Di, 11:04 Uhr
21.01.2014
"Du bist, was du isst"
Gute Vorsätze haben zu Jahresbeginn Hochkonjunktur und die Gesundheit spielt dabei meist eine große Rolle. So beschließt fast die Hälfte aller Deutschen alljährlich, sich in den kommenden zwölf Monaten gesünder zu ernähren. Zum neuen Jahr haben Thüringens Apothekerinnen und Apotheker deshalb wertvolle Tipps parat...
"Gesund essen: Das heißt in erster Linie abwechslungsreich und ausgewogen essen. Kohlehydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe: unser Körper benötigt sie alle – es kommt auf die Menge und den richtigen Mix an. Beides variiert je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebenssituation. Mehr als auf die Kalorienzahl sollte man daher auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel achten", erklärt Apothekerin Andrea Seifert, Pressesprecherin der Region Nordhausen.
"Essen ist aber nicht zuletzt auch Geschmackssache. Am besten orientiert man sich deshalb an der dreidimensionalen Ernährungspyramide, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) entwickelt hat", empfiehlt Seifert: "An ihr kann man nicht nur die empfohlenen Mengen, sondern auch den ernährungsphysiologischen Wert der unterschiedlichen Nahrungsmittelgruppen ablesen".
Das wichtigste Lebensmittel ist Flüssigkeit: rund 1,5 Liter sollte man pro Tag trinken, bevorzugt Wasser. Alkohol ist ein Genussmittel und sollte nur selten in kleinen Mengen konsumiert werden. Kohlehydratreiche Getreideprodukte und Kartoffeln liefern Energie, am besten mehrmals täglich. Ideal sind Vollkornprodukte: sie decken auch den Bedarf an Ballaststoffen ab und senken bereits ab 40 bis 50 g pro Tag das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Darmkrebs. Obst und Gemüse enthalten Vitamine und Mineralstoffe.
Fünf Portionen am Tag empfiehlt die DGE, am besten ungeschält oder als Saft – und möglichst frisch. Täglich essen sollte man auch (fettarme) Milch oder Milchprodukte, sie liefern Eiweiß und Mineralstoffe. Sahne und Eis zählen leider nicht: Sie enthalten zu viel Fett und/oder Zucker. Fisch darf ein- bis zweimal wöchentlich verzehrt werden, er liefert u. a. wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Die Obergrenze für Fleisch und Wurstwaren liegt bei 300 bis 600g pro Woche, wer ganz verzichtet, verringert deutlich sein Risiko für Herzerkrankungen.
Maßhalten gilt auch für Eier: drei pro Woche sind genug. Fett und fettreiche Lebensmittel liefern zwar wertvolle Fettsäuren, können aber dick machen: daher sparsam verwenden. Pflanzliche Fette und Öle (Raps, Soja) sind generell vorzuziehen. Nur gelegentlich erlaubt sind Zucker, zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel. Auch mit Salz sollte man sparsam umgehen: Zum Würzen eignen sich Kräuter ebenso gut.
"Für Einkauf, Lagerung und Zubereitung gilt: je frischer und je weniger verarbeitet, desto wertvoller ist ein Produkt", weiß die Apothekerin: "Tiefkühlkost (keine Fertiggerichte!) kann eine gute Alternative sein, sofern die Kühlkette nicht unterbrochen wurde und die Verpackung intakt ist." Wer Inhaltsstoffe und Geschmack erhalten will, gart nur kurz bei niedrigen Temperaturen und mit wenig Wasser oder Fett. Bewusst und ohne Ablenkung genossen, schmeckt das Essen nicht nur besser, sondern macht auch schneller satt und ist oft bekömmlicher.
Geistig und körperlich fit und leistungsfähig bleibt nicht zuletzt, wer sich ausreichend bewegt: 30 bis 60 aktive Minuten pro Tag sollten es mindestens sein. Wer sich – etwa aufgrund bestimmter Krankheiten – unsicher ist, was er essen kann, kann sich in der Apotheke beraten lassen. Viele Apotheken bieten sogar einen ausführlichen Ernährungscheck mit individueller Beratung an.
