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Di, 13:29 Uhr
07.01.2014

nnz-Forum: „Totgeburt“, Teil 2

Der Leserbrief unter dem Titel "Totgeburt" hatte in der nnz-Leserschaft ein breites Echo ausgelöst. Dazu gibt es jetzt eine weitere Wortmeldung...

Lieber Herr Kleemann,

zunächst würde ich mir wünschen, dass Ihr inhaltlich sehr anregender und locker formulierter Beitrag vom Vortag jedem einzelnen Bundestagsabgeordneten aller Parteien zur Verfügung gestellt werden sollte, der sich an der bevorstehenden „Maut-Problematik“ im „Hohen Haus“ beteiligen wird. Ein Klasse-Beitrag!

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Auch ich vermute, dass die geplanten Einnahmen für die PKW aufgrund der Benutzung von Straßen gedacht sind, die aber bereits, wie Sie richtig bemerkten, bereits in der derzeitigen KfZ-Steuer stecken. Weil eben alle möglichen Fahrzeugtypen auf diesen Straßen unterwegs sind bzw. sein werden, sollte natürlich bei dem Thema „Maut“ auch eine zukünftige generelle Gleichbehandlung stattfinden, falls die Einführung irgendwann einmal tatsächlich Realität wird.

Unsere Polit- und Verkehrsexperten sprechen wohl derzeitig von einem erkennbaren Wachstum (Neuzulassungen) bei den Fahrzeugen mit „alternativem Antrieb“. Ich bin dagegen etwas skeptisch, weil die dafür notwendigen Rahmenbedingungen noch viel zu sehr in den Kinderschuhen stecken, um die Elektro,- Hybrid- bzw. Erdgas-Fahrzeuge sorglos auf die Reise zu schicken.

So sind zum Beispiel die Preise, Reichweiten und die Problematik mit den Ladesäulen noch nicht in dem richtigen Topf, um an die konventionellen Antriebsformen Anschluss halten zu können!
Nicht nur in der Nacht wird es z. B. bei den E- Autos auf Autobahnen Schwierigkeiten geben, wenn man als „Stromloser“ mit einem Abschleppseil und einer Kerze oder Taschenlampe winkend, andere Verkehrsteilnehmer erschreckend, um Hilfe bittet……

Das kann auch auf einer Landstraße zwischen zwei Dörfern am Tag passieren, wo das Vorhandensein einer Ladesäule unbekannt ist. Gegenüber vom Bahnhof in meiner Stadt (Eisenach) fällt mir seit einiger Zeit auf, dass stets zwei fahrerlose PkW stundenlang mit einer Säule verbunden sind, die scheinbar für eine Ausfahrt vorbereitet werden, die im Winter, lieber Herr Kleemann, schon nach ca. 80 km wieder auf die nächste Säule warten müssten, wo einige Stunden einzuplanen wären….

Ist das wirklich der richtige Weg in die Zukunft?

