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So, 17:36 Uhr
17.11.2013

"Besondere Schwingungen"

Das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg hatte am gestrigen Samstagabend zum sechsten Mal in diesem Jahr zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen. Im Mittelpunkt des Geschehens standen diesmal das Ehepaar Elvira und Ekkehard Franz und deren Kunstobjekte. Für die musikalische Umrahmung sorgte diesmal Annette Franzke vom Theater Nordhausen. Für die nnz war Hans-Georg Backhaus dabei...

Die beiden Künstler (Foto: Hans-Georg Backhaus) Die beiden Künstler (Foto: Hans-Georg Backhaus)

Der Titel der letzten Sonderausstellung in diesem Jahr hätte bezeichnender nicht sein können: "GEGENÜBER". Hannelore Haase, 2. Beigeordnete im Nordhäuser Rathaus, begrüßte das Künstlerehepaar sowie die in großer Zahl erschienenen Gäste aus Nah und Fern. Haase skizzierte kurz, wie es zu dieser Ausstellung kam: Dr. Cornelia Klose hatte die erste Begegnung mit den beiden Künstlern und machte Kunsthaus-Leiterin Susanne Hinsching auf sie aufmerksam. Die Kunstmesse ARTHUER nutzte Hinsching schließlich zu einer näheren Beschäftigung mit dem künstlerischen Schaffen des Ehepaares Franz und war schlichtweg begeistert: So nahmen die Vorbereitungen für eine Sonderausstellung alsbald ihren Lauf.

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Hannelore Haase nutzte die Eröffnungsansprache, um all jenen zu danken, die stets zum Gelingen derartiger Sonderausstellungen beigetragen haben und auch künftig beitragen und stellte dabei völlig zurecht Susanne Hinsching obenan, zudem das gesamte Team des Kunsthauses, das immer für das angenehme Ambiente Sorge trägt und den Förderverein, der auf vielfältige Weise und mit großem Engagement das Kunsthaus auch weit über die Kreisgrenzen hinweg bekannt macht. Lobende Worte fand Haase auch für die Vertreter der örtlichen Presse, die die Veranstaltungen des Kunshauses durch eine breite Berichterstattung ihren Lesern seit Jahren nahebringen.

Eingangs ihrer Laudatio machte Susanne Hinsching darauf aufmerksam, dass der Ausstellungstitel "GEGENÜBER" gleich mehrfach zutreffe: "Einerseits werden die Werke von zwei Künstlern, Elvira und Ekkeherd Franz , ausgestellt, die ... bewusst nebeneinander präsentiert werden. Andererseits ergänzen sich die Arbeiten so gut, dass sie sogar die Wirkung der Werke des jeweils Anderen steigern können". Dazu komme, dass die Werke jedes einzelnen Künstlers auch miteinander kommunizieren.
Ausstellung eröffnet (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Ausstellung eröffnet (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Ausstellung eröffnet (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Ausstellung eröffnet (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Ausstellung eröffnet (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Ausstellung eröffnet (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Die 1951 in Bad Blankenburg geborene Malerin studierte an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle und gehört seit 1990 dem Verband Bildender Künstler Thüringen an. Seit 2007 wohnt sie mit ihrem Mann in Quedlinburg und ist dort freiberuflich tätig.

Klaus Wahlbuhl und Frau (Foto: Hans-Georg Backhaus) Klaus Wahlbuhl und Frau (Foto: Hans-Georg Backhaus)

Die Laudatorin stellte die Frage, wie man Kunstwerke beschreibt, die "durch ihre Farben, ihre Filigranität oder geschwungenen Linien" faszinieren? Und gab sich in ihrer Fragestellung teilweise selbst schon die Antwort: "In vielen ihrer Werke erzeugt die Künstlerin durch Wellenlinien Bewegungen, die auch auf den Betrachter übergehen. Diese Bewegungen sind fließend und ziehen sich manchmal über die ganze Bildfläche." Elvira Franz' Werke seien wie Musik komponiert, sie verwende Farben wie Noten, beschreibt Hinsching Arbeitsstil und -mittel der Künstlerin.

In weiteren Werken – Hinsching bediente sich hierbei des Begriffes "Werkgruppe" – werden Formen der Romanik aufgegriffen, die von gegenständlicher Natur sind. Bei den kleinformatigen Gemälden aus der Reihe "Romanik" dominieren die rundbogigen Formen, überwiegen die warmen Farben. Der Betrachter werde fasziniert vom "Spiel mit Farbe, Farbschattierung und gestaffelten Flächen". Es seien Arbeiten, die man nicht erklären sollte, sondern erfühlen müsse, so die Kunsthausleiterin. Und forderte schließlich ihre Zuhörer auf, sich einzulassen "auf die Schwingungen der Farben und Formen".

Ekkehard Franz, geboren 1947 in Dedeleben, erlernte zunächst in Bautzen den Beruf des Orgelbauers, studierte dann ebenfalls auf Burg Giebichenstein. Er gehört seit 1976 dem VBK an und ist als Kunsthandwerker freiberuflich tätig. "Der Kontrast von exakt bearbeiteten geometrischen Formen und dem Naturmaterial Holz bestimmt die Objekte von Ekkehard Franz ebenso wie der Kontrast von Schwarz und Gold, der unglaubliche Anziehungskraft auslöst", beschreibt Hinsching dessen künstlerisches Schaffen und hebt an anderer Stelle hervor, dass er sich auch weiterer Themen angenommen hat, zum Beispiel "Boote" oder auch "Ägypten".

Letztere Thematik setzt er in Schatullen um, "die dann an Sarkopharge erinnern oder mit figürlichen Elementen des ägyptischen Totenkultes versehnen sind – wie Stier und Pferd", umreißt Susanne Hinsching die Kunstwerke von Ekkehard Franz und vergisst nicht zu erwähnen, dass er auch malt und dass seine Bilder, wie beispielsweise "Ägyptische Landschaft" oder "Ägyptische Prinzessin" häufig von "surrealen Einflüssen" und "expressiver Farbigkeit " bestimmt sind. Der Aufforderung Susanne Hinschings an die Gäste am Ende ihrer Laudatio, die Schwingungen aufzunehmen und die Kunst zu genießen, kamen diese gerne nach.

Die Sonderausstellung "GEGENÜBER" kann bis zum 10. Januar 2014 besichtigt werden. Zu einem Gespräch mit dem Künstlerehepaar lädt das Kunsthaus für den 3. Dezember um 19 Uhr ein und freut sich über zahlreiche Besucher.
Hans-Georg Backhaus
Autor: red

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