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Fr, 12:01 Uhr
27.04.2001

WBG-Chronik: Bombenangriff hinterließ schweres Erbe

Stresemannring Nordhausen (nnz). Nordhausen gehörte nach dem zweiten Weltkrieg zu den am meißten zerstörten Städten Deutschlands. Entsprechend groß war in der Stadt die Wohnungsnot. Auch die bis dahin bestehenden drei Wohnungsbaugenossenschaften (Nordhäuser Spar- und Bauverein, Beamtenwohnungsverein, Sibano) hatten unter dem Bombeninferno fast bis zur völligen Vernichtung eines Teils ihres Wohnungsbestandes gelitten. Der Grundgedanke der Solidarität, der Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung mahnte in den bestehenden Gremien ein freiwilliges Zusammengehen in der Verwaltung an.
Die Bilanzen wurden bis 1953 noch einzeln geführt, erst nach den Beschlüssen der drei Generalversammlungen wurden mit Beginn des Jahres 1954 die Bilanzen zusammengeführt. Daraus entstand die „Nordhäuser Baugenossenschaft eGmbH“. Mit der Verordnung über die Umbildung gemeinnütziger und sonstiger Wohnungsbaugenossenschaften vom 14. März 1957 ergab sich für diese Genossenschaft eine neue Perspektive und der neue Name GWG Nordhausen. Die finanziellen Fördermaßnahmen, vor allem aber der Erlaß der Altschulden trugen dazu bei, der „GWG Nordhäuser Baugenossenschaft“ mehr Mittel zur Auflegung eines Neubauprogramms zu gewähren. So wurden als erstes auf eigenem Grund und Boden in der Thomas-Müntzer-Straße 96 Wohnungen und am Stresemannring weitere 47 Wohnungen gebaut. 1974 besaß die GWG 1.458 Wohnungen, davon 510 Neubau-Wohnungen, 106 Erbpächter und 75 Siedler. Auch und gerade diese Genossenschaft hatte sich durch ihre unterschiedliche Herkunft den neuen Bedingungen angepaßt und im Interesse ihrer Mitglieder unter den schwierigsten Bedingungen aller Genossenschaften Großes für sich und für die Stadt Nordhausen geleistet.
Neben der GWG wurden am 9. Mai 1954 im damaligen VEB Schlepperwerk Nordhausen die Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG) „8.Mai“ gegründet. In Heringen wurde schließlich 1956 die AWG „Ernst Thälmann“ ins Leben gerufen, aus der 1958 die AWG „Aufbau“ Nordhausen entstand. Diese drei Wohnungsbaugenossenschaften verschmolzen im Jahr 1974 zur Vereinigten Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft Nordhausen (VAWG).
Autor: nnz

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