Mo, 14:43 Uhr
02.12.2013
Neue Aufgabe für Anny
Spontane Ideen sind meist die besten. So eine kam Alfons Jarmuszewski am Sonntagnachmittag. Wenn sich die nächste Gelegenheit bietet, dann wirfst du einen Siebenmeter, sagte der Trainer der C-Jugend-Handballerinnen des Nordhäuser SV (NSV) zu Torfrau Anny-Katharina Samel in der Halbzeitpause...
Kurz nach Wiederanpfiff bekam die 13-Jährige ihre Chance und verwandelte sicher. Groß war die Freude bei ihr aber nicht nur über den verwandelten Siebenmeter, sondern auch über den 41:4 (20:3)-Sieg beim ESV Lok Meiningen.
Warum nicht mal etwas neues ausprobieren?, dachte sich Jarmuszewski, der sich auch sonst in der Landesliga-Partie sehr experimentierfreudig zeigte. So wollte er beispielsweise einen größeren Einsatz über die Außenpositionen sehen. In den vorherigen Partien wurde zumeist der Abschluss über die Mitte gesucht. Ein Anspiel auf Rechtsaußen war gleich in der ersten Aktion von Erfolg gekrönt, denn Clara Fiedler schloss zum 1:0 ab (1.).
In der Abwehr begann Jarmuszewski mit einer offensiven 4-2, mit Ella Krieß und Larissa Förster als vorgezogene Spitzen. Immer wieder stören, rief er seiner Mannschaft energisch von der Bank aus zu. Und das Duo ließ sich nicht zweimal bitten. Es störte früh den Aufbau des Gastgebers, erkämpfte sich Bälle wie in der vierten Minute. Ella passte auf Larissa, die zum 4:0 versenkte (4.).
Schon in der frühen Phase war auch Torfrau Anny-Katharina sehr gefragt, die einige Bälle entschärfte. Im Spiel nach vorn, probierte sie es auch mal, wie von Jarmuszewski angeregt, mit einem langen Ball nach vorn. Die Empfängerin hieß Ella, die ihn sicher fing und ebenso sicher zum 8:0 abschloss (8.). Dem ESV gelang in der elften Minute der erste Treffer zum 10:1. Zwei weitere sollte in den ersten 25 Minuten noch folgen. Beim NSV waren unter anderem Ella und Larissa die treibenden Kräfte und zeigten sich in beiden Elementen, in der Abwehr und im Angriff, stark. Kurz vor der Halbzeitpause stellte Jarmuszewski in der Abwehr, von einer 4-2 auf eine 3-3, um. Auch diese Umstellung brachte den NSV nicht aus seinem Rhythmus. Er erkämpfte sich weiterhin die Bälle und konterte erfolgreich, so dass er sich bis zur Halbzeit zum 20:3 absetzte. Die zweite Hälfte wird insbesondere Anny-Katharina wohl nicht so schnell vergessen. Nicht nur wegen ihrer Glanzparaden. Insgesamt ließ sie bei 19 Würfen nur zwei Treffer zu. In der Pause erfuhr sie von Jarmuszewski, dass sie einen Strafwurf werfen darf. Vorbereitet war sie darauf nicht. Sogleich übernahm Julia Weise ihren Part, sie stellte sich ins Tor und Anny-Katharina stellte sich davor. Kurz noch mal Luft geholt, volle Konzentration und dann einfach drauf. Der Ball zappelte im Netz - die Generalprobe war geglückt. Die Premiere folgte nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff.
In der 30. Minute schlug das Herz mit einmal höher, einer der beiden Schiedsrichter zeigte auf die Linie. Anny-Katharina war nun gefragt. Im Laufschritt ging es über die Platte. Ein bisschen Aufregung, ein bisschen Nervosität und ein bisschen Vorfreude vermischten sich. Ich dachte nicht, dass ich treffe, sagte die Nachwuchsspielerin, die die Nerven behielt und sicher zum 24:3 verwandelte. Der erste Blick ging zu Opa Hans und zu Vater Michael, die auf der Zuschauertribüne standen und mitfieberten. Letzterer hielt den Moment mit der Kamera für die Ewigkeit fest. Für seine Tochter war es schließlich der erste Siebenmeter als Torhüterin.
