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Do, 12:20 Uhr
26.12.2013

Mit dem E-Bike unterwegs

Vor einiger Zeit hatte kn mal die Möglichkeit mit so einem E- Bike unterwegs zu sein. Wer meint, so ein Ding ist nur für "ältere Herrschaften" der täuscht sich...


Man kann mit so einem E- Bike, der Hersteller, Mifa Sangerhausen, bezeichnet das Gerät als Damenpedelecs, sehr sportlich fahren. Die Kyffhäusertherme stellte kn mal dieses E- Bike für einen kostenlosen Test zur Verfügung, vielen Dank.

Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mifa bietet mehrere Typen ähnlicher Bauart an. Für den Test wurde das von der Therme angeschaffte E-Bike (kn berichtete) in der Version Damenfahrrad mit tiefem Einstieg und einer 21-Gangschaltung und zwei Felgenbremsen ausgewählt.

Von der Ausstattung her sehr positiv erwähnt werden muss das Vorhandensein eines Nabendynamos. Unabhängig von irgendwelchen Akku- und Batterieladezuständen hatte man immer eine sehr exzellente Stromversorgung für die Beleuchtung, was sehr zur Sicherheit beiträgt! Der Scheinwerfer gibt ein sehr helles Licht von sich, was sich beim Fahren in der Dunkelheit besonders bei fehlender Straßenbeleuchtung sehr positiv bemerkbar macht.

Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Akku für die E-Bike Unterstützung ist unterhalb des Gepäckträgers angebracht. Recht umständlich ist das Herausnehmen des Akkus, aber zum Glück muss man das nur tun, wenn der Abstellraum keinen Elektroanschluss hat. Über die Reichweite des Akkus zu schreiben fällt immer schwer, weil die Fahrweise entscheidend zur Reichweite beträgt.

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Hier haben sportliche Fahrer natürlich deutliche Vorteile. Der E-Motor gibt nur Unterstützung bei Fahrgeschwindigkeiten unter 25 km / h. Wer als sportlich fährt, schont natürlich seinen Akku. Um das an einem Beispiel zu zeigen. Bei der Rückfahrt von kn nach Bad Frankenhausen gab es bei der Fahrt über "Bratwurst" Bendeleben und Rottleben nur drei Stellen, an denen der E-Motor ansprang.

Stelle eins lag kurz hinter dem Abzweig nach Hachelbich. Stelle zwei war der zwischen Anstieg bevor es zur langen Abfahrt nach Bendeleben geht und Stelle drei war kurz hinter der "Dreiangel" zur unmittelbaren Anfahrt Bad Frankenhausen. Und eines muss man natürlich beachten, das E-Bike wiegt immerhin 26 kg und ist damit deutlich schwerer als vergleichbare Tourenräder oder gar Rennräder! Man muss schon eine ganz schön zusätzliche Masse bewegen.

Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die sportliche Fahrweise wird durch die 21-Gangschaltung unterstützt. Vorn gibt es drei Zahnkränze. Natürlich muss man sich auch etwas zur sportlichen Fahrweise zwingen, denn es ist verlockend "schaltfaul" zu fahren, denn wenn "zu langsam wird" schaltet sich automatisch der E-Motor wieder zu. Zu bemängeln ist allerdings die sehr kleine Anzeige (Foto oben) welche Kettenräder gerade in Nutzung sind. Das hat kn an anderen Rädern größer gesehen.

Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Gut dafür die Anzeige für die Elektrik. Man erkennt den Ladezuzstand des Akkus recht gut und man erkennt auch gut, die eingestellte Unterstützungskraft des E-Motors. Von der Sache her gibt es vier Stufen.

E-Motor völlig abgestellt, man ist vollständig auf die eigene Tretkraft angewiesen. Vorteil, man schon den Akku, da auch kein Strom für die Anzeige verbracht wird. Bei der eigentlich E-Unterstützung kann man zwischen drei verschiedenen Unterstützungsarten wählen, von schwach bis stark, was sich natürlich stark auf den Stromverbrauch auswirkt. Wenig sportlich Fahrer stoßen da schnell an die Grenzen, wenn man aus Bequemlichkeit ständig in der höchsten Stufe fährt.

Übrigens hat kn bei dem halbwöchentlichen Test nicht nachladen brauchen! Trotz der Fahrten Bad Frankenhausen - SDH und zurück, einer Fahrt vom Östertal vorbei an der "Muni" über Klappental und Possen, sowie drei oder vier Fahrten in das Stadtzentrum Sondershausen und zurück, kam kn mit einer Stromladung aus. Bemerkenswert auch deshalb, weil im Testzeitraum die Temperaturen teilweise fast an die Null Grand gingen. Und bei Kälte lässt auch eine Autobatterie stark nach, Laternenparker kennen das. Die Fahrzeit Östertal Sondershausen bis Kyffhäusertherme Bad Frankenhausen über die "Bratwurst" lag übrigens bei exakt 45 Minuten.

