Do, 06:42 Uhr
24.10.2013
Einen Schwarzbären im Wohnzimmer
Alles andere, nur kein Bäcker wollte Jürgen Hoffmann werden. Als Förster durch die Natur und grüne Wälder streifen, davon träumte er schon als Kind. Kurt Frank hat den 77-Jährigen in Nordhausen besucht...
Es blieb ein Traum. Sein Wunsch erfüllte sich nicht. Leider, bedauert der Senior im Rückblick. Großvater Emil ist er trotzdem nicht gram. Er war es, der den Enkel davon abhielt. Der alte Herr führte eine Bäckerei. Sein Sohn, ebenfalls Bäcker, war im Krieg geblieben. Wer, wenn nicht Enkelsohn Jürgen, sollte das Geschäft weiter führen.
Der Junge gehorchte, erlernte das Bäckerhandwerk, erwarb den Meisterbrief. 48 Jahre lang steuerte Jürgen Hoffmann das Unternehmen auch durch schwere See. Sohn Harald lernte Zerspanungsfacharbeiter. Nach der Wende ging sein Betrieb den Bach runter. Harald schulte um, übernahm die Bäckerei und Anne Katrin, seine Frau, gleich mit. Ihr Sohn Holger trat ebenfalls in die Fußstapfen seiner Vorfahren. Heute ist der 28-Jährige Bäckermeister.
In der fünften Generation geführt, hat die Familienbäckerei Hoffmann in der Stolberger Straße einen guten Ruf. Eigentlich wollte sie der Altmeister 1990 schließen, sich zur Ruhe setzen, es sich gemütlich machen. Seine Frau und die Schwiegermutter hätten ihn davon abgehalten. An die 900 000 DM habe er nach der Wende in die Firma gesteckt. Man sah die harte Währung, das gute Geld. Reich sei man aber trotzdem nicht geworden.
Diesen Schwarzbären erlegte Jürgen Hoffmann in Kanada. Er kommt ins Schwärmen, wenn er über seine Erlebnisse bei der Bärenjagd berichtet.
Jürgen Hoffmann ist nicht nur ein anerkannter Bäckermeister. Angetan hat es ihm auch die Jagd. Spannende Geschichten weiß er da zu erzählen. Seine Schilderungen sind voller Leidenschaft, wenn er von seinen Erlebnissen in Kanada berichtet. Dort war er auf Bärenjagd. Der alte Herr wird nicht müde, darüber zu berichten. Sieben Schwarzbären habe er erlegt. Sechs davon befinden sich in seinem Haus, einer präpariert in voller Größe. Die anderen dienen als Wandschmuck. Oder Bettvorleger.
Die Bärenjagd sei in Kanada nur in drei Monaten des Jahres erlaubt. Nicht jedem, sagte er, der da komme, dürfe auch jagen. In Tirol sei er auch gewesen, wo er zwei Gamsböcke streckte. Ein Schießer wäre er aber nicht. Weidmann Jürgen Hoffmann führt exakt Buch. Nach seiner Jagdeignungsprüfung am 4. Mai 1963 sei ein Stück Schwarzwild die erste Beute gewesen, erlegt am 23. Februar 1964 im Raum Steigerthal. Am 2. Juni des gleichen Jahres erwischte er in Sophienhof einen Rehbock. Ein Raum seines Hauses hängt heute voller Trophäen.
Das Jägerleben des Altmeisters Jürgen Hoffmann (rechts) färbte auf die Familie ab. Sohn Harald, Schwiegertochter Anne Katrin und Enkel Holger (fehlt auf dem Bild) gehen ebenfalls auf Pirsch.
Das Jägerleben des Jürgen Hoffmann färbte auf seine Familie ab. Sohn Harald wurde Weidmann. Und überzeugte seine Frau Anne Katrin. Ihr Sohn Holger trägt ebenfalls den grünen Hut. Sohn, Schwiegertochter und Enkel seien aber nicht so jagdversessen wie er es war. Der Enkelsohn habe jetzt seine Leidenschaft in der Aufbereitung und Pflege alter Motorräder entdeckt.
