Do, 13:15 Uhr
23.01.2014
Holz unterm Hammer
Am Dienstag und Mittwoch dieser Woche führte ThüringenForst im Forsthaus Erfurt-Willrode die diesjährige Laub- und Nadelholzsubmission durch. Und da waren auch Hölzer aus dem Thüringer Norden dabei...
Die teuerste Eiche aus dem Südharz aus der Tiefenbach bei Wollersleben. Nicht die Stärke gab hier den Ausschlag, sondern ein enger Jahrringbau und ein fehlerfreier Stammmantel waren wichtiger.
Schriftliche Gebote konnten für die Gesamtholzmenge losweise von 1.537 Festmeter bis zum 21. Januar 2014 abgegeben werden. Das Forstamt Bleicherode-Südharz beteiligte sich mit 86 Festmetern Beststämmen von Laub- und Nadellanghölzern.
Erstmals waren 15 Festmeter aus dem ab 2014 neu zugeordnetem Forstrevier Großfurra im Kyffhäuserkreis dabei. Mengenmäßig wurde das Angebot aus dem nördlichsten Forstamt in Thüringen von Traubeneiche und Gemeiner Esche angeführt. Aber auch Raritäten wie Elsbeere und Ulme waren mit von der Partie.
Die ausgesuchte Stammware kam aus allen Regionen des Südharzes und aus allen drei Eigentumsformen, dem Privat-, Kommunal- und Staatswald, vor allem aus dem Harz, aus der Hainleite und vom Fronderöder Holz, sowie erstmals aus dem Helbetal bei Dietenborn.
Die Verkaufserlöse zu 2013 sind weitestgehend gleich geblieben, wobei der Trend zu dunkleren Hölzern weiter anhält. Weiße Hölzer, wie Rotbuche, werden zur Zeit nicht optimal abverkauft, was den Preis für 180 Jahre Premiumware angeht. Der Durchschnittserlös von knapp 370 €/fm kann sich sehen lassen.
Fehlerfreie und starke Europäische Lärche lief auch nicht schlecht, wie diese Walze von Mühlenstieg auf dem Nonnenforst im Forstrevier Christianenhaus im Thüringer Harz.
Die Amplitude ist natürlich immens groß. So erzielte eine Elsbeere von einem Helbehang 1.389 €/fm. Am gleichen Standort brillierte ein Bergahorn mit 911 €/fm und füllt das Stadtsäckel eines kommunalen Waldeigentümers. Beim Ergebnisträger Eiche kam der am höchsten bebotene Erdstamm aus der Tiefenbach bei Wollersleben. Immerhin 762 €/fm fällt dem Fiskus zu.
Eine Riesenesche aus einem Seitental des Steinmühlentales bei Appenrode im Forstrevier Rothesütte stellte bei Bringung und Transport hohe Anforderungen an Rücker und Langholzfahrer. Diese Esche maß am Stammfuß über einen Meter, wog mindestens 6 Tonnen und war mit reichlich 176 Jahren ein Altbaum mit gigantischen Ausmaßen, eben ein wahrer Weltenbaum.
Solche Gewichte für einzelne Stammhölzer sind eher die Ausnahme und für Holzrückung und Holztransport schon grenzwertig. Ein Furnierwerk aus dem Maingebiet war der Erwerber. Der Erlös von knapp 2.000 Euro für den Ganzstamm ist umso erfreulicher, da die Esche durch das Eschentriebsterben in Europa auf dem Holzmarkt verstärkt präsent ist.
Der Meistgebotsverkauf 2014 in Erfurt war für Waldeigentümer und Förster wieder ein Höhepunkt und ein voller Erfolg. Fazit: Holz hat Konjunktur.
Klaus-W. Brüggemann
Autor: redDie teuerste Eiche aus dem Südharz aus der Tiefenbach bei Wollersleben. Nicht die Stärke gab hier den Ausschlag, sondern ein enger Jahrringbau und ein fehlerfreier Stammmantel waren wichtiger.
Schriftliche Gebote konnten für die Gesamtholzmenge losweise von 1.537 Festmeter bis zum 21. Januar 2014 abgegeben werden. Das Forstamt Bleicherode-Südharz beteiligte sich mit 86 Festmetern Beststämmen von Laub- und Nadellanghölzern.
Erstmals waren 15 Festmeter aus dem ab 2014 neu zugeordnetem Forstrevier Großfurra im Kyffhäuserkreis dabei. Mengenmäßig wurde das Angebot aus dem nördlichsten Forstamt in Thüringen von Traubeneiche und Gemeiner Esche angeführt. Aber auch Raritäten wie Elsbeere und Ulme waren mit von der Partie.
Die ausgesuchte Stammware kam aus allen Regionen des Südharzes und aus allen drei Eigentumsformen, dem Privat-, Kommunal- und Staatswald, vor allem aus dem Harz, aus der Hainleite und vom Fronderöder Holz, sowie erstmals aus dem Helbetal bei Dietenborn.
Die Verkaufserlöse zu 2013 sind weitestgehend gleich geblieben, wobei der Trend zu dunkleren Hölzern weiter anhält. Weiße Hölzer, wie Rotbuche, werden zur Zeit nicht optimal abverkauft, was den Preis für 180 Jahre Premiumware angeht. Der Durchschnittserlös von knapp 370 €/fm kann sich sehen lassen.
Fehlerfreie und starke Europäische Lärche lief auch nicht schlecht, wie diese Walze von Mühlenstieg auf dem Nonnenforst im Forstrevier Christianenhaus im Thüringer Harz.
Die Amplitude ist natürlich immens groß. So erzielte eine Elsbeere von einem Helbehang 1.389 €/fm. Am gleichen Standort brillierte ein Bergahorn mit 911 €/fm und füllt das Stadtsäckel eines kommunalen Waldeigentümers. Beim Ergebnisträger Eiche kam der am höchsten bebotene Erdstamm aus der Tiefenbach bei Wollersleben. Immerhin 762 €/fm fällt dem Fiskus zu.
Eine Riesenesche aus einem Seitental des Steinmühlentales bei Appenrode im Forstrevier Rothesütte stellte bei Bringung und Transport hohe Anforderungen an Rücker und Langholzfahrer. Diese Esche maß am Stammfuß über einen Meter, wog mindestens 6 Tonnen und war mit reichlich 176 Jahren ein Altbaum mit gigantischen Ausmaßen, eben ein wahrer Weltenbaum.
Solche Gewichte für einzelne Stammhölzer sind eher die Ausnahme und für Holzrückung und Holztransport schon grenzwertig. Ein Furnierwerk aus dem Maingebiet war der Erwerber. Der Erlös von knapp 2.000 Euro für den Ganzstamm ist umso erfreulicher, da die Esche durch das Eschentriebsterben in Europa auf dem Holzmarkt verstärkt präsent ist.
Der Meistgebotsverkauf 2014 in Erfurt war für Waldeigentümer und Förster wieder ein Höhepunkt und ein voller Erfolg. Fazit: Holz hat Konjunktur.
Klaus-W. Brüggemann



