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Di, 17:28 Uhr
14.01.2014

Stockhausens Platt (27)

nnz-Leser Horst-Dieter Stockhausen schreibt für sein Leben gern Gedichte. Am liebsten in Nordhäuser Platt. In seinen heutigen Versen widmet er sich dem Winter, der so garnicht nach Deutschland kommen will...

Wu bliewet dr Winter?

Was aessen mant mette Wetter luus?
Dos sitt doch nich noch Winter uus!
De Bliemchen gucken uus der Eere
als wutte es schunne Frielingk waere!
Un au de Knospens deuten aan
doss sie schunt uusjeschloofen ha´n.
Waenn Winter aes, heert Schnee dozu.
dos wor siet allen Zieten su!
Schnee jeheert nun mol zun Winter
´s gitt nich nur Ohle, ´s gitt doch au Kinder.
Die freien sich doch siet ewijen Johren
uff´s Schneeschuh- oder Schlittenfohren.
Un au de Buuern lauern druff
sonst frißt ´s Unjeziefer de Ernte uff.

Freilich, waenn kinn Winter aes
ha´n Liete inn Alltag wenijer Schtress
Me freiet sich, waemme inn Auto sitzt,
dos kinn Solz annen Unterboden schpritzt.
Schneeschippen aes au nich grade das,
wu ich sage, dos macht mich Spaß!
Au ich gucke ´n Schnee von dr Sieten aan,
doch ´s muss Alles sinne Richtichkeit haan!
Su doss ich rundum de Meinungk heere:
Aen poor Flocken kennten ´s ruhich waere!

Noch aesse awer noch nich su wiet
fern Schnee bliewet noch jenüjent Ziet.
wobei ich rings de Meinungk heere.
"Allzeschlimm kanns nich me waere!"
Denn wenn´s au nochmol schneit un friert,
dr Friehlingk kämmet garantiert.
Horst-Dieter Stockhausen, Nordhausen, 14.1.2014
Autor: red

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