eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 06:36 Uhr
02.12.2013

Punkte in der "Fremde"

Auf heimischem Rasen läuft es irgendwie nicht so recht für Wacker Nordhausen, in der Fremde klappt es dafür in letzter Zeit umso besser. Den Auswärtssiegen gegen Babelsberg und zuletzt in Auerbach ließ die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar den dritten Dreier in der Fremde folgen...


Beim Berliner Athletik Klub, dem bis dato Tabellenvierten, konnten die Nordhäuser einen tollen 3:1-Erfolg feiern. Nachdem sah es jedoch zu Beginn für die Nordthüringer, die auf den verletzten Pascal Biank und den gesperrten Tobias Eckermann verzichten mussten, anfangs gar nicht aus.

Anzeige Refinery (lang)
Nach kurzer Abtastphase waren es die Gäste, die besser ins Spiel fanden und Keeper Patrick Siefkes schon in der sechsten Minute mit einem Schuss von Ali Avcioglu zu seiner Fußabwehr zwangen. Weitere sechs Minuten später war der Nordhäuser Schlussmann gegen Kevin Kruschkes Schuss machtlos. Der war allein auf Siefkes zumarschiert und konnte sich die Ecke aussuchen. Vorausgegangen war dem Angriff wieder einmal einer der fast schon typischen Böcke in der Nordhäuser Abwehr, über die sich Trainer Jörg Goslar fast in jeder Partie mindestens einmal ärgern muss. Wieder war es ausgerechnet Routinier Jan Benes, der nicht konsequent genug verteidigte und Kruschke laufen ließ.

Doch Wacker kämpfte sich in die Partie, setzte mit einem Pfostenknaller von Jan Löhmannsröben aus gut 16 Metern Entfernung nach knapp 20 Minuten das erste Nordhäuser Ausrufezeichen. Christoph Rischker forderte Berlins Schlussmann Eric Niendorf nur wenig später mit seinem Freistoß.

Zwischenzeitlich standen die Nordhäuser nur mit zehn Mann auf dem Platz. Robert Stark musste nach einem Zusammenprall minutenlang behandelt werden, konnte dann aber mit schickem Turban weiter spielen. In der 35. Minute war es dann endlich soweit, die gut 20 mitgereisten Wacker Fans konnten jubeln. Jan Benes hatte über rechts einen Angriff eingeleitet. Von der Außenlinie flankte er mustergültig zum an der Strafraumgrenze lauernden Sebastian Hauck. Der kam, obwohl umringt von drei Abwehrspielern, zum Schuss.

Zwar war Keeper Niendorf noch dran, konnte den Ball aber nur leicht nach oben abfälschen. Das Leder senkte sich hinter ihm zum 1:1 ins Netz. Und Wacker legte sogar noch nach. Nur zwei Minuten war es Wirbelwind Martin Hauswald, der aus spitzem Winkel zur 2:1-Führung für Wacker verwandelte. Vorbereitet hatte die Aktion wieder Jan Benes, der damit seinen Fehler aus der 12. Minute definitiv wieder gut gemacht hatte. Er hatte zu Marcel Goslar gespielt, der Hauswald in Szene setzte.

Mit der Führung ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel machte der AK natürlich Druck, doch die Wacker-Abwehr stand nun gut, die Nordhäuser ließen nicht mehr viel zu. Das was durchkam, wurde zur Beute vom glänzend aufgelegten Patrick Siefkes, der einige Mal mit echten Großtaten die Wacker-Führung verteidigte. Der für Hauswald eingewechselte Charly Tunc hätte in der 83. schon alles klar machen können, als er allein auf Niendorf zu lief. Allerdings konnte sich Tunc wohl nicht entscheiden, ob er direkt schießen, oder auf Löhmannsröben ablegen sollte. Was rauskam, war für einen Schuss zu schwach, für eine Ablage zu ungenau und so eine leichte Niendorf-Beute. In den letzten Minuten hatten dann Löhmannsröben und der eingewechselte Dominik Seipel noch Möglichkeiten, doch auch ihre Schüsse waren zu ungenau.

Den Schlusspunkt setzte dann aber doch noch Charly. Wacker hatte die anrennenden Gastgeber ausgekontert, Tunc marschierte allein auf Niendorf zu und schob zum 3:1 ein.

„Klar kann man sich fragen, wieso wir auswärts so gut und zu Hause eben nicht so stark spielen. Die Antwort liegt auf der Hand. Die Bedingungen im AKS sind einfach nicht mit solchen Plätzen, wie dem hier zu vergleichen. Der Rasen ist für Regionalliga-Verhältnisse eine Zumutung. Da muss wirklich was passieren, da ist die Stadt gefordert. Viele unserer Spieler sind zumindest körperlich anderen Teams der Liga unterlegen. Auf guten Plätzen, wie diesem hier können wir aber mit unserer guten Technik glänzen, zu Hause ist jedes Spiel Kampf und Krampf“, erklärte Trainer Jörg Goslar nach dem Spiel die Auswärtsstärke seines Teams.

