Do, 14:54 Uhr
24.10.2013
Eine Ausstellung verabschiedet sich
Der jetzige Sonntag bietet von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr die letzte Möglichkeit des Besuches der Sonderausstellung im Museum Flohburg über mehrere Mitglieder der Familie Förstemann vom 18. bis zum 20. Jahrhundert in Nordhausen. Um 10.30 Uhr und um 16.00 Uhr gibt es noch einmal Führungen...
Die Kuratorin, in diesem Fall auch die Autorin dieses Textes, ist den ganzen Tag anwesend. Auf 32 großen reich illustrierten Tafeln kann man eintauchen in 300 Jahre Geschichte. Zahlreiche Bücher aus dem Stadtarchiv und aus Privatbesitz geben zusätzliche Hinweise. Eine kleine feine Gemälde- und Grafikausstellung zeigt Ansichten Nordhausens und mehrere Porträts.
Die zahlreichen Besucher dieser Präsentation können von sich sagen, dass sie in der einheimischen Geschichte in dieser Beziehung keine Fremdlinge mehr sind. Die Zusammenführung der Lebensgeschichte der Männer und Frauen dieser verzweigten Familie mit anderen bekannten Persönlichkeiten Nordhausens bietet auch ein breites Spektrum des Kennenlernens der Nordhäuser Geschichte des ausgewählten Zeitraumes.
Besonders erfreulich war, dass mehrere Personen, die den Nachnamen Foerstemann/Förstemann tragen, aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands in die Ausstellung kamen. Dadurch wurde noch so manches Lebensdetail ans Tageslicht gefördert.
Einer, der mit mehreren Förstemanns in Nordhausen lebte, war der Botaniker Friedrich Traugott Kützing (1807 – 1893), ein ausgebildeter Apotheker.
Kützingdenkmal im Gehege (Foto: Archiv Kneffel)
Er unterrichtete von 1835 bis 1883 Naturwissenschaften an der Realschule/Realgymnasium in Nordhausen. Die Stadt verlieh 1896 einer Straße seinen Namen. Am Hauptweg in das Nordhäuser Gehege steht sein Denkmal, das ihm 1906 sein Schüler Hermann Arnold errichten ließ.
Am 18. Oktober kam eine Nachfahrin Kützings, Frau Hedwig Degenhardt, mit ihrem Mann und der verwandten Familie Scholz aus Heringen in die Ausstellung, um angesichts der Schautafel über ihren Urahn an zwei Angehörige der Stadtverwaltung, Frau Dr. Klose und Herrn Dr. Theilemann, eine Originalhandschrift des Lebens des hoch geehrten Algenforschers zu überreichen. Der Zeitpunkt war sehr passend, denn am 9. September 2013 war der 120. Todestag Kützings.
Die beiden Ehepaare waren von dem Museumsbau, der ständigen Ausstellung und der Sonderausstellung sehr angetan, beglückwünschten Nordhausen dafür. Die Familie Degenhardt wird mit weiteren Verwandten noch einmal wiederkommen.
Die Schenkung ist eine umfangreiche Handschrift, zu einem Buch gebunden. Bereits 1953 wurde von zwei männlichen Nachfahren ein Manuskript im Stadtarchiv hinterlegt. Der damalige Stadtarchivar R. H. Walther Müller hatte einen Aufsatz veröffentlicht: Fr. Traugott Kützing – ein Leben für die Naturwissenschaften. Dieser hatte die Aufmerksamkeit der Kützingfamilie gefunden – so kam es 1953 zu dieser Schenkung, ebenfalls als Buch gebunden.1960 erschien dann: Kützing, F. T., Aufzeichnungen und Erinnerungen. Hrsg. von R. H. W. Müller u. R. Zaunick, Leipzig 1960 (Lebensdarstellungen deutscher Naturforscher, 8).
Heidelore Kneffel
Autor: redDie Kuratorin, in diesem Fall auch die Autorin dieses Textes, ist den ganzen Tag anwesend. Auf 32 großen reich illustrierten Tafeln kann man eintauchen in 300 Jahre Geschichte. Zahlreiche Bücher aus dem Stadtarchiv und aus Privatbesitz geben zusätzliche Hinweise. Eine kleine feine Gemälde- und Grafikausstellung zeigt Ansichten Nordhausens und mehrere Porträts.
Die zahlreichen Besucher dieser Präsentation können von sich sagen, dass sie in der einheimischen Geschichte in dieser Beziehung keine Fremdlinge mehr sind. Die Zusammenführung der Lebensgeschichte der Männer und Frauen dieser verzweigten Familie mit anderen bekannten Persönlichkeiten Nordhausens bietet auch ein breites Spektrum des Kennenlernens der Nordhäuser Geschichte des ausgewählten Zeitraumes.
Besonders erfreulich war, dass mehrere Personen, die den Nachnamen Foerstemann/Förstemann tragen, aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands in die Ausstellung kamen. Dadurch wurde noch so manches Lebensdetail ans Tageslicht gefördert.
Einer, der mit mehreren Förstemanns in Nordhausen lebte, war der Botaniker Friedrich Traugott Kützing (1807 – 1893), ein ausgebildeter Apotheker.
Kützingdenkmal im Gehege (Foto: Archiv Kneffel)
Er unterrichtete von 1835 bis 1883 Naturwissenschaften an der Realschule/Realgymnasium in Nordhausen. Die Stadt verlieh 1896 einer Straße seinen Namen. Am Hauptweg in das Nordhäuser Gehege steht sein Denkmal, das ihm 1906 sein Schüler Hermann Arnold errichten ließ. Am 18. Oktober kam eine Nachfahrin Kützings, Frau Hedwig Degenhardt, mit ihrem Mann und der verwandten Familie Scholz aus Heringen in die Ausstellung, um angesichts der Schautafel über ihren Urahn an zwei Angehörige der Stadtverwaltung, Frau Dr. Klose und Herrn Dr. Theilemann, eine Originalhandschrift des Lebens des hoch geehrten Algenforschers zu überreichen. Der Zeitpunkt war sehr passend, denn am 9. September 2013 war der 120. Todestag Kützings.
Die beiden Ehepaare waren von dem Museumsbau, der ständigen Ausstellung und der Sonderausstellung sehr angetan, beglückwünschten Nordhausen dafür. Die Familie Degenhardt wird mit weiteren Verwandten noch einmal wiederkommen.
Die Schenkung ist eine umfangreiche Handschrift, zu einem Buch gebunden. Bereits 1953 wurde von zwei männlichen Nachfahren ein Manuskript im Stadtarchiv hinterlegt. Der damalige Stadtarchivar R. H. Walther Müller hatte einen Aufsatz veröffentlicht: Fr. Traugott Kützing – ein Leben für die Naturwissenschaften. Dieser hatte die Aufmerksamkeit der Kützingfamilie gefunden – so kam es 1953 zu dieser Schenkung, ebenfalls als Buch gebunden.1960 erschien dann: Kützing, F. T., Aufzeichnungen und Erinnerungen. Hrsg. von R. H. W. Müller u. R. Zaunick, Leipzig 1960 (Lebensdarstellungen deutscher Naturforscher, 8).
Heidelore Kneffel




