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Fr, 17:16 Uhr
22.11.2013

Einsatz für Naturschutz gefordert

Thüringens Umweltminister, der Nordhäuser Jürgen Reinholz, ist von den Ergebnissen des Warschauer Weltklimagipfels enttäuscht und will einen Klimakongress für Thüringen initiieren. Und Reinholz wird eingeladen, vor seiner Haustür etwas für den Naturschutz zu tun...


Sehr geehrter Herr Minister Reinholz,
Ich stimme völlig mit Ihnen überein, dass die Ergebnisse der Klimakonferenz in Warschau enttäuschend sind. Sie sind jedoch Umweltminister von Thüringen und Sie werden, wie wir alle, nicht am globalen Klimarad drehen. Das ist auch nicht Ihre Aufgabe, und das erwartet auch niemand in Thüringen von Ihnen.

Was die Menschen jedoch mit Recht erwarten, ist Ihr Engagement für Umweltschutz in Dingen, die Sie sehr wohl beeinflussen können! Die Probleme liegen quasi vor Ihrer eigenen Haustür. Kommen Sie morgen um 15.00 Uhr nach Rüdigsdorf und bekennen Sie Farbe! Setzen Sie sich endlich für einen effektiven Naturschutz im Südharzer Gipskarstgebiet ein.

Helfen Sie mit, weiteren Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz zustoppen. Das Land der Frühaufsteher hat vorgemacht, was Thüringen jahrelang verschlafen hat.
Hochachtungsvoll
Dr. Christian Marx, Nordhausen

Anmerkung der Redaktion: Wenn Jürgen Reinholz möchte, hier kann er die Petition von Christian Marx mit unterschreiben.
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
alexa
22.11.2013, 20:19 Uhr
Ablenkungsmanöver Herr Reinholz
Ihre Ablenkungsmanöver Herr Reinholz, hier eine Kritik an den Klimaschutz-Ergebnissen in Warschau, sind extrem durchsichtig. Statt um ferne Kriegschauplätze, kümmern Sie sich lieber um Themen vor der Haustür, wie Biosphärenreservat und Schutz der Gipskarst-Landschaft. Ich kann Herrn Dr. Marx da nur Recht geben.
Da können Sie echt was rocken!

Klimaschutz fängt eben vor der Haustür an .... und da sehe ich Dank Ihrer Agrar-Lobby-Politik Herr Reinholz nur vergiftete Riesenfelder der Agrarindustrie. Eine Förderung des Bio-Landbau würde u. a. durch Verzicht auf synth. Dünger erheblich zum Klimachutz beitragen. Aber das weiß der "Umweltminister" ja eigentlich.

Zurück zum Thema: Wehrt Euch, leistet Widerstand gegen die Gips-Industrie!!!! Die Petition ist ein guter Anfang! ... und vor allem wählt mal vernünftige Leute in den Thüringer Landtag, vom Bundestag ganz zu schweigen.
Paulinchen
23.11.2013, 16:23 Uhr
Dieser Artikel ist NICHT von mir!
Ich fand ihn beim Erledigen einer Hausaufgabe für meinen Enkel. Geschrieben wurde er 2011, von der Studentin Julia S. aus Ulm.

