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Di, 09:17 Uhr
05.11.2013

Projekte für den Naturschutz

Letzte Arbeiten für den heimischen Naturschutz wurden vorige Woche von Forstwirten des hiesigen Forstamtes Bleicherode-Südharz beendet. Seit August sind punktuell mehrere Waldarbeiter für den Naturschutz im Einsatz. Einzelheiten in Ihrer nnz...

Projekte für den Naturschutz (Foto: Forstamt) Projekte für den Naturschutz (Foto: Forstamt)
Forstwirte bei der Schilfmahd an den Meyers Teichen

Bei fünf Projekten im Forstamtsbereich entbuschten und mähten die Arbeiter naturschutzfachlich wertvolle Biotope und Landschaftsbestandteile im Raum Nordhausen und Umgebung. Seltene Pflanzen- und Tierarten profitieren am stärksten von der Wiederherstellung der benötigten Lebensräume.

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Auf den Sattelköpfen im Revier Gudersleben fanden umfangreiche Entbuschungsarbeiten statt. Die auszubildenden Forstwirte mähten im Brandisbachtal im Forstrevier Christianenhaus mehrere Feuchtwiesen, im Revier Wiegersdorf arbeitete man zeitweise gleichzeitig an der Mahd zweier Orchideenwiesen.

Ein Großteil der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit wurde bei der Schilfmahd an den Meyers Teiche eingebracht. Im zentralen Bereich der Windlücke, nördlich von Nordhausen, zwischen Petersdorf, Buchholz und Steigerthal bis nach Himmelgarten ersteckenden Gebiet, gelegen. Die nach einem früherem Eigentümer benannten „Meyers Teiche“ sind umgeben von Nadel –und Laubmischwäldern, Wiesen und Äckern, sie sind Anziehungspunkt für Wanderer und Naturliebhaber und direkt am bekannten Karstwanderweg gelegen.

Durch temporäre Speisung der Quellen des Roßmannbachs fallen sie im Sommer auch trocken und verlanden zunehmend. Dadurch konnte sich im Laufe der Zeit ein breiter Schilfgürtel, aber auch das seltene breitblättrige Knabenkraut, eine der vielen Orchideenarten etablieren.

Geschafft (Foto: Forstamt) Geschafft (Foto: Forstamt) Im Zuge einer extensiven Rinderweide ist es gelungen, den im oberen Teil der Meyers Teiche stark wuchernden Schilfgürtel zurückzudrängen und den Orchideen mehr Wuchsraum zu verschaffen. Der untere zeitweilig knietiefe Teil muss durch eine sehr arbeitsintensive Pflegemaßnahme nahezu alle zwei Jahre freigehalten werden. Möglich macht das die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem heutigen Eigentümer, der Stadt Nordhausen und der sich verantwortlich zeigenden Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Forstamt Bleicherode-Südharz.

Von den anfänglich dreißig blühenden streng geschützten und vom Aussterben bedrohten Orchideen des „breitblättrigen Knabenkrautes“, konnten bei diesjährigen Zählungen im Mai über 200 Exemplare bestätigt werden. Ein lohnender Weg!

Alle zwei Jahre mähen Forstwirte des Forstamtes Bleicherode-Südharz mit Motorsensen das Schilf ab und transportieren es mit Planen und Schubkarren zu einem festen Lagerort. Anschließend wird es der Kompostierung zugeführt.

Nur durch die wiederkehrende Mahd und Entbuschung kann der begrenzte Lebensraum geschützter Orchideenarten erhalten bleiben.
Autor: red

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