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So, 21:51 Uhr
10.11.2013

Spannung bis zur letzten Sekunde

Schon in Potsdam gegen Babelsberg hätte der Spielverlauf durchaus den Stoff für ein Drehbuch hergegeben. In Auerbach setzte Nordhausen in Sachen Spannung nun noch eins drauf, lieferte die Story für einen echten Fußballkrimi und "Kommissar" Jörg Goslar konnte sich am Ende freuen. Auch Lars Koch...


Fall gelöst, drei Punkte verbucht und Wacker hatte mit den Hauptdarstellern Benjamin Halstenberg und Marcel Goslar zwei Akteure auf dem Platz, die den Zuschauern wirklich tolle Unterhaltung boten.

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Die Partie gegen Auerbach gewannen die Nordhäuser am Ende etwas glücklich aber verdient mit 3:2, dabei war in dem Spiel so ziemlich alles geboten, was Fußball spannend und sehenswert macht: zwei Elfmeter, einer davon verschossen, zwei Tore in der Nachspielzeit und jede Menge Karten vom Unparteiischen Robert Wessel aus Berlin.

Wacker hatte über weite Teile die Gastgeber im Griff, machte es sich, nachdem man bereits mit 2:0 geführt hatte, am Ende aber selbst noch einmal schwer.

Bei strömendem Regen und Temperaturen um die vier Grad und tiefem rutschigem Untergrund stand erst einmal Abtasten auf dem Programm. Den ersten richtigen Torschuss gaben die Gäste ab, ein Flugkopfball der Auerbacher (16.) war aber eine leichte Beute eines ganz starken Siefkes, der am Ende der Partie einer der Garanten für den Auswärtserfolg sein sollte. Im direkten Gegenzug marschierte Goslar über rechts in den Strafraum und kam nach Feindkontakt zu Fall. Schiedsrichter Wessel ließ aber weiter spielen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Teams recht gut in die Partie gefunden, die Abwehrreihen leisteten gute Arbeit, sodass echte Großchancen erst einmal Mangelware waren. Doch Wacker kam immer besser ins Laufen und erarbeitete sich Platzvorteile. Nach gut einer halben Stunde dann ein weiterer Angriff der Nordhäuser. Toni Jurascheck marschierte über rechts, drang in den Strafraum ein und wurde von einem Auerbacher zu Fall gebracht. Diesmal zögerte Wessel keine Sekunde, pfiff sofort und zeigte auf den Punkt.

Marcel Goslar trat an, schoss nicht unbedingt straff aber doch platziert flach in die rechte Ecke. Auerbachs Keeper Markus Dölz war zwar noch mit den Fingern dran, aber es stand 1:0 für die Nordhäuser (35.). Und die machten weiter Druck und nur zwei Minuten später hat Jan Benes per Kopfball die Chance zu erhöhen, doch der Ball geht knapp am Pfosten vorbei. Der lauffreudige Jan Löhmannsröben, der mal links, mal rechts auftauchte, marschierte in der 41. Minute Richtung Grundlinie, seine Flanke findet Martin Hauswalds Kopf, der bringt jedoch nicht genug Druck hinter den Ball und verpasst das Tor knapp, wie zuvor Benes. Kurz vor dem Pausenpfiff ist es dann noch einmal Goslar, der einen Schuss auf das Tor abgibt, der jedoch zur Ecke abgewehrt wird.

Auch nach der Pause sind es die Gäste, die den Ton auf dem Rasen angeben. In der 50. Minute fiel dann folgerichtig das 2:0 für Wacker. Rischker hatte von rechts einen Freistoß Richtung Tor geschlagen. erst zog Hauswald ab, der Schuss blieb aber in der Auerbacher Abwehr stecken. Im Gedränge vor dem Fünfmeterraum ist es dann Benjamin Halstenberg, der sich durchbeißt und trifft.

Doch dann kamen auch noch einmal die Gastgeber. Der VfB drückte nun seinerseits, mehrfach ist es ein gut aufgelegter Patrick Siefkes, der mit zum Teil tollen Paraden glänzt. Gegen den Kopfball des eingewechselten Mirco Wemme (67.), der eine Ecke von Fabian Paradies veredelte, war der Wacker-Keeper dann aber chancenlos. Und Auerbach witterte nun noch einmal seine Chance, drückte nun mächtig, "und wir haben so etwas den Faden verloren, leisteten uns einige Ungenauigkeiten und Auerbach ist natürlich auch sehr aggressiv zur Sache gegangen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir es nicht geschafft, für Entlastung zu sorgen", so Trainer Jörg Goslar.

Im Gegenteil: Auerbach schnürte Wacker in der eigenen Hälfte ein. Mit einem der wenigen Entlastungsangriffe marschierte Sebastian Hauck in den Strafraum des VfB und wird dort von Verteidiger Philipp Kötzsch "aus dem Weg geräumt". Wieder pfeift Wessel, wieder zeigt er auf den Punkt, wieder trat Goslar an und wieder schoss er etwas schwach flach rechts. Dölz hatte es wohl geahnt und klärte zur Ecke.

Wacker hätte da schon alles entscheiden können, zuvor hatte schon Toni Jurascheck in der 66. Minute die Möglichkeit nach schönem Sturmlauf alles klar machen zu können. Wer die eigenen Möglichkeiten nicht nutzt .... es kam, was kommen musste. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war es der ebenfalls eingewechselte Roy Blankenburg, der zum Ausgleich traf. Den ersten Schuss von Martin Zurawsky hatte Siefkes noch abwehren lassen, der Nachschuss aber war drin.

Doch das war es noch nicht. Wacker bäumte sich noch einmal auf, marschierte noch ein letztes Mal Richtung VfB-Tor und bekam eine Ecke, zu der aber so recht keiner antreten wollte. Es dauerte eine Weile, bis schließlich Jurascheck Richtung Fahne trabte. Vom Linienrichter etwas zur Eile getrieben, meinte Jurascheck nur: "Ja, ich mach doch schon. Oder denkst du, wir wollen nicht gewinnen." So trocken wie er das sprach war dann auch der hohe Ball in den Strafraum. Und der fand, natürlich, den Kopf von Benni Halstenberg. Mit dem Tor war Schluss und Wacker steht nun auf Tabellenplatz elf.

Jörg Goslar: "Die zwei Punkte waren schon fast verloren, am Ende hatten wir dann aber auch endlich mal das Glück, dass in dieser Saison schon so oft die anderen hatten. Ich freue mich über eine starke Leistung der Mannschaft."
Lars Koch
Autor: red

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