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Di, 11:03 Uhr
05.11.2013

Bestnoten für friedliches Fußballfest

Auch wenn die sonntägliche Niederlage bei dem einen oder anderen Wackerfan noch schmerzt, möchte ich auf die Begleitumstände der Partie kurz eingehen und ein Plädoyer für Regionalligafußball in Nordhausen formulieren.

Tolle Stimmung im AKS (Foto: Bernd Peter) Tolle Stimmung im AKS (Foto: Bernd Peter)

Schon vor der Partie waren die hauptsächlich mit eigenen PKW angereisten Leipziger Fans voll des Lobes über die Organisation und die auffallend freundlichen Polizeibeamten, die nicht als bedrohliche Sicherheitstruppe, sondern als verkehrstechnische Freunde und Helfer auftraten und jedes Fahrzeug am Rande des Kuhbergs unterbrachten.

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Wer vorher in der Stadt nach dem Weg gefragt hatte, war höflich und freundlich interessiert als Lok Leipzig begrüßt worden und auch im Stadion gab es keinen Grund zu meckern. Der große Andrang vorm Gästeblock wurde abgewartet, das Spiel 10 Minuten später angepfiffen. Das zeugt von viel Respekt vor den Gästen und ist in der Nordost-Regionalliga nicht selbstverständlich. Beispielsweise in Babelsberg wird nicht die geringste Rücksicht genommen und die Gästefans werden behandelt wie Strafgefangene.

Die Wacker-Ordner waren besonnen und tolerant, der Leipziger Supporter konnte unbehelligt während des ganzen Spiels auf dem Zaum stehen und die Fans dirigieren und auch als nach dem Spiel einige Lokisten über den Zaun sprangen, um ihre Spieler zu beglückwünschen, reagierten die Ordnungskräfte gelassen und deeskalierend.
Für die Zugfahrer gab es Shuttle-Busse vom und zum Bahnhof, alles blieb friedlich. Die Choreografie der Wackerfans zu Beginn des Spiels für den Erhalt der Fußballtradition kam im Leipziger Lager natürlich auch gut an.

Alles in allem ein phantastischer Fußballnachmittag im AKS, der durch seine Begleitumstände viel Werbung für die Stadt Nordhausen und den Verein Wacker 90, aber durchaus auch für die andernorts in letzter Zeit oft gescholtenen Polizeikräfte betrieben hat.

Die Leipziger Lokfans waren sich nach dem Spiel alle einig, im nächsten Jahr gerne wieder zu einem Regionalligaspiel her zu kommen. Als kleine Erweiterung könnte dann noch ein Grillstand mit zünftigen Thüringer Bratwürsten am Gästeblock stehen – darüber würden sich viele Sachsen sehr freuen.
Olaf Schulze
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
h3631
05.11.2013, 11:36 Uhr
Daumen hoch
Man merkt das Dein Herz für beide Vereine schlägt und das ist gut so.
pitti7
05.11.2013, 12:03 Uhr
quelle?
alles schön-alles gut-alles rosarot,0-punkte...
aber wer bzw wie kommt der kommentator auf diese BABELSBERG-GUANTANAMOschiene???
Retupmoc
05.11.2013, 13:56 Uhr
Absolute Bestnote
Weil man den Gästen leider die Bratwurst nicht geben konnte, war der Verein sogar so nett und hat Ihnen drei Punkte geschenkt. Man hat außerdem noch bei Petrus den Regen abbestellt , damit die Gäste nicht im Regen stehen mussten.