Autor: red"Gesund essen: Das heißt in erster Linie abwechslungsreich und ausgewogen essen. Kohlehydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe: unser Körper benötigt sie alle – es kommt auf die Menge und den richtigen Mix an. Beides variiert je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebenssituation. Mehr als auf die Kalorienzahl sollte man daher auf die Inhaltsstoffe der Lebensmittel achten", erklärt Apothekerin Andrea Seifert, Pressesprecherin der Region Nordhausen.
"Essen ist aber nicht zuletzt auch Geschmackssache. Am besten orientiert man sich deshalb an der dreidimensionalen Ernährungspyramide, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) entwickelt hat", empfiehlt Seifert: "An ihr kann man nicht nur die empfohlenen Mengen, sondern auch den ernährungsphysiologischen Wert der unterschiedlichen Nahrungsmittelgruppen ablesen".
Das wichtigste Lebensmittel ist Flüssigkeit: rund 1,5 Liter sollte man pro Tag trinken, bevorzugt Wasser. Alkohol ist ein Genussmittel und sollte nur selten in kleinen Mengen konsumiert werden. Kohlehydratreiche Getreideprodukte und Kartoffeln liefern Energie, am besten mehrmals täglich. Ideal sind Vollkornprodukte: sie decken auch den Bedarf an Ballaststoffen ab und senken bereits ab 40 bis 50 g pro Tag das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Darmkrebs. Obst und Gemüse enthalten Vitamine und Mineralstoffe.
Fünf Portionen am Tag empfiehlt die DGE, am besten ungeschält oder als Saft – und möglichst frisch. Täglich essen sollte man auch (fettarme) Milch oder Milchprodukte, sie liefern Eiweiß und Mineralstoffe. Sahne und Eis zählen leider nicht: Sie enthalten zu viel Fett und/oder Zucker. Fisch darf ein- bis zweimal wöchentlich verzehrt werden, er liefert u. a. wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Die Obergrenze für Fleisch und Wurstwaren liegt bei 300 bis 600g pro Woche, wer ganz verzichtet, verringert deutlich sein Risiko für Herzerkrankungen.
Maßhalten gilt auch für Eier: drei pro Woche sind genug. Fett und fettreiche Lebensmittel liefern zwar wertvolle Fettsäuren, können aber dick machen: daher sparsam verwenden. Pflanzliche Fette und Öle (Raps, Soja) sind generell vorzuziehen. Nur gelegentlich erlaubt sind Zucker, zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel. Auch mit Salz sollte man sparsam umgehen: Zum Würzen eignen sich Kräuter ebenso gut.
"Für Einkauf, Lagerung und Zubereitung gilt: je frischer und je weniger verarbeitet, desto wertvoller ist ein Produkt", weiß die Apothekerin: "Tiefkühlkost (keine Fertiggerichte!) kann eine gute Alternative sein, sofern die Kühlkette nicht unterbrochen wurde und die Verpackung intakt ist." Wer Inhaltsstoffe und Geschmack erhalten will, gart nur kurz bei niedrigen Temperaturen und mit wenig Wasser oder Fett. Bewusst und ohne Ablenkung genossen, schmeckt das Essen nicht nur besser, sondern macht auch schneller satt und ist oft bekömmlicher.
Geistig und körperlich fit und leistungsfähig bleibt nicht zuletzt, wer sich ausreichend bewegt: 30 bis 60 aktive Minuten pro Tag sollten es mindestens sein. Wer sich – etwa aufgrund bestimmter Krankheiten – unsicher ist, was er essen kann, kann sich in der Apotheke beraten lassen. Viele Apotheken bieten sogar einen ausführlichen Ernährungscheck mit individueller Beratung an.

