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So, 10:25 Uhr
17.11.2013

Sperlingskauz auf der Durchreise

Der Sperlingskauz saß regungslos am Straßenrand bei Braunlage. Es handelte sich offenbar um ein Straßenverkehrsopfer. Äußerlich wirkte der sehr wachsame Vogel unversehrt, nur der linke Flügel hing herunter. Ein aufmerksamer Autofahrer brachte ihn zu Tierärztin Katharina Kohlrusch...

Gerettet (Foto: W. Wimmer) Gerettet (Foto: W. Wimmer)
Dieser Sperlingskauz ist wohl mit einem Auto kollidiert. Foto Walter Wimmer.

Sie nahm Kontakt mit dem Nationalparkhaus Sankt Andreasberg auf. Dessen Leiter, Walter Wimmer vom NABU, brachte den Patienten schließlich zu Dr. Böer nach Salzgitter-Salder, einem Spezialisten für Greifvögel. Beim Röntgen stellte sich heraus, dass nichts gebrochen war.

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Nach der erfolgten Fixierung des Flügels wird der Vogel nun weiter gepflegt und gefüttert. In ein paar Tagen wird er dann im NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde weiter versorgt. „Wenn er soweit fit ist, wird er sofort wieder ausgewildert“, sagt Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU-Artenschutzzentrums und Walter Wimmer ergänzt: „Wir werden ihn natürlich in der Nähe der Fundstelle wieder freilassen, denn in den höheren Lagen des Harzes ist der Sperlingskauz zu Hause“.

Der Sperlingskauz hat seinen Namen zu Recht. Er ist die kleinste Eule – kaum größer als ein Spatz. Eine weitere Besonderheit ist seine Lebensweise, denn er ist, anders als seine Verwandtschaft, am Tage aktiv. Seine Hauptbeute sind Kleinvögel, die oft nur wenig kleiner sind als er selbst. Zum Brüten ist er auf Spechthöhlen angewiesen, die er besonders im Nationalpark Harz zunehmend findet.
Autor: red

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