Fazit: Erlebnis pur für die Lok-Fans. Dumm nur, das die Nordhäuser Zuschauer nicht im Shuttlebus ins Stadion gefahren werden und auch selbst um ihre Parkplätze kämpfen mußten. Nichts gegen Gastfreundschaft - aber man kann es auch übertreiben. Und wie ich schon einmal sagte, nicht jeder Steuerzahler hält etwas von diesem Großaufgebot Polizei und den Eskorten auf unsere Kosten.
Körnchen
05.11.2013, 16:54 Uhr
Ablenkung
Dieser Artikel ist wieder mal Ablenkung von den eigentlichen Problemen bei Wacker. Die Fans von Lok haben super Stimmung gemacht und haben ihre Mannschaft unterstützt. Wacker Fans sind einfach lächerlich, die hört man überhaupt nicht.
Borstel
05.11.2013, 19:39 Uhr
Ich war dabei
da wir vor Beginn des Spiels am Kuhberg spazieren waren, hat es mich auf Grund des grossen Polizeiaufgebotes ins Stadion gehen lassen.
Was mich dort in der 2.Halbzeit im Nordhäuser Fanblock erwarterte, hat mich dann doch etwas schockiert.Unsere Wackermanschaft wurde von seinen Fans nicht angefeuert sondern nur in übelster Weise beschimpft, was ich doch als sehr Menschenunwürdig empfunden habe. Ich denke , dass die Nordhäuser Fans etwas von den Leipzigern lernen könnten, was es heisst hinter seiner Manschaft zu stehen
RWE
05.11.2013, 23:48 Uhr
Die LOkfans waren wohl überwiegend friedlich
genau wie die Jenaer (das sage ich als RWE-Fan).Auch die meisten Magdburger und die Fans meines Vereins werden sich zu benehmen wissen. Warum auch nicht.
Sparpotential sehe bei den übertriebenen Polizeiaufgeboten überall im Land.(In NDH geht es da eher beschaulich zu)
Ganz ohne Polizei wird es nie gehen, aber etwas weniger Polizei wäre möglich.
Lieber Retupmoc, Shuttlebusse sind kein Zeichen der Gastfreundschaft, sondern werden von der Polizei als Mittel der Fantrennung gesehen und deren Benutzung ist oft alles andere als freiwillig.
Sie wollen mit ihren Steuergeld keine Fußballeinsätze bezahlen?
Dann behalte ich aber meine Steuereuros für die Einsätze bei Maikrawallen, Demos von politischen Wirrköpfen aller Art und Castoreinsätzen ein.
Retupmoc
06.11.2013, 07:56 Uhr
Friedlich
Guten Morgen RWE. Wir sind einer Meinung. Auch für die Einsätze zu den Demos, Krawallen und Castoren - und da gibt es noch vieles mehr - möchte ich kein Steuergeld zahlen. Die Kosten für die Einsätze sollte sich der Staat von den Verursachern holen und wenn die keine Kohle haben ... ab in den Bau.

Das mit den Shuttelbussen ist mir klar, aber woanders z. B. in Erfurt werden die Fans zu Fuß durch die Stadt zum Stadion geleitet. Das kostet sicher einiges weniger. Und wie Sie sicher auch wissen, sind die meisten Anhänger friedlich. Diese Leute empfinden es als Provokation , wenn Sie in den Bus eingepfercht werden. Ich kenne das, weil ich auch schon öfter das Vergnügen hatte von der Polizei im Block festgehalten zu werden oder eben auf eine solche Art transportiert zu werden. Deshalb sollten einige Teile meines Beitrages ( auch die mit Bratwurst und Punkten ) ruhig als Sarkasmus angesehen werden.

Mal sehen, was nun aus dem Pokalspiel wird. Vielleicht findet das Heiligabend statt, so gegen 9:30 Uhr!
andreas66
06.11.2013, 08:40 Uhr
Bin schon...
zu DDR-Zeiten in den AKS gegangen um Motor Nordhausen in der damaligen DDR-Liga spielen zu sehen. War auch Zeuge des Pokalspiels von Motor Nordhausen gegen Union Berlin mit 8000 Zuschauern. Findet man heute noch dazu einen Eintrag im Archiv von Union.

Seit 2 Jahren, erst recht in der Regionalliga, zieht es mich wieder in den AKS. Habe bis auf wenige Ausnahmen die Heimspiele besucht. Bei Auswärtsspielen verfolge ich stets am Liveticker das Geschehen.

