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Mi, 12:18 Uhr
16.10.2013

Polnische Ostseeküste Kur-Spitzenreiter

Der Reisekatalog für Kur-Angebote 2014 ist da. Die ersten Exemplare an Kunden versandt. Stefanie Riechel, Chefin von Med-Reisen in der Nordhäuser Rautenstraße, und ihr Vater Willi Döring freuen sich über die starke Resonanz. Eine Betrachtung von Kurt Frank...

Beraten beide die Kunden ausführlich (Foto: K. Frank) Beraten beide die Kunden ausführlich (Foto: K. Frank)
Stefanie Riechel und ihr Vater Willi Döring haben für 2014 viele Kur-Reisen im Angebot. Ein Blick in den Computer gibt Auskunft über die jeweilen Orte.

Hartmut Schipp aus dem Zuckerweg war gestern mit Lebensgefährtin einer der ersten, der für das kommende Jahr eine Kur in Kolberg an der polnischen Ostsee buchte „Wir hatten gestern Kundschaft am laufenden Band“, ist Döring guter Dinge. „Kolberg“, sagt seine Tochter, „lag jahrelang unangefochten an der Spitze der Kurorte unserer Kunden. Mittlerweile habe aber Swinemünde, ebenfalls an der polnischen Ostseeküste, stark aufgeholt und liege gleichauf.“ Riechel begründet das mit der unmittelