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Di, 09:22 Uhr
07.01.2014

Die Neue für die Neue

Seit dem 1. Januar hat Nordhausen mit Diplom-Bibliothekarin Hildegard Seidel eine neue Bibliotheksleiterin. Die Frau soll sich künftig um die neue Kulturbibliothek kümmern, die bekannterweise Bürgerhaus heißt...

Seidel, Haase (Foto: I. Bergmann|Stadtverwaltung Nordhausen) Seidel, Haase (Foto: I. Bergmann|Stadtverwaltung Nordhausen)
Hildegard Seidel wird von Kulturdezenrentin Hannelore Haase begrüßt

Die 57jährige Nordhäuserin und Mutter von vier Kindern war nach dem Studium drei Jahre lang als Bibliothekarin in Naumburg tätig. 1981 zog sie nach Halle und wurde Bibliothekarin an der Marienbibliothek, der historischen Stadtbibliothek und ältesten evangelischen Kirchenbibliothek in Deutschland.

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1991 übernahm sie die Leitung und arbeitete außerdem an den Franckeschen Stiftungen in Halle. Begründet durch den beruflichen Wechsel des Mannes zog die Familie 1997 nach Südthüringen, wo Frau Seidel bis 2007 im Kulturamt Meiningen unter anderem für die Organisation verschiedener überregionaler Festivals zuständig war, im besonderen für das Thüringer Märchen- und Sagenfest. Seit 2007 ist sie wieder in Nordhausen und war seit dieser Zeit im Buchhandel tätig.

„Wenn man als Bibliothekarin in einer Stadt wohnt, in der eine neue Bibliothek gebaut wird, ist es ein großer Reiz, sich auf eine ausgeschriebene Stelle als Leiterin zu bewerben“, sagt sie. Doch sei ihr die Entscheidung nicht leicht gefallen, sie habe sich lange mit ihrem Mann beraten und sich dann am letzten Tag noch beworben. Kurioserweise wurde in einem Nordhäuser Blog bereits im Mai des vergangenen Jahres berichtet, dass Frau Seidel für das Amt der Bibliotheksleiterin "vorgesehen" war.

Die neue Tätigkeit sieht sie jedenfalls als große Herausforderung und auch als große Aufgabe. „So studiere ich jetzt noch einmal die Arbeitsabläufe in der Bibliothek ganz von vorn.“ Denn nur so sei eine gute Leitung möglich. Die zentrale Lage des neuen Bürgerhauses sei ein großer Vorteil. Sie wünscht sich, dass die neue Stadtbibliothek als Treffpunkt-, Austausch-, Informations- und Rückzugsort einlädt und auch angenommen wird. „Ich kann mir gut vorstellen, dass Schüler nach der Schule hier vorbeikommen oder Mütter mit ihren Kindern hier hereinschauen. Für Jung und Alt liegt die Bibliothek zentral und bietet für alle viele Möglichkeiten."

Ein engagiertes Team mit viel Erfahrung steht Frau Seidel zur Seite. Alle Mitarbeiter in der Bibliothek sind gespannt auf den Umzug und freuen sich auf die neuen Raumverhältnisse. Und mit ihnen zusammen möchte Frau Seidel die Angebote in der Bibliothek für die Menschen gestalten.

Viele Ideen gehen der neuen Leiterin durch den Kopf. „Eine Chance sehe ich auch in einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Studienkolleg, deren Studierenden sie auch gern als Nutzer begrüßen möchte. Die Bibliothek bietet wunderbare Möglichkeiten, um sich mit der deutschen Sprache intensiv vertraut zu machen.“ Auch einer Zusammenarbeit mit der Bibliothek der Fachhochschule steht die Bibliothekarin aufgeschlossen gegenüber.

Kulturdezernentin Hannelore Haase freut sich ebenfalls, dass das Team der Stadtbibliothek nun durch Hildegard Seidel gestärkt wird. „Jetzt haben wir eine gute Grundlage, den Umzug im Frühjahr in das Bürgerhaus zu organisieren und die Räumlichkeiten mit Leben zu erfüllen.“
Autor: red

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Kommentare
Rainer H.
07.01.2014, 21:06 Uhr
Bibliothek heißt Rudolf Hagelstange
Liebe Redaktion,

irgendwie ist hier einiges falsch benannt. Das Wort Kulturbibliothek kann man ja wohl nun völlig streichen (sie haben es ja angedeutet). Zudem leitet Frau Seidel die Bibliothek "Rudolf Hagelstange" welche im Bürgerhaus untergebracht wird aber momentan noch am alten Standort in der Nebelungstraße ist.

So habe ich das aus den bisherigen Mitteilungen entnommen. Oder heißt die Bibliothek Rudolf Hagelstange künftig Stadtbibliothek?
gotfried weise
09.01.2014, 08:30 Uhr
noch mehr Namen
In diesem Artikel werden die Namen für den hässlichsten Baus der Stadt ständig geändert. "Bürgerhaus" ist der Name von diesem Gebäude. Darin befindet sich die Stadtbibliothek mit dem Namen "Rudolf Hagelstange", ein kleines Kaffee wird dort noch untergebracht, das hat noch keinen Namen. Einen Bürgersaal mit etwa 300 Plätzen gibt es auch noch, ebenfalls ohne Namen. Wenn man die Erwartungshaltung von diesem Gebäude betrachtet, fragt man sich ernsthaft, woher kommen solche optimistischen Einschätzungen.

Die Bibliothek wird nach dem ersten Ansturm, weil sie neu ist nicht, mehr besucht als diese jetzt besucht wird. Der Bürgersaal ist für große Veranstaltungen zu klein, also halten sich die erwarteten "Begegnungen" in Grenzen. Das kleine "Kaffee" muss sich gegenüber einer Konkurrenz von sechs anderen Restaurants in unmittelbarer Umgebung oder "Kaffees" erwehren. Das Schattenboxen betreffend der Namensgebung war völlig unnötig, da passiert an den meisten Orten in dieser Stadt mehr.

Beleben wird dieses Gebäude jedenfalls nicht diese Stadt. Ein Magnet für Touristen wird es auch nicht, was soll man da drin auch machen wollen, Bücher borgen, einen Kaffee trinken oder einen leeren Versammlungssaal besichtigen? Vielleicht bin ich auch zu phantasielos um es beurteilen zu können.
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