War somit auch am letzten Sonntag bei dem besagten Spiel im AKS. Beim vorletzten Heimspiel gegen Hertha´s Zweite stellte ich mich zwischen die beiden Trainerbänke, natürlich auf den Rängen. Ein wenig angelockt von der „Affäre“ des Herrn Goslar. In dem dortigen Umfeld wurde fachlich diskutiert. Über einen Fehlpass geschimpft, eine gute Aktion beklatscht.

Die Stimmung verbesserte sich mit der Besserung der Leistung von Wacker. Nach der Einwechslung von Biank und Hauswald ging ein Ruck durch die Mannschaft. Das Anschlusstor fiel. Die Fans und auch die sonstigen Zuschauer trieben ihre Wacker-Elf nach vorn. Erinnerungen an den Ausgleich gegen Carl Zeiss Jena wurden wach. Übrigens hatte ich nach diesem Spiel gegen Jena keine Stimme mehr und die Hände taten mir weh. Warum? Weil die Leistung stimmte, die man dann gern beklatscht. Selbst die Fans/Zuschauer auf der sonst sehr stillen Sitztribüne riss es von den Bänken.

In der heutigen Leistungsgesellschaft wird nur Leistung honoriert, wenn sie stimmt. Die Herren im Wacker-Präsidium, selbst Unternehmer, müssten dies am besten wissen. Was aber zur Zeit abzugehen scheint, ist der falsche Weg. Sich über die Fans/Zuschauer zu beschweren, über deren mangelnde Unterstützung geht nicht.
Wacker-Fans mit Lok-Fans zu vergleichen, geht ebenso nicht. Für mich ist ein Fußballfan, einer der in Vereinsfarben, sei es ein Schal, Trikot o.ä. ins Stadion geht und sein Verein unterstützt. Die Lokfans kamen mit L-OK Kennzeichen angefahren, Autofahnen in Vereinsfarben angesteckt. Gibt es so was Ähnliches in Nordhausen?

Ich, als Zuschauer, werde weiterhin Spiele der Wacker-Elf im AKS besuchen. Persönlich dachte ich nach dem Spiel in Babelsberg, jetzt ist der Knoten geplatzt. Gegen Lok Leipzig nochmal drei Punkte sind sechs. Da wären wir nach Erfurt und Jena an dritter Stelle in Thüringen. Dort gehören wir eigentlich auch hin. Aber nach der letzten Niederlage gilt es nach vorn zu schauen und dieses Wochenende in Auerbach das Potenzial mal greifen lassen, was in der Mannschaft steckt.
alf-gordon
06.11.2013, 08:55 Uhr
LOK-Fans waren friedlich..
Es hat wirklich alles gepasst an diesem Nachmittag. Das grosse Polizeiaufgebot hatten wir schon damals zu Regionalligazeiten , wo es gegen Dynamo ( 5000 Zuschauer )und andere Teams ging.

Wenn die jetzige Wackerführung mit den heimischen Fans nicht zufrieden ist , warum werden nicht welche gekauft , so wie es mit der Mannschaft gemacht wurde ;) . Ich war seid langem wieder im AKS und war erschrocken ,nach den Berichten rechnette ich mit mehr Unterhaltung.