Kurt Frank
Autor: redEs blieb ein Traum. Sein Wunsch erfüllte sich nicht. Leider, bedauert der Senior im Rückblick. Großvater Emil ist er trotzdem nicht gram. Er war es, der den Enkel davon abhielt. Der alte Herr führte eine Bäckerei. Sein Sohn, ebenfalls Bäcker, war im Krieg geblieben. Wer, wenn nicht Enkelsohn Jürgen, sollte das Geschäft weiter führen.
Der Junge gehorchte, erlernte das Bäckerhandwerk, erwarb den Meisterbrief. 48 Jahre lang steuerte Jürgen Hoffmann das Unternehmen auch durch schwere See. Sohn Harald lernte Zerspanungsfacharbeiter. Nach der Wende ging sein Betrieb den Bach runter. Harald schulte um, übernahm die Bäckerei und Anne Katrin, seine Frau, gleich mit. Ihr Sohn Holger trat ebenfalls in die Fußstapfen seiner Vorfahren. Heute ist der 28-Jährige Bäckermeister.
In der fünften Generation geführt, hat die Familienbäckerei Hoffmann in der Stolberger Straße einen guten Ruf. Eigentlich wollte sie der Altmeister 1990 schließen, sich zur Ruhe setzen, es sich gemütlich machen. Seine Frau und die Schwiegermutter hätten ihn davon abgehalten. An die 900 000 DM habe er nach der Wende in die Firma gesteckt. Man sah die harte Währung, das gute Geld. Reich sei man aber trotzdem nicht geworden.
Diesen Schwarzbären erlegte Jürgen Hoffmann in Kanada. Er kommt ins Schwärmen, wenn er über seine Erlebnisse bei der Bärenjagd berichtet.
Jürgen Hoffmann ist nicht nur ein anerkannter Bäckermeister. Angetan hat es ihm auch die Jagd. Spannende Geschichten weiß er da zu erzählen. Seine Schilderungen sind voller Leidenschaft, wenn er von seinen Erlebnissen in Kanada berichtet. Dort war er auf Bärenjagd. Der alte Herr wird nicht müde, darüber zu berichten. Sieben Schwarzbären habe er erlegt. Sechs davon befinden sich in seinem Haus, einer präpariert in voller Größe. Die anderen dienen als Wandschmuck. Oder Bettvorleger.
Die Bärenjagd sei in Kanada nur in drei Monaten des Jahres erlaubt. Nicht jedem, sagte er, der da komme, dürfe auch jagen. In Tirol sei er auch gewesen, wo er zwei Gamsböcke streckte. Ein Schießer wäre er aber nicht. Weidmann Jürgen Hoffmann führt exakt Buch. Nach seiner Jagdeignungsprüfung am 4. Mai 1963 sei ein Stück Schwarzwild die erste Beute gewesen, erlegt am 23. Februar 1964 im Raum Steigerthal. Am 2. Juni des gleichen Jahres erwischte er in Sophienhof einen Rehbock. Ein Raum seines Hauses hängt heute voller Trophäen.
Das Jägerleben des Altmeisters Jürgen Hoffmann (rechts) färbte auf die Familie ab. Sohn Harald, Schwiegertochter Anne Katrin und Enkel Holger (fehlt auf dem Bild) gehen ebenfalls auf Pirsch.
Das Jägerleben des Jürgen Hoffmann färbte auf seine Familie ab. Sohn Harald wurde Weidmann. Und überzeugte seine Frau Anne Katrin. Ihr Sohn Holger trägt ebenfalls den grünen Hut. Sohn, Schwiegertochter und Enkel seien aber nicht so jagdversessen wie er es war. Der Enkelsohn habe jetzt seine Leidenschaft in der Aufbereitung und Pflege alter Motorräder entdeckt.
Kurt Frank



