? Aufklärung und Gespräche mit den Nazis, hat immer wieder viele von denen zum Umdenken gebracht.

Ich hoffe sie kehren zu einem vernünftigen Dialog zurück!

Lorenz G.
Galoppi
24.01.2014, 22:14 Uhr
Ungeheuerliche Polemik von König
@Schröder: Danke für den Hinweis!

Dass eine Landtagsabgeordnete solch unsubstantiierte Vorwürfe gegen den Nordhäuser OB richtet, ist ungeheuerlich. Frau König scheint den „Stein des Weisen“ im Kampf gegen politische Extremisten zu besitzen. Alle anderen Herangehensweisen werden als „kontraproduktiv“ diffamiert. Doch wie man sieht, liegt Frau König also noch nicht mal mit ihren Genossen auf einer Linie…

Anstelle sich im Wahljahr auf dem Rücken der Nordhäuser zu profilieren, wäre Frau König im letzten Jahr besser zur Kundgebung gegen den NPD-Aufmarsch gekommen! Dort haben auch parteiungebundene Nordhäuser wie ich gezeigt, was sie von rechtsextremistischem Gedankengut halten. Es waren aber auch Vertreter von SPD, FDP, Linke, CDU und Grüne anwesend und auch der OB hat sehr klar gesagt, dass wir ein solches Gedankengut in unserer Stadt nie wieder haben wollen.

Hier hätte ich mir die Teilnahme von Fr. König gewünscht, anstelle jetzt aus der Ferne über Dinge zu urteilen ohne sich ausreichend informiert zu haben. Wenn man die Pressemitteilung der Stadt liest, kann man nur eines feststellen: Kontraproduktiv und den Nordhäusern wenig hilfreich sind nur Ihre vorschnellen und ungeheuerlich polemischen Äußerungen, Frau König!
Thomas Fichtner
25.01.2014, 00:53 Uhr
Welche Politik man in Nordhausen...
beim Umgang mit rechtem Gedankengut an den Tag legt wird einem klar, wenn man den Mantel des Schweigens kennt, der z.B. Anfang November zum Gedenken der Reichsprogomnacht auf Wunsch der Stadt und Kreisoberen, unter Absprache(!) mit den Medien, über eine Schändung der Stele an der Stelle der ehemaligen Synagoge mit einem Hakenkreuz gelegt wurde.

Man schweigt so Sachen halt lieber tot, weil man nicht möchte das Nordhausen deswegen wieder einmal in den Medien auftaucht.

DAS ist, trotz der rührenden Rede des Herrn Dr. Zeh an dem Tag und seiner tief betroffenen Entschuldigung, der wahre Skandal!
Und das dies von der lokalen CDU, Linke (!!!), SPD usw. gemeinsam getragen wurde und die Medien sich so einnorden ließen.

Das verursacht richtigen Brechreiz!
Gudrun1974
25.01.2014, 08:56 Uhr
Nicht geifern Herr Fichtner ...
..., sondern alles sagen: Der anwesende Landesrabbiner wurde beim Entdecken der Schmierereien sofort informiert und das weitere Vorgehen besprochen.
Retupmoc
25.01.2014, 10:20 Uhr
Kranke Gesellschaft
Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Dr. Zeh - aber hier hat er Recht. Man kann andere Meinungen und Ansichten nicht mit Gewalt bekämpfen, sondern man muss seinen ( besseren ) Standpunkt überzeugend vertreten.

Ich frage mich sowieso, was die Linken hier zu müffeln haben. Sind die Linken nicht die Nachfolger der SED? Der Partei, die an der Grenze Menschen ermordern liess? Die Partei, die solche Bauwerke wie Torgau und Bautzen mit Gefangenen vollstopfte, nur weil die etwas gegen den SED - Staat sagten? Und waren es auch nicht die Leute, die eine Stasi einsetzen, um die Menschen zu bespitzeln? Also mal an die eigene Vergangenheit denken. Übrigens sind es auch heute noch in der Vielzahl linke Leute, die auf der Straße Polizisten attackieren und Autos anzünden.

Was allerdings die Gedenken im April betrifft - Herr Dr. Zeh, da irren Sie auch gewaltig. Keine Frage , gerade hier ( Dora ) sind Verbrechen geschehen, an die man eigentlich jeden Tag gedenken sollte. Massenmord, Zwangsarbeit usw. ! Das darf man nie vergessen. Dafür sind auch Gedenktage sehr wichtig. Die Nazis haben über dieses Land Dunkelheit gebraccht.