Mit 1900 Zuschauern bei so einem Wetter , sollte man zufrieden sein und nicht gegen Sie angehen
Momentmal
06.11.2013, 13:34 Uhr
Fanunterstützung
Fand den Beitrag von Andreas66 sehr gut, nur daß dies damals gegen Union kein Pokalspiel,sondern ein Aufstiegsspiel zur Oberliga war...aber sei`s drum.
Der Vergleich zwischen Wackerfans und Lokfans,zahlreich und lautstark, hinkt durchaus gewaltig. Dort ist auf der einen Seite eine traditionelle Riesen Fankultur,welche sich gleich mit 2 ungeliebten Lokalrivalen zu positionieren sucht,nämlich gegen Chemie und RB. Da muß man als Szene Akzente setzen und tritt entsprechend auf. Natürlich haben wir ähnliche "Voraussetzungen" in Nordhausen nicht.
Vielleicht bedarf es erst einer,wenn es soweit kommt,längeren Zugehörigkeit zu dieser Regionalliga,daß sich die Wackerfans besser positionieren.
andreas66
06.11.2013, 15:21 Uhr
An @Momentmal
Ist o.K. Danke nochmals. So sollte eigentlich das Kommentieren hier auf nnz-online funktionieren. Auf dieser Plattform sollte fachlich richtig und niveauvoll diskutiert werden. Das sinnlose Gekritzel unter einem anonymen Aliasnamen, das geht schon mal unter die Gürtellinie. Das Grundrecht auf Meinungsäußerung gestattet dies nun mal.

Zum eigentlichen Thema nochmal. Lok Leipzig ging aus dem VfB Leipzig hervor. Dieser war 1903 der erste deutsche Meister. Zu Oberliga-Zeiten war Lok zum ewigen Zweiten hinter BFC Dynamo verdammt. Zahlreiche Europapokal-Spiele sprechen weiterhin für eine vorhandene Fankultur, die damals schon dort herrschte. Man soll die "Fankultur" hier in Nordhausen bitte mit Meuselwitz, Auerbach oder auch Halberstadt vergleichen.
othello
06.11.2013, 17:40 Uhr
Publikumsbeschimpfung
Andreas 66 u. Momentmal haben beide die Situation in der Nordhäuser Fußballszene richtig erkannt. Wer schon seit DDR-Zeiten den Nordhäuser Fußball kennt, weiß, dass es noch nie solche Fan-Blocks wie bei den Traditionsvereinen gegeben hat, egal wie erfolgreich die Spieler von Motor-Nordhausen West und Wacker Nordhausen waren. Das normale Nordhäuser Publikum ist nun mal so, wie es jetzt ist und zeigt seine Begeisterung eher individuell als in einem organisierten Block.
Eine Fankultur muss erst noch wachsen, vorausgesetzt Wacker zeigt entsprechende Spiele und kann sich in der Regionalliga etablieren. Deshalb war die Zuschauerbeschimpfung des Präsidiums völlig fehl am Platz und fand seinen Höhepunkt in der Frage „ ob das Nordhäuser Publikum überhaupt eine Regionalmannschaft verdient „. Sie sollten zufrieden sein, wenn ca. 1400 zahlende Zuschauer in diesen maroden Sportpark , mit Sitzbänken aus DDR-Zeiten, zu einem Spiel gegen den Tabellenletzten kommen und ihre Mannschaft auf ihre Art unterstützen.
andreas66
06.11.2013, 19:15 Uhr
An @othello
Mehr als 2 Daumen hoch geht nicht, halt anatomisch bedingt. An gleicher Stelle wird hier von großer Nachfrage für den ersten Heimkampf unserer Boxer vom NSV berichtet. Auch da zieht Herr Kleofas die Fäden im Management. Bei den Kämpfen in der Ballsporthalle war ich auch Zuschauer, wie im AKS. Aber in der Ballspielhalle blieb es nie ruhig, die Halle bebte förmlich. Warum? Die Leistung stimmte. Die Starter in der Nordhäuser Boxstaffel werden auch „eingekauft“. Viele wurden zu Publikumslieblinge. Warum? Die Leistung, der Kampf, der Wille stimmte bei ihnen. Also Wackermannschaft, macht es euren Sportkollegen vom NSV nach und kämpft um ein Tor mehr als der Gegner. Die Zuschauer/Fans werden es schon gebührend honorieren.
pitti7
07.11.2013, 10:04 Uhr
@olaf schulze
ich glaube nicht, dass ein verfasser eines berichts nicht die kommentare dazu liest. deshalb hier nochmals die frage:

woher hat her schulze die informationen, dass in babelsberg gästefans wie strafgefangene behandelt werden?

antwort umgehend erwartet,danke
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