Zurück zur Maut: In unserem Land schreien förmlich die finanziell am Boden liegenden Kommunen nach Geld, um die wichtigsten Straßen, Brücken und Wege, die ein vielfach längeres Streckennetz als der Bund besitzen, halbwegs in Ordnung halten zu können. Dazu meine Vorschläge:
  • wenn schon Maut für PkW`s, dann für alle in Deutschland und EU-Staaten, abhängig nach Zeit und Strecke , ohne die Motorisierten höher als bisher zu belasten
  • LKW-Maut auf alle Typen und allen Bundesstraßen erweitern zukünftige E-Autos für Firmen steuermäßig an andere Vergleichsmodelle und nicht an den teureren EK-Preis orientieren, um den Verkauf besser anzukurbeln mit den „Verkehrseinnahmen“ sollten nicht die Haushaltslöcher, sondern die Schlaglöcher der Straßen und Wege gestopft werden!!
  • Auflösen der bestehenden Umweltzonen in den Städten, dafür aber die CO² -überbelasteten „Stinkerfahrzeuge“ zusätzlich besteuern, die gegenwärtig dieses Gebiet nicht befahren dürfen
  • wenn die anteilige Mehrwertsteuer aus allen Tankrechnungen auf alle Kommunen gerecht verteilt werden würde, hätten wir im Land dann bestimmt wieder eine intakte Infrastruktur...
Hans-Ullrich Klemm, Eisenach
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Paulinchen
07.01.2014, 18:24 Uhr
Ferdinand Piëch…
…ein Mann, der an sich jedem interessierten Autofahrer insbesondere den VW, PORSCHE und AUDI Besitzern bekannt sein sollte, wurde vor ca. zwei Jahren zum Thema: „Perspektive des Elektroautos“ im TV befragt.
Im Verlauf des Interviews lies er den Reporter wissen, dass zum Beispiel der VW Konzern, so lange wie er und, oder seine Familie dort noch die Weichen stellen, kein Geld für die Entwicklung für ein totales Elektroauto investieren wird. Er sieht im absoluten E-Auto keine Perspektive, dass es in den nächsten 70 – 80 Jahren dort ein Familienauto (!) geben wird. Die Perspektive von sparsamen Autos (Familienautos) liegt seiner Meinung nach, nur beim Dieselmotor, also bei einem Verbrennungsmotor. Hierauf werde der VW Konzern sein Hauptaugenmerk richten. Mit seinem damaligen VW LUPO war er selbst nicht recht zufrieden, weil auch dieser sich nicht schnell genug gerechnet hat und eben auch nicht familientauglich war.
Ich möchte dem jedoch hinzufügen, dass die Technik ganz sicher nicht stehen bleiben wird, aber warum sollen nicht auch Techniker und Ingenieure irgendwann mal an gewisse Grenzen stoßen.
Zukunft
07.01.2014, 18:34 Uhr
Nun stellt Euch mal vor
Was wäre, wenn in irgendeinem Forschungsinstitut dieser Welt eine Batterie erfunden wird, mit der ein Golf 500 Kilometer fahren kann? Deren Aufladung rund 20 Euro kostet? Und die rund 10 Kilo wiegt?

Das totale Chaos wäre vorprogrammiert, die Börsen würden crashen, Massenentlassungen würde es geben. Rechnet nach, wer alles von einer Technologie profitiert, die sich seit ihrer Erfindung im Grundsätzlichen nicht verändert hat: rein, verdichten, zünden, ausstoßen.

Mir kann keiner erzählen, dass wir (Menschen) auf dem Mond herumspazierten, der Antimaterie auf der Spur sind - nur eben immer noch abhängig vom Erdöl. In irgendeinem Panzerschrank von Esso, Shell und so lagern garantiert die reifen neuen Technologien.
Harzer_jung
08.01.2014, 02:24 Uhr
alles da
Rein elektrisch fahren und das mit tollem Komfort geht,
TESLA Motors beweist das.
Chemische Energieträger sind aber einfach praktischer, zb bei einer Brennstofzelle muss ich den notwendigen Sauerstoff nicht mit transportieren, der ist um mich Rum.

Okay Wasserstoff zu speichern in kleinen Tanks ist nicht gerade ideal. Aber es gibt auch methan Brennstoffzellen.

Es sollte doch klar sein das das verbrennen von Erdöl und Erdgas keine gute Idee ist. Das zeug ist einfach zu schade zum einfach verbrennen.

Auch Treibstoff aus Mais ist Schwachsinn. Auf einem viertel der flache für Mais kann man mit solar mehr energie gewinnen, und auch diese in Gas umwandeln.
Es ist möglich in Afrika die Sonnenenergienund das Pazifik/Atlantik Wasser zu nutzen und daraus methan zu machen.

Genau das wollen wir doch? Auf Fläche die nutzslos sind (wüsten) mit Stoffen die für uns nix bringen, (Meerwasser) etwas anzufangen.

Die sonne strahlt pro Tag mehr Energie auf die erde ein als was wir gesamt pro Jahr an Energie benötigen. Und wir verbrennen Öl.....
Thomas Fichtner
08.01.2014, 03:27 Uhr
Mal kleiner Blick über den Tellerrand
Ich hab mich ja in letzter Zeit hier kaum geäußert, aber nun muss ich wohl doch mal wieder.

Also, als ich in meiner Jugend Trabant 601s (26 PS, 26 Liter im Tank, 660kg Leergewicht) gefahren bin, mußte ich immer so bei ca. 280km auf Reserve schalten. Das hat mich aber auch eher nie davon abgehalten damit mein Ziel zu erreichen, eher schon das man mal beim Abstellen vergessen hatte den Benzinhahn zuzudrehen und der Vergaser dann über Nacht vollgelaufen war und er nicht wirklich anspringen wollte.
Über Sicherheit, Heizungsleistung, Bequemlichkeit und Endgeschwindigkeit reden wir mal gar nicht.