Präsident Nico Kleofas war in Berlin übrigens nicht mit von der Partie. „Bei den letzten beiden Auswärtsspielen konnte ich wegen anderer Verpflichtungen nicht dabei sein, und schon gewinnen die Jungs. Deshalb bin ich diesmal ganz bewusst nicht mitgefahren und es hat wieder geklappt.“ Die Konsequenz daraus: „Ich arbeite jetzt nur noch während der Woche für Wacker und halte mich am Wochenende aus allem raus. Nächsten Sonntag gehe ich spazieren und vielleicht auf den Weihnachtsmarkt und lasse mir dann berichten, wie es ausgegangen ist. Wenn es auch in Halberstadt funktioniert und das mein Teil ist, den ich zum Erfolg beisteuern kann, dann schau ich mir die Spiele eben nicht mehr an. Wenn es auswärts weiterhin funktioniert, dann probieren wir das vielleicht auch mal beim nächsten Heimspiel.“
Lars Koch
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Flitzpiepe
02.12.2013, 08:47 Uhr
Die Heimschwäche
am schlechten Rasen im AKS festzumachen, ist für mich an den Haaren heran gezogen. Demnach hat also die Rasenkur im Sommer nichts gebracht. Im Gegenteil - es ist schlechter geworden. Erst sind die Fans schuld, jetzt ist es der Rasen. Was kommt als Nächstes?
Retupmoc
02.12.2013, 09:30 Uhr
Albern
Sorry Herr Goslar, die "Heimschwäche" liegt nicht am Rasen im AKS, sondern daran, das es für die meisten Mannschaften in dieser Spielklasse mangels Kreativspielern einfacher ist, aus einer gesicherten Deckung mit Konterfussball erfolgreich zu sein. Genauso praktiziert es Wacker ja auswärts auch.

Hoffentlich gibt es dann im Februar - April keinen Winter und Niederschläge. Denn dann verwandeln sich alle Plätze mehr oder weniger in Äcker. Auch die der Auswärtsgegner. Ansonsten , Herr Goslar, ein paar Säcke Grassamen kaufen und einen Subbotnik durchführen. Dann klappts auch mit dem Heimspiel.
geloescht.20220913
02.12.2013, 09:56 Uhr
Kopfschütteln
Schon etwas verwunderlich, solch eine Sichtweise. Wer war es denn, der mit Halstenberg und Eckermann zwei großgewachsene und robuste Spieler auf die Bank gesetzt und stattdessen einen "zierlichen" Angreifer in die Abwehr gestellt hat...ach ja, Herr Goslar!

Die Platzverhältnisse waren doch schon bei der Transferplanung bekannt. Und da wurden ja nun genug und satt "kleine" Spieler verpflichtet. Bereits im ersten Spiel gegen Halberstadt waren die Größenunterschiede eklatant. Und die vielen Abwehrböcke und versiebten Chancen lagen bestimmt nicht nur am Platz.

Die Wahrheit liegt woanders: wenn man 3 Tore schießt, dann gewinnt man auch fast jedes Spiel. Glückwunsch dazu!
h3631
02.12.2013, 10:28 Uhr
Der Schuldige ist gefunden,der Rasen
Von wem kommt denn die Aussage über den schlechten Rasen? Von Herrn Koch oder von ????????????????
Körnchen
02.12.2013, 12:45 Uhr
Taktik von Goslar ist Kampf und Krampf
Sogar in der dritten Liga durfte keine Mannschaft sich auf dem Hauptrasen warm machen. Ralf Gerlach, der ehemalige Platzwart und Co-Trainer hätte jeden mit dem Basebollschläger runter geprügelt. Sogar der HSV mußte sich auf dem Nebenplatz warm machen.

Heute turnen beide Mannschaften eine Stunde vorm Spiel auf dem "heiligen" Rasen rum. Wacker bildet eine sektenmäßigen Kreis nach dem anderen und latscht den Rasen kaputt.Dann wundert sich Herr Goslar, das der Rasen so aussieht.Der Rasen ist sehr empfindlich.
NDHler
02.12.2013, 12:51 Uhr
Nicht ganz unrecht
hat der Herr Goslar da! Das 0-1 gegen Zwickau entstand auch durch einen Platzfehler! Der Rasen hat sich nach der Kur im Sommer nicht verbessert! Im Berliner Poststadion wurde dagegen vor dem Saisonstart ein neuer Rollrasen verlegt! Das ist schon ein Unterschied!
emmerssen
02.12.2013, 17:14 Uhr
Am schlechten Rasen
im AKS können die schwachen Heimleistungen definitiv nicht liegen!Die anderen Mannschaften müssen damit auch zurecht kommen und bekommen es obwohl Wacker es eigentlich besser wissen müßte auch hin.Mit einem Subbotnik kann Jörg Goslar sicher nichts anfangen,da Er ja aus den alten Bundesländern stammt.

Endlich aber spielen die Spieler, welche uns regelmäßig schwache Leistungen geboten haben nicht mehr ständig von Beginn an.Und schon läufts!Auch die Heimtaktik, lang und weit nach vorn, da hilft der liebe Gott oder der Gegner, scheint in der Fremde zu den Akten gelegt worden sein.

Herr Goslar warum nicht auch zu Hause mal sich hinten rein stellen und den Gegner mit schnellen Angriffen überraschen?Damit haben wir doch jetzt gepunktet und zu Hause regelmäßig von den Gästen den Popo voll bekommen.

Glückwunsch an Sebastian Hauck und Charlie Tunc. Beide haben uns schon oft enttäuscht und sind jetzt die Matchwinner.So nah liegt Hopp oder Top beisammen.Das sollte doch Auftrieb geben!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)