ABER ... ich gedenke auch an diesem Tag der Schwester meiner Mutter, die mit ihr zusammen aus der bombardierten, brennenden Stadt flüchtete und hinter Bielen von einem Tiefflieger erschossen wurde. Sie war damals 12 Jahre alt. Auch dieses Verbrechen darf man nicht vergessen.

Und noch etwas Herr Dr. Zeh - ihre Partei ( Layen und Merkel ) erziehen heute Minderjährige zum Dienst an der Waffe. Haben die noch nichts kapiert? Was sagen Sie dazu? Ist daas richtig ?
gotfried weise
25.01.2014, 17:21 Uhr
mal nachgedacht
ohne auf die Kommentare weiter eingehen zu wollen, sei mit gestattet, das Herr Schröder und diesmal auch der Herr retupmoc es auf den Punkt gebracht haben.

Im Stadtrat sind seit den letzten Wahlen die Vertreter der NPD mit einem Sitz präsent.
Innerhalb dieser Zeit haben der jeweilige Vertreter dieser Partei gelebte Demokratie erleben müssen, ob er es wollten oder nicht.

Der Erste NPD Stadtrat hieß Kreuzer. Er ist nun nicht mehr Mitglied der NPD und auch seit gut zwei Jahren auch kein Stadtrat mehr. Er hat offensichtlich seine Rechten Positionen aufgegeben, als inzwischen Parteiloser.
Sein Nachfolger, ist als wesentlich gefährlicher in der rechten Szene einzuschätzen. Aber was soll es, auch er soll aus der NPD ausgetreten sein.

Ich möchte hier um Gottes willen nicht die Gefährlichkeit der Nordhäuser NPD und Ihrer Anhänger herunter spielen. Aber das Argument, dass unsere Nordhäuser Stadträte aller Fraktionen, Demokratie vorgelebt haben, dass sie bei ihrer Verachtung gegenüber rechtsextremen Meinungen und deren Vertretern keinen Spielraum offen ließen, ist doch nicht von der Hand zu weisen. Es sorgte, ob das in diesem oder irgend einem anderen Podium zerredet wird, oder nicht, zumindest bei dem relativ jungen Herrn Kreuzer für ein Umdenken und ein Verlassen dieser Partei. Bei seinem Nachfolger im Stadtrat, wage ich das nicht so anzunehmen, den werden wir in neugegründeten Parteien mit noch nicht ganz so offensichtlichen rechtsextremen Gedankengut wiederfinden.

Ich möchte hier ausdrücklich sagen, nur das Vorleben einer funktionierenden Demokratie und sich dem Dialog zu stellen, eröffnet die Chancen Jugendliche von einem derart irregeleiteten Kurs, wie diesem Rechtsradikalismus abzubringen.

Wegzulaufen weil sie da sind ist Populismus, oder Feigheit, oder wegen mir auch eine sehr unüberlegte Überheblichkeit. Wiedermal so ganz am Rande sei erwähnt, so lange Nordhäuser Bürger einer rechtsextremen Partei mehr als 5% der Stimmen bei der letzten Bundestagswahl gegeben haben und einer Partei, die die Freiheit schon im Namen trägt nur knapp 3% von den Wählerstimmen erhielt, kann ich mich nur damit trösten, dass es wahrscheinlich die Wähler waren, für die auf der Pizzapackung geschrieben steht: "Die Plastefolie vor dem Verzehr entfernen."
I.H.
25.01.2014, 19:41 Uhr
Ich würde mal auf Stink-Überheblichkeit tippen! @Gotfried Weise
Wenn ich so was lese, dann bekomme ich einerseits Fußpilz und andererseits das große Lachen : " ... und einer Partei, die die Freiheit schon im Namen trägt nur knapp 3% von den Wählerstimmen erhielt, kann ich mich nur damit trösten, dass es wahrscheinlich die Wähler waren, für die auf der Pizzapackung geschrieben steht: "Die Plastefolie vor dem Verzehr entfernen."

Oh ja, 97% der Wähler können keine Plastefolie vor dem Verzehr von der Pizzapackung entfernen, nur weil sie keine Nordhäuser-FDP wählen! Na wenn das mal nicht eine belastbare Aussage der Nordhäuser-FDP ist - was dann? Sie tun mir nur noch leid G.W.!
Wolfi65
25.01.2014, 20:43 Uhr
@Praedator
Welches Ziel Sie auch immer hier verfolgen wollen. Mit Ihrer aggressiven Art und Weise werden Sie Schiffbruch erleiden. Die Weisheit haben Sie nicht gepachtet und anhand Ihrer Zeilen kann deutlich entnehmen, dass Sie irgendwie nicht mit der Materie klar kommen. In alle Richtungen beißen und kratzen steht nur den Wölfen zu. MFG Wolfi65
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