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Fr, 11:10 Uhr
25.10.2013

Neue SPD-Chefin: Nachgefragt

Barbara Rinke soll die Nordhäuser Sozialdemokratie in das Wahljahr 2014 führen. Das haben am Abend die Mitglieder mehrheitlich beschlossen. Wir haben nachgefragt...


Stefan Nüßle, der Nordhäuser CDU-Chef urlaubt noch, dafür bewertet der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Norbert Klodt, die Wahl von Barbara Rinke als "einen Schritt zurück". Klodt weiter: "Das ist kein Neuanfang und damit ein schwerer Brocken für Teile der SPD-Stadtratsfraktion, die vorgeführt wurden." Klodt glaubt nicht, dass diese Personalie die Zusammenarbeit der demokratischen Parteien mit der SPD im Stadtrat erleichtern werde.

Für Barbara Schencke, die Fraktionsvorsitzende der Linken im Stadtrat, zeigt die gestrige Veranstaltung genau ein Abbild der aktuellen Situation der SPD. "Ich bin mir fast sicher, dass sich Frau Rinke mit dem Vorsitz in der SPD nicht zufriedengeben wird und für den nächsten Stadtrat kandidiert. Das wiederum wird der Zusammenarbeit in dem neuen Gremium nicht förderlich sein", sagt Schencke.

Martin Höfer fand das gestrige Schauspiel schon sehr "clever von Frau Rinke und Herrn Jendricke", die Basis der SPD "derart abzuzocken". "Allerdings ist das für die zukünftige Politik der SPD wenig zielführend, vor allem im Hinblick auf die Zusammenarbeit im Stadtrat. Das ist kein Neuanfang und so lange Frau Rinke weiter ihre Hände schützend über Herrn Jendricke hält, solange wird es keine konstruktive Zusammenarbeit geben. Für mich ist die Person Jendricke der Dreh- und Angelpunkt aller Ärgernisse in Stadtrat und Stadtverwaltung", sagt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
25.10.2013, 17:09 Uhr
Machen wi es en Grünen gleich
Da war wohl die unqualifizierte und ungelernte Claudia Roth und Katrin Göhring-Eckardt das Vorbild?
BuergervonNordhausen
25.10.2013, 20:34 Uhr
Rinke zerstört mit Eitelkeit ihr Lebenswerk
Recht hat Martin Höfer, sonst eher intellektuelles Leichtgewicht, mit seiner Äußerung, dass Ursache aller Verwerfungen die Person Matthias Jendricke ist. Und als dessen politische Adoptivmutter hat sie auch die fortlaufenden Irrungen und Grobheiten des unerzogenen Sohnes zu verantworten. Barbara Rinke muss also, will sie überhaupt eine Chance haben, zweierlei Hürden überspringen.

Die erste, und wohl auch die einfachere, ist die Distanzierung von Herrn Jendricke. Wer Sieger sein will, darf sich nicht mit Verlierern umgeben, denn Herr Jendricke wird in Nordhausen und im Stadtrat nichts mehr reissen. Ob ihr das gelingt, darf allerdings angezweifelt werden, wenn man sieht, dass ausgerechnet Herr Jendricke ihren Namen ins Spiel brachte. Man muss sicherlich kein Kenner der Szene sein, um das abgekartete Spiel zu durchschauen.Sicherlich sind da im Laufe der Zeit auch wechselseitige Abhängigkeiten entstanden, die es Frau Rinke schwer machen werden, Matthias Jendricke den Laufpass zu geben, denn wenn er untergeht,wird er Leute mitnehmen wollen. Und auch in seiner politisch letzten Stunde wird er es halten wie seit eh und je: Nicht Freund noch Feind kennen.

Was aber für Frau Rinke persönlich tragischer werden könnte- und wiedermal wird Eitelkeit zum Totenrichter- ist dass sie nun die erste Verteidigerin ihres politischen Lebenswerks in Nordhausen ist und sich damit voll in die Schusslinie begibt. Wenn man befangen ist, überlässt man die Verteidigung aber besser anderen Personen. Angriffe von Seiten der CDU und auch der anderen Parteien dürfen, ja müssen sogar, nun ganz offen und legitim gegen sie geführt werden.

Sie wird dadurch erheblich an Glanz verlieren, selbst wenn sie die bestmögliche aller Strategien verfolgt. Das übersteht sie nicht unbeschadet. Und Munition scheint zur Genüge vorhanden: Kulturbibliothek, Himmelgartenbibliothek und schließlich die Datenlöschung vor Amtsübergabe.Und vermutlich wird das nicht alles sein, was an Unrat noch aus der "Schatztruhe" von Frau Rinke quellen wird. Und das schlechte Wahlergebnis von gerade mal 66 Prozent zeigt auch, wie gespalten die Partei ist.

Mit so einem Ergebnis kann man sich nicht als starker Partner präsentieren. Und wenn man sich die Umstände der Wahl anschaut, wird sie schon innerhalb der eigenen Partei nicht die große Versöhnerin sein können. Dafür sind die Fronten im Ortsverband viel zu verhärtet. Wie soll sie es dann erst nach außen sein? Wie also wird es weitergehen? Die SPD wird bei den Kommunalwahlen in Nordhausen sicherlich ein schlechteres Ergebnis als vormals einfahren. Das wird sie zu verantworten haben.

Leider wohl erst dann, wird der Ortsverband reif genug sein, den Weg frei zu machen für andere unverbrauchte Genossen aus der Nordhäuser SPD, die nicht unbedingt Arndt Schelenhaus heißen müssen. Es ist heute wie in jenen Märztagen, an denen der Winter noch einmal zurückkehrt, aber die Zeichen des Frühlings schon unübersehbar sind. Und der Frühling in der SPD wird kommen und er wird dann nicht 67 Jahre alt sein...
Zukunft
25.10.2013, 21:26 Uhr
Super
Kommentar, Bürger von Nordhausen. Tolle Analyse.
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