Positive Stimmung nicht nur abseits der Platte, sondern auch bei den NSV-Spielerinnen, die einen Angriff nach dem anderen erfolgreich abschlossen. Zudem war es neben Anny-Katharina auch Sonja Zeaiter, die zweite NSV-Torfrau, die vor allem in der zweiten Hälfte glänzend aufgelegt war und sensationell parierte. Die 13-Jährige bekam während ihres Einsatzes 22 Würfe auf das Gehäuse, davon musste sie nur zwei passieren lassen. Eine gute Quote, fand Jarmuszewski lobende Worte für seine beiden Torfrauen.
Nach der Leistung hätte sich auch Sonja einen Siebenmeter verdient gehabt. Den hätte sie auch bekommen. Ja, wenn nicht die Partie nach 50 Minuten abgepfiffen worden wäre. In der Schlussphase haderte das Team ein wenig mit der Chancenverwertung. So traf beispielsweise Larissa beim Stand von 37:4 zweimal den Pfosten. Den Schlusspunkt unter einen nie gefährdeten Erfolg setzte Nelly Frank, die zum 41:4 einnetzte. Für den NSV war es bereits der vierte Sieg in der Landesliga und er verteidigte die Tabellenführung.
Noch auf dem Weg nach Meiningen erfuhr die Mannschaft, dass das nächste Auswärtsspiel beim Thüringer HC abgesagt wurde. Somit wird sich die Mannschaft am Sonntag, 15. Dezember, um 11.30 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den HV Artern in die wohl verdiente Weihnachtspause verabschieden.
Sandra Arm
NSV: Anny-Katharina Samel (1), Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (7), Ella Krieß (7), Clara Fiedler (6), Nelly Frank (6), Julia Weise (5), Vanessa Böttcher (1), Larissa Förster (7), Laura Krüger (1)
Meiningen: Anne-Sophia Moser – Leonie Stein, Rina Miftari, Arnita Miftari (1), Christiane Saneo, Hanna Schmidt, Giulia Tautz (3), Nathalie Reimers, Annalena Häring, Julia Neundorf, Laura Janin Vack, Azra Shmetovic
Autor: redKurz nach Wiederanpfiff bekam die 13-Jährige ihre Chance und verwandelte sicher. Groß war die Freude bei ihr aber nicht nur über den verwandelten Siebenmeter, sondern auch über den 41:4 (20:3)-Sieg beim ESV Lok Meiningen.
Warum nicht mal etwas neues ausprobieren?, dachte sich Jarmuszewski, der sich auch sonst in der Landesliga-Partie sehr experimentierfreudig zeigte. So wollte er beispielsweise einen größeren Einsatz über die Außenpositionen sehen. In den vorherigen Partien wurde zumeist der Abschluss über die Mitte gesucht. Ein Anspiel auf Rechtsaußen war gleich in der ersten Aktion von Erfolg gekrönt, denn Clara Fiedler schloss zum 1:0 ab (1.).
In der Abwehr begann Jarmuszewski mit einer offensiven 4-2, mit Ella Krieß und Larissa Förster als vorgezogene Spitzen. Immer wieder stören, rief er seiner Mannschaft energisch von der Bank aus zu. Und das Duo ließ sich nicht zweimal bitten. Es störte früh den Aufbau des Gastgebers, erkämpfte sich Bälle wie in der vierten Minute. Ella passte auf Larissa, die zum 4:0 versenkte (4.).
