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Fr, 10:31 Uhr
15.11.2013

Ein Netzwerk für den Kinderschutz

Das Nordhäuser Netzwerk Frühe Hilfen und Kinderschutz präsentierte in dieser Woche die Schweriner Wanderausstellung „Am Rande der Wahrnehmung – Kinder als Zeugen und Opfer häuslicher Gewalt“ im Jugendclubhaus...

Fachtagung in Nordhausen (Foto: J. Piper) Fachtagung in Nordhausen (Foto: J. Piper)

Außerdem haben die Akteure des Netzwerks zum selben Thema am Mittwoch eine Fachtagung veranstaltet, zu der zahlreiche Fachkräfte aus Kinder- und Jugendeinrichtungen wie beispielsweise Lehrer und Erzieher gekommen sind.

Michaela Langbein von der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt in Schwerin, die die Ausstellung gestaltet hat, hat dabei in die Thematik eingeführt und präsentierte eindrucksvoll, wie Kinder und Jugendliche häusliche Gewalt erleben und welche Fragen nach den Elternkompetenzen sich daraus ableiten.

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Welch gravierende Auswirkungen häusliche Gewalt auf Kinder und Jugendliche hat, stellte auch Prof. Dr. Philip Heiser, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters des Südharz Klinikums, in seinem Vortrag über Traumatisierung von Kindern, die Zeugen und Opfer häuslicher Gewalt wurden, dar. Er konnte damit die Bandbreite der Symptome bei Kindern nochmals herauskristallisieren und erklären. Eindrucksvoll und ergreifend konnten die Teilnehmer der Tagung die Emotionen von Kindern im Film „WUTMANN“ von Sinna Mann erfahren. Anschließend an diesen Film offenbarte sich die Frage nach dem Umgang mit Tätern.

Antje Wiedemann (Foto) vom Südharz Klinikum berichtete anschaulich von ihrer Arbeit im Anti-Aggressions-Training, an dem beispielsweise jugendliche Straftäter teilnehmen. Neben den Fachvorträgen blieb dem Publikum genügend Raum und Zeit, sich die Ausstellung anzuschauen und Fragen rund um das Thema häusliche Gewalt zu stellen. Die Mitglieder des Netzwerkes standen den Teilnehmern der Fachveranstaltung für Fragen zur Verfügung, was einen interdisziplinären Austausch ermöglichte.

Ein viel diskutiertes Thema war beispielsweise, wie Lehrer und Erzieher reagieren können, wenn sie den Verdacht haben, das ein Kind von häuslicher Gewalt betroffen ist. Im Nordhäuser Kinderschutz-Netzwerk engagieren sich der Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes, der Soziale Dienst der Stadt Nordhausen, der Kinder- und Jugendschutzdienst im Familienzentrum des Jugendsozialwerks, die Landespolizeiinspektion Nordhausen, die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt und Stalking der Caritas, die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Südharz Klinikums und der Weiße Ring. Regelmäßig laden die Mitglieder zu solchen Fachtagungen ein, um für Themen wie häusliche Gewalt und Kindeswohlgefährdung zu sensibilisieren und die Ansprechpartner vor Ort bekannter zu machen.
Autor: red

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