Der Patient Erde

Die Erde ist ernsthaft krank: Nicht nur Umweltkatastrophen machen ihr zu schaffen, auch der Mensch scheint ihr nicht gut zu bekommen - Atomkraftwerke, Datenschutz-Skandale, Luxuswelten und Armut zeugen von einem negativen Bild. Ist trotzdem Rettung in Sicht?
Die Welt ist krank. Physisch sowieso und jetzt auch noch fix und fertig mit den Nerven. Die Arme. Sie ist scheint dauerhaft gesundheitlich eingeschränkt, aber keinen kümmert es. Dabei sollte sie dringend mal wieder verarztet werden.
Freilich wäre es ein Arztbesuch der anderen Sorte. Wie bei jedem anderen Patienten aber auch, müsste der Arzt zunächst anhand von Symptomen eine Diagnose stellen. Schließlich wissen wir ja noch nicht, was der Erde nun wirklich fehlt. Zunächst könnte sie natürlich über die körperlichen Schmerzen klagen: Zu bemängeln wäre eine ganze Menge. Zunächst einmal die Umweltkatas-trophen. Erdbeben. Tsunami. Und manchmal alles zusammen, durcheinander, nacheinander. Kein Wunder, wenn die Welt da Bauchschmerzen bekommt…
Dann gibt es da auch noch einen Parasiten der gemeinsten Sorte, der des Längeren bereits auf der Erde nistet. Genauer gesagt nach den wissenschaftlich aktuellsten Funden schon 195.00 Jahre lang. Man nennt ihn Homo sapiens, übersetzt der wissende Mensch. Wissen hat er tatsächlich herzlich viel, das macht ihn ja so gemeingefährlich. Ambivalent ist er auch noch. Obendrein entscheidungs- und risikofreudig. Keine gute Mischung für unseren Patienten Erde. Hilflos muss sie zusehen, wie die Parasiten munter an ihr rumtüfteln. Mutwillig wird CO2 ausgestoßen, Plastik hergestellt, Müllberge getürmt, das Ozonloch zerstört, Flüsse vergiftet, Tiere sterben aus. Bohrinseln gehen in die Luft, Rohöl tritt vom Meeresgrund aus – monatelang. Egal. Das juckt hier keinen. Schließlich gibt es für alles eine Lösung: Die heißt abwarten. Bis was passiert, das man nun wirklich nicht mehr rückgängig machen kann. So zum Beispiel die Lage in Fukushima. Atomkraftwerke dürfen mitunter zu den wahnwitzigsten Erfindungen der Parasiten zählen. Die Folgen sind vielleicht in Worte und Zahlen zu fassen, nur begreifen kann sie keiner – das übersteigt den Horizont.
Aber schlimm steht es um die Erde nicht wegen ihrer äußeren Symptome – für die fände sich, wie gesagt, schon irgendwie eine Lösung. Unser Patient ist nämlich auch mental völlig am Ende. Kranke Welt. Da wird um Öl gekämpft. Die armen Entwicklungsländer ausgebeutet, während die Luxuswelt noch reicher werden. Essen wird weggeworfen, obwohl andere Hunger haben. Da würden sich welche über neue Schuhe freuen, und am Zoll werden sie – da nicht versteuert – verbrannt. Der Einzelne ist nur noch die Informationen wert, die er über sich im Internet preisgibt – großzügig wird man da zum Verkauf angeboten. Datenschutz – “Kennen wir nicht”, zeigte uns vor gar nicht so langer Zeit Apple. Dann das Fernsehen – haltlos wird uns vorgesetzt, was möglichst sinnfrei und ohne Nutzen ist. Prost, Mahlzeit! Vielleicht hat es die Absicht, von der Realität abzulegen. Schlägt man die Zeitung wahllos auf, könnte man die Krankheitssymptome nämlich beliebig lange ergänzen.
Kommen wir zur Diagnose: Unsere Welt leidet also an Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Ohrenschmerzen, Größenwahn, Schwindelanfällen und diesen kranken Stimmen im Hirn – wo soll das nur hinführen? Ist da noch was zu retten? Oder ist schon alles verloren?
Wir sollten mal dringend was gegen als die Schmerzen tun – noch behandeln wir die Symptome, aber wir könnten es ändern.
Es gibt da nämlich ein wahres Wundermittel, verordnet in großen Teelöffeln zum Schlucken, und zwar lieber zu viel als zu wenig. Sozusagen eine richtige Allheilmedizin, die durchaus angebracht wäre: Sie nennt sich Menschlichkeit. Allerdings ist die zurzeit gerade ausverkauft. Aus verlässlicher Quelle weiß man: Die Produktion wurde vorerst eingestellt. Wegen mangelnder Nachfrage.
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