Schon in der frühen Phase war auch Torfrau Anny-Katharina sehr gefragt, die einige Bälle entschärfte. Im Spiel nach vorn, probierte sie es auch mal, wie von Jarmuszewski angeregt, mit einem langen Ball nach vorn. Die Empfängerin hieß Ella, die ihn sicher fing und ebenso sicher zum 8:0 abschloss (8.). Dem ESV gelang in der elften Minute der erste Treffer zum 10:1. Zwei weitere sollte in den ersten 25 Minuten noch folgen. Beim NSV waren unter anderem Ella und Larissa die treibenden Kräfte und zeigten sich in beiden Elementen, in der Abwehr und im Angriff, stark. Kurz vor der Halbzeitpause stellte Jarmuszewski in der Abwehr, von einer 4-2 auf eine 3-3, um. Auch diese Umstellung brachte den NSV nicht aus seinem Rhythmus. Er erkämpfte sich weiterhin die Bälle und konterte erfolgreich, so dass er sich bis zur Halbzeit zum 20:3 absetzte. Die zweite Hälfte wird insbesondere Anny-Katharina wohl nicht so schnell vergessen. Nicht nur wegen ihrer Glanzparaden. Insgesamt ließ sie bei 19 Würfen nur zwei Treffer zu. In der Pause erfuhr sie von Jarmuszewski, dass sie einen Strafwurf werfen darf. Vorbereitet war sie darauf nicht. Sogleich übernahm Julia Weise ihren Part, sie stellte sich ins Tor und Anny-Katharina stellte sich davor. Kurz noch mal Luft geholt, volle Konzentration und dann einfach drauf. Der Ball zappelte im Netz - die Generalprobe war geglückt. Die Premiere folgte nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff.
In der 30. Minute schlug das Herz mit einmal höher, einer der beiden Schiedsrichter zeigte auf die Linie. Anny-Katharina war nun gefragt. Im Laufschritt ging es über die Platte. Ein bisschen Aufregung, ein bisschen Nervosität und ein bisschen Vorfreude vermischten sich. Ich dachte nicht, dass ich treffe, sagte die Nachwuchsspielerin, die die Nerven behielt und sicher zum 24:3 verwandelte. Der erste Blick ging zu Opa Hans und zu Vater Michael, die auf der Zuschauertribüne standen und mitfieberten. Letzterer hielt den Moment mit der Kamera für die Ewigkeit fest. Für seine Tochter war es schließlich der erste Siebenmeter als Torhüterin.
Positive Stimmung nicht nur abseits der Platte, sondern auch bei den NSV-Spielerinnen, die einen Angriff nach dem anderen erfolgreich abschlossen. Zudem war es neben Anny-Katharina auch Sonja Zeaiter, die zweite NSV-Torfrau, die vor allem in der zweiten Hälfte glänzend aufgelegt war und sensationell parierte. Die 13-Jährige bekam während ihres Einsatzes 22 Würfe auf das Gehäuse, davon musste sie nur zwei passieren lassen. Eine gute Quote, fand Jarmuszewski lobende Worte für seine beiden Torfrauen.
Nach der Leistung hätte sich auch Sonja einen Siebenmeter verdient gehabt. Den hätte sie auch bekommen. Ja, wenn nicht die Partie nach 50 Minuten abgepfiffen worden wäre. In der Schlussphase haderte das Team ein wenig mit der Chancenverwertung. So traf beispielsweise Larissa beim Stand von 37:4 zweimal den Pfosten. Den Schlusspunkt unter einen nie gefährdeten Erfolg setzte Nelly Frank, die zum 41:4 einnetzte. Für den NSV war es bereits der vierte Sieg in der Landesliga und er verteidigte die Tabellenführung.
Noch auf dem Weg nach Meiningen erfuhr die Mannschaft, dass das nächste Auswärtsspiel beim Thüringer HC abgesagt wurde. Somit wird sich die Mannschaft am Sonntag, 15. Dezember, um 11.30 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den HV Artern in die wohl verdiente Weihnachtspause verabschieden.
Sandra Arm
NSV: Anny-Katharina Samel (1), Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (7), Ella Krieß (7), Clara Fiedler (6), Nelly Frank (6), Julia Weise (5), Vanessa Böttcher (1), Larissa Förster (7), Laura Krüger (1)
Meiningen: Anne-Sophia Moser – Leonie Stein, Rina Miftari, Arnita Miftari (1), Christiane Saneo, Hanna Schmidt, Giulia Tautz (3), Nathalie Reimers, Annalena Häring, Julia Neundorf, Laura Janin Vack, Azra Shmetovic








