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Mo, 15:06 Uhr
10.05.2004

Arbeiten an Visionen

Nordhausen (nnz). Das neue Leitungsteam des Nordhäuser Theaters stellte heute den Spielplan der neuen Saison vor. Da gab es jede Menge Neues zu hören, es wurden aber auch Versprechungen eingelöst. Die nnz war aufmerksamer Zuhörer.


Obwohl die Mannschaft um den designierten Intendanten Lars Tietje wohl erst ab August so richtig loslegen kann, liefen im Hintergrund schon die Vorbereitungen auf die kommende Saison. Das Ende der Ära Pirklbauer ist damit endgültig eingeläutet worden. Und so ließen es sich auch die Nordhäuser Mitglieder des Aufsichtsrates der GmbH nicht nehmen, um sich ebenfalls über das kommende Angebot zu informieren. Man sei eingeladen worden, so Bürgermeister Klaus Wahlbuhl gegenüber nnz und trat damit Mutmaßungen entgegen, man wolle auch heute als Aufsichtsgremium agieren.

Er wolle ein Theater für die Nordthüringer Region machen, kündigte Lars Tietje bei seiner Vorstellung im Nordhäuser Rathaus im vergangenen Jahr an. Das Theater müsse die Menschen binden, war damals zu hören. Und dieses Versprechen scheint auf den ersten Blick eingelöst.

Die Daten: 15 Premieren und zwei Wiederaufnahmen, acht Sinfoniekonzerte und drei Schlosskonzerte warten in diesem Jahr auf Zuhörer und Zuschauer. Los geht das Spektakel 2004/2005 mit der „Zauberflöte“ von Mozart. Bewusst war diese Oper gewählt worden, weil man mit dem Teil (fast) allen zur verfügbaren Kräfte – sprich Ensemble-Mitglieder - auf die Bühne stellen könnte. Und: man wolle auch alle Theaterbegeisterten erreichen. Die „Lustige Witwe“ wird genaus so singend über die Bühne spazieren, wie es „Tosca“ und die „Lustigen Weiber von Windsor“ geben wird.

Eine lustige Spielzeit? Man könnte es fast meinen, denn mit „Chess“ wird ein Musical nach Nordhausen geholt, daß aus der Feder der Abba-Männer Benny und Bjorn stammt. Für Stimmung auf der Bühne und im Parkett soll darüber hinaus ein weiteres Musical sorgen. Die „Sekreärinnen“ ist eine Rudolstädter Inszenierung und soll dort nach Aussagen von Tietje „höllisch“ gut laufen.

In der Sparte Ballett wird die neue Direktorin Jutta Wörne nicht nur neun neue Tänzerinnen und Tänzer auf den Nordhäuser Brettern präsentieren, sie will dem geschätzten Publikum auch Uraufführungen anbieten. Sie habe diese Stücke für die Nordhäuser und für die Stadt geschrieben. Warum dann der Ballettabend unter dem spannenden Titel „Generation 80ies“ ausgerechnet in Bayern spielen muß, das mag bis zur Premiere am 22. Oktober wohl noch das Geheimnis von Frau Wörne bleiben.

Man sollte sich überraschen lassen und man sollte vielleicht auch wieder mal einen Neuanfang mit dem wagen, was sich jetzt noch Nordhäuser Theater nennt. Fakt ist, das Rudolstädter Theater wird vier Inszenierungen übernehmen, dafür rollt der Nordhäuser Tross dreimal in Richtung Ostthüringen. In der kommenden Spielzeit muß Verwaltungschef Wolfgang Schwerdtfeger mit runden neun Millionen Euro auskommen und im Jahr 2007 soll es noch 201 Mitarbeiter an der Nordhäuser Promenade geben.

Und wenn sich die neuen Schauspieler, Tänzer, vor allem aber die neuen „Leiter“ in Nordhausen wohlfühlen, hier nicht nur arbeiten, sondern auch leben, dann könnte sich das Versprechen von Lars Tietje richtig mit Leben erfüllen: Wir wollen ein Theater für Nordthüringen machen. Mit einem Gastspiel in Heiligenstadt wird bereits ein Zeichen gesetzt. Und dann soll das Loh-Orchester in diesem Jahr in Fernost spielen. Für Mitte Oktober bis Anfang November ist eine Tournee durch Japan geplant.
Autor: nnz

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