Und es ging!

Und nun kommen wir mal zu den heute real existierenden Voll-Elektrofahrzeugen.

Da gibt es nämlich durchaus Modelle mit durchschnittlich 450 km Reichweite (je nach Fahrweise 200 km bei sehr sportlicher bis sogar über 500 km bei sparsamer Fahrweise mit einer Batterieladung).

Ja, sie sind im hochpreisigen Sportsegment oder der Luxeriösen Oberklassebereich angesiedelt und kosten 70.000 bis 110.000 EUR.

Das ist aber nicht das Thema.
Zu behaupten das Elektrofahrzeuge im Bereich Leistung und Reichweite nicht konkurrieren könnten ist spätestens seit 2008 massiv wiederlegt.
Ja, ich spreche hier vom Tesla Roadster Sportwagen mit 225kW/306PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,7 Sekunden.
Oder dem Schlachtschif eines 5+2 (ja 7!) sitzigen Tesla Model S mit 310kW/416 PS und 4,4s Beschleunigungszeit, der auch die 200 km/h Marke knackt und von denen einige bereits 200.000 km Laufleistung erreicht haben

Ich will auch gar nicht die seit 1997 gefertigten Toyota Prius Hybrid mit ihrer "Low"-Tech-NiMH-Batterietechnologie erwähnen, die gern als Taxis, oder sogar öfter gern in Sibirien gefahren werden und teilweise 500.000 km erreicht haben. Oder der ziemlich breiten Modellpalette an Elektrofahrzeugen aus Frankreich.

Technologisch sind da definitiv andere Länder der Autonation Deutschland fast 15 Jahre voraus - und haben längst jahrelange, erhebliche und extrem wichtige Serienerfahrung mit solchen Systemen gemacht, die man auch mit viel Geld nicht mehr einfach wettmachen kann!

Aber naja, hier ticken die Uhren halt anders und man prügelt lieber Hochleistungssportler und SUV wie den Porsche Panamera (Hybrid) oder Audis Q5 auf geringste Verbräuche von ca. 7,1l/100km bei 380 PS bzw. 6,1l bei 258 PS. (Meßwerte nach NEFZ, reale Verbräuche - besonders im ineffizienten Stadtverkehr - weichen erheblich ab)
Alles große, ziemlich schwere und teure Fahrzeuge mit Leistungswerten jenseits von gut und böse und vor allem von sinnvoll!
Nur in der unteren Klasse, da tut sich eher wenig.

Man ruht sich meiner Meinung nach in Deutschland sehr auf dem bisher Erreichten aus und vor allem ist niemand der großen deutschen Hersteller wirklich mutig.
Klar, da gabs etliche Seriennahe oder 0-Serien-große Testflotten mit Elektro, Hybrid und auch Wasserstoffantrieb - besonders ende der 90er - von allen nahmhaften, aber wirklich ins kalte Wasser springen wollte letztlich keiner.
Man baute lieber auf den wachsenden Asiatischen Markt, errichtete dort Produktionsstätten und setzte massiv - nicht mehr ganz taufrische - Ware ab und nahm alle Gewinne mit, die man bekommen konnte.
Aber nach meiner Sicht war und ist das ein Fehler, der sich in absehbarer Zeit massiv rächen wird.
Bei der riesigen Anzahl der bei uns in der Autobranche und ihren Zulieferern etc. Beschäftigten sogar richtig richtig böse!

Darüber das deutsches Fabrikat außerdem in Deutschland selbst erheblich teurer ist, als das gleiche Fahrzeug in Nachbarländern und selbst als mit Einfuhrkosten belegten Reimport, sollte man auch besser nicht nachdenken.

And don't get me even started on the Maut! Or the white 5er Beamer of the linke Landrätin, from a big Waffenlieferant of the Nazis, because it is so "billich" in the Leasing (cross-financed as a Werbemittel from that company that still make lots of f*cking money with Rüstungsgütern) that it was the wirtschaftlichste Deal.

BTW: I'm using this terrible "Denglisch" language mix on purpose as a "Stilmittel" and "Beamer" is American slang for a BMW (quite funny for them, but not as funny as the word "Ausfahrt").
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