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So, 20:00 Uhr
03.11.2013

Enttäuschter Trainer, enttäuschte Fans

Es war ein enttäuschender Auftritt von Wacker Nordhausen und zweifelsohne auch das schwächste Spiel der bisherigen Saison vom Regionalliga-Aufsteiger. Nach dem tollen Auswärtserfolg gegen den Tabellensiebten Babelsberg in der vergangenen Woche verlor die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar zu Hause gegen Tabellenschlusslicht Lokomotive Leipzig. Eine Zusammenfassung von Lars Koch...


Die "Lokomotive" hatte dabei vom Anpfiff an gleich ordentlich Dampf gemacht und ging mit einem Blitztor vom in der bisherigen Saison torgefährlichsten Leipziger Steve Rolleder schon in der zweiten Minute in Führung. Andy Wendschuch hatte gleich vier Verteidiger auf sich gezogen und trotzdem noch zu Stürmer Rolleder durchgeschoben. Der hatte reichlich Zeit, sich den Ball noch zurecht zu legen, Siefkes auszugucken und dann ins lange Eck zu treffen.

Die Gastgeber brauchten ein paar Minuten, bis sie endlich ins Spiel fanden. Trotz ansprechendem Spiel offenbarte sich schnell auch die altbekannte Abschluss-Schwäche der Nordhäuser. Bis zum 16er der Gäste lief es noch einigermaßen, dann jedoch fehlte der finale Pass, die nötige Aggressivität und vor allen Dingen der erfolgreiche Abschluss. Wacker war wieder einmal fast nur über Standards gefährlich, aus dem Spiel heraus klappte nicht so viel.

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Trotzdem hatten die Nordhäuser ihre Möglichkeiten. So in der elften Minute, als Marcel Goslar Sebastian Hauck im Sechszehnmeterraum anspielte. Der schoss jedoch aus zehn Metern reichlich drüber, über das Tor der Leipziger. Hauck war es dann auch, der in der 18. im Strafraum der Gäste von den Beinen geholt wurde. Der Pfiff vom Unparteiischen Philipp Kutscher aus Berlin kam sofort. Zum Strafstoß trat Robert Stark an, doch dessen Schuss war zu schwach und zu unplatziert. Lokomotive-Keeper Steven Braunsdorf hatte keine Mühe, den Ball abzuwehren, die Leipziger Abwehr erledigte den Rest.

Und gerade, als es im weiteren Spielverlauf so langsam den Eindruck machte, als wäre Wacker näher am Ausgleich dran, als die Gäste an ihrem zweiten Treffer, war es wieder einer der Fehler der Nordhäuser, mit dem der Gast zum nächsten Treffer eingeladen wurde. Erst verlor Tunc in der Nähe der Mittellinie den Ball, auch Jurascheck konnte dann den guten Pass von Rolleder auf Rico Engler nicht verhindern. Leipzig konterte Wacker klassisch aus. Engler marschierte allein auf Siefkes zu und traf - ein Spiegelbild des ersten Tores, nur über die andere Seite - in der 39. Minute zum 2:0 für die Gäste.

Aus der Pause kamen die Nordhäuser schon nach acht Minuten zurück, viel gab es wohl zum bisher gezeigten auch nicht zu sagen. Doch das Spiel von Wacker wurde nicht besser, eher noch schwächer. Viele Pässe kamen nicht an, in den Zweikämpfen fehlte der Biss, den Wacker zuletzt noch in Potsdam gezeigt hatte. Immerhin kam Nordhausen in der 73. Minute zumindest zum Anschluss-Treffer. Nach einer Jurascheck-Flanke in den Strafraum der Leipziger bewahrte im Gewühl vor dem Tor Jan Löhmannsröben als einziger den Überblick.

Er spitzelte den Ball irgendwie über die Torlinie, 1:2. Wacker startete noch einmal eine Schlussoffensive, kämpfte nun doch zumindest um den einen Punkt. Und tatsächlich fiel in der Nachspielzeit noch das so sehnlich erhoffte 2:2. Löhmannsröben hatte eine Goslar-Ecke in hohem Bocken ins Tor von Leipzig geköpft. Schiri Kutscher hatte allerdings schon abgepfiffen, da Martin Hauswald Keeper Braunsdorf im Fünfmeterraum behindert hatte.

So bleibt nach dem tollen Auswärtserfolg in Potsdam nur ein Rückfall in alte Muster zu verzeichnen. Trainer Jörg Goslar war entsprechend enttäuscht. "Wir hatten uns hier etwas anderes vorgenommen. Das Schlimme ist, dass es heute so einfach war, gegen uns zu gewinnen."
Lars Koch
Autor: red

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