Wo lagen die Vorteile der Verwendung des E- Bikes? Auch für einen sportlichen Fahrer wie kn gab es erhebliche Vorteile. Die Berge wurde entspannt genommen. Selbst nach dem heftigen Anstieg entlang der Muni Richtung Klappental gab es nicht die sonst gewohnten Schweißausbrüche. Damit fällt auch die Erkältungsgefahr weg, wenn man anschließend Abfahrten (hier runter ins Klappental) durchgeschwitzt meistern muss.

Gerade dieser Punkt zeigt einen wesentlichen Vorteil der Nutzung für Berufspendler an, wenn zwischen Wohnort und Arbeitsort Berge zu überwinden sind. Man kommt eben nicht durchgeschwitzt auf Arbeit an.

Wenn man im Stadtverkehr mit eingestellter höchster Unterstützungsstufe fährt ergibt sich ein weiterer Vorteil. Kaum hat man eine halbe Kurbelumdrehung gemacht, setzt sofort die E-Unterstützung ein und es gibt ein entspanntes schnelles Anfahren. Gerade nicht so sportliche Fahrer neigen beim Anfahren zum "Schlängel" Fahren, was Autofahrer oft irritiert.

Es birgt aber auch Gefahrenpotential, weil manche Autofahrer nicht mit so einem schnellen Anfahren rechnen und sich beim Überholen total verschätzen.
Tipp: Wer das erste Mal so ein E- Bike benutzt, sollte deshalb nicht gleich mit der höchsten Unterstützungsstufe losfahren. Man kann sich bei dem Anzugsvermögen ganz schön erschrecken.

Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Ob so ein E-Bike auch etwas für Langstrecken Radwanderer ist, kann kn schwer einschätzen. Denn so eine Radwanderer hat eh schon viel Gepäck mit und die schwere des Rades kostet auf langen Strecken doch deutlich Kraft. Das Gewicht für die Akkuladestation ist nicht sonderlich groß. Gewicht und Größe sind mit einem Laptop-Akkuladegerät vergleichbar.

Natürlich hat kn auch mal getestet, wie sich dieses Rad so im Gelände macht. Da gibt es eine klare Ansage, sowohl von der Rahmengröße her, und auch der Radgröße (28 Zoll) hat dieses Fahrzeug im Gelände nichts zu suchen. Es ist ein reines Fahrzeug für Straßen und gut ausgebaute Radwege. Selbst auf dem Radweg "RuS Rund um Sondershausen" möchte kn nicht die Abfahrt durch das lange Kirchtal nach Jechaburg mit diesem Rad nehmen, eine Tortur für Mensch und Maschine, weil auch die nötige Federung fehlt.

Nach so viel Lob gibt es denn keine Schwachstellen? Natürlich gibt es die auch. Wer als Parkplatz sein E-Bike über Treppen in den Keller tragen muss, erlebt sein "blaues Wunder". Durch die vielen schweren Teile die alle hinten liegen (E-Motor in der Hinterachse und der nicht gerade leichte Akku unter dem Gepäckträger) lässt sich das Fahrrad ganz schlecht tragen, denn der übliche Griff am Rahmen unter dem Sattel lässt den Lenker nach oben schnellen. Man braucht immer die zweite Hand, um das Vorteil runter zu drücken.

Offensichtlich hat man bei Mifa bereits reagiert, denn zurzeit sind bei den Damen E- Bikes meist nur noch Typen mit Vorderradmotor im Angebot.

Alles in allem sind die von der Kyffhäusertherme angeschafften E-Bikes mit Sicherheit eine sehr gute Möglichkeit entspannt die bergige Umgebung von Bad Frankenhausen zu erkunden. Zumindest gibt kn den Tipp, probieren Sie mal so ein E-Bike aus, es lohnt sich.

Experten raten E-Bike- Interessierten übrigens beim Kauf zu folgenden Versionen: Der E-Motor ist als Mittelmotor am großen Kettenblatt eingebaut und der Akku ist in den Rahmen integriert. Das bringt deutliche Vorteile bei der Gewichtsverteilung. Bei E- Mountain-Bikes soll es sich besonders gut auf das Fahrverhalten auswirken.

Es war von kn nur ein kurzer Test, aber vielleicht konnten Sie doch einige Hinweise für sich gebrauchen. Und die Aussage, die E-Nikes sind nur etwas für ältere Leute ist deutlicher Quatsch. Aber ältere Radfahrer profitieren natürlich trotzdem am meisten von den Vorteilen der E-Unterstützung.
Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mit dem E-Bike unterwegs (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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