Mi, 12:54 Uhr
08.01.2014
Sportschützen dominante Waffenträger
Die nnz veröffentlicht heute einen weiteren Beitrag zum Thema Heimatgeschichte und Gegenwart. Die Mehrzahl der erlaubnispflichtigen Schusswaffen gehört im Landkreis den derzeit über 800 Sportschützen. Der Schießsport hat in Nordhausen eine lange Tradition. Eine Betrachtung von Kurt Frank...
Schützenhaus in Nordhausen (Foto: Kurt Frank/Archiv)
Erste Hinweise auf ein Schießhaus am Frauenbergs-Stiegel deuten auf das Jahr 1602. Nachrichtlich belegt ist eine Gastronomie seit 1823.
Nordhausen. Uralt ist die Schützenkompanie, weiß Sportschütze Wolfgang Hasselbach und nennt 1420 als Gründungsjahr. Wenn im Mai 1879 die Schießstände der Schützenkompanie polizeilich geschlossen wurden, so hauptsächlich deshalb, weil die Bebauung der Schützenstraße (heute Dr.-Silberborth-Straße) das erforderte, schreibt Heimatforscher Fritz Schmalz in seinen Aufzeichnungen. Man benötigte sie nicht mehr, nachdem 1884 am Hüpedeweg ein neues Schützenhaus erbaut war.
Erste Hinweise auf ein Schießhaus am Frauenbergs-Stiegel verbinden sich mit dem Jahr 1602, bemerkt Schmalz. Es dürfte damit älter als das Rathaus gewesen sein. Anzunehmen ist, dass von Anfang an Gastronomie betrieben wurde. Nachrichtlich bestätigt wird es seit 1823, wo ein Gastwirt Friedrich Kleineberg genannt wird.1832 soll der Wirt zu einem Festessen eingeladen und vermerkt haben, er werde alles tun, um seine werte Gäste nach Kräften zu amüsieren. Mit mehreren Sorten edler Weine und Champagner vorzüglicher Qualität dürfte ihm das auch gelungen sein.
Heute führt der Straßenname "Zum Schützenhaus" direkt zum Objekt. 1884 errichtet, erfuhr es mehrere bauliche Veränderungen, erzählt Wolfgang Hasselbach. Es nennt sich Schießsportzentrum Nordhausen. Die Sportschützen aus Salza und der Rolandstadt üben dort. Das Haus verfügt auch über eine Lokalität. Sie ist Montag ab 18 Uhr, am Dienstag, Mittwoch und Freitag ab 16 Uhr und samstags ab 14 Uhr geöffnet. Sonntag und Donnerstag ist Ruhe. Preiswert kann der Gast hier auch Kaffee trinken oder einen schmackhaften Imbiss zu sich nehmen.
Die Straße Zum Schützenhaus führt heute direkt zum Schießsportzentrum Nordhausen, wo sich auch eine Lokalität befindet.
Zum Thema Waffen wäre noch zu bemerken: 179 erlaubnispflichtige Schusswaffen mehr als noch im Juli 2012, da waren 4712 offiziell registriert, sind im Landkreis derzeit zugelassen. Sie entfallen auf 1714 Waffenträger, 509 weniger als vor zwei Jahren. Ein Widerspruch? Mitnichten. Immer weniger Personen legen sich immer mehr Waffen zu. 164 Langwaffen (Gewehre) mehr als noch im Jahre 2012 befinden sich heute in Privatbesitz. Die Jäger, über 400 an der Zahl, sind nach den Sportschützen die zweithäufigsten Waffenträger. Einige von ihnen verfügen allein über sechs bis acht Waffen ganz legal.
Kurt Frank
Autor: red
Schützenhaus in Nordhausen (Foto: Kurt Frank/Archiv)
Erste Hinweise auf ein Schießhaus am Frauenbergs-Stiegel deuten auf das Jahr 1602. Nachrichtlich belegt ist eine Gastronomie seit 1823.Nordhausen. Uralt ist die Schützenkompanie, weiß Sportschütze Wolfgang Hasselbach und nennt 1420 als Gründungsjahr. Wenn im Mai 1879 die Schießstände der Schützenkompanie polizeilich geschlossen wurden, so hauptsächlich deshalb, weil die Bebauung der Schützenstraße (heute Dr.-Silberborth-Straße) das erforderte, schreibt Heimatforscher Fritz Schmalz in seinen Aufzeichnungen. Man benötigte sie nicht mehr, nachdem 1884 am Hüpedeweg ein neues Schützenhaus erbaut war.
Erste Hinweise auf ein Schießhaus am Frauenbergs-Stiegel verbinden sich mit dem Jahr 1602, bemerkt Schmalz. Es dürfte damit älter als das Rathaus gewesen sein. Anzunehmen ist, dass von Anfang an Gastronomie betrieben wurde. Nachrichtlich bestätigt wird es seit 1823, wo ein Gastwirt Friedrich Kleineberg genannt wird.1832 soll der Wirt zu einem Festessen eingeladen und vermerkt haben, er werde alles tun, um seine werte Gäste nach Kräften zu amüsieren. Mit mehreren Sorten edler Weine und Champagner vorzüglicher Qualität dürfte ihm das auch gelungen sein.
Heute führt der Straßenname "Zum Schützenhaus" direkt zum Objekt. 1884 errichtet, erfuhr es mehrere bauliche Veränderungen, erzählt Wolfgang Hasselbach. Es nennt sich Schießsportzentrum Nordhausen. Die Sportschützen aus Salza und der Rolandstadt üben dort. Das Haus verfügt auch über eine Lokalität. Sie ist Montag ab 18 Uhr, am Dienstag, Mittwoch und Freitag ab 16 Uhr und samstags ab 14 Uhr geöffnet. Sonntag und Donnerstag ist Ruhe. Preiswert kann der Gast hier auch Kaffee trinken oder einen schmackhaften Imbiss zu sich nehmen.
Die Straße Zum Schützenhaus führt heute direkt zum Schießsportzentrum Nordhausen, wo sich auch eine Lokalität befindet.
Zum Thema Waffen wäre noch zu bemerken: 179 erlaubnispflichtige Schusswaffen mehr als noch im Juli 2012, da waren 4712 offiziell registriert, sind im Landkreis derzeit zugelassen. Sie entfallen auf 1714 Waffenträger, 509 weniger als vor zwei Jahren. Ein Widerspruch? Mitnichten. Immer weniger Personen legen sich immer mehr Waffen zu. 164 Langwaffen (Gewehre) mehr als noch im Jahre 2012 befinden sich heute in Privatbesitz. Die Jäger, über 400 an der Zahl, sind nach den Sportschützen die zweithäufigsten Waffenträger. Einige von ihnen verfügen allein über sechs bis acht Waffen ganz legal.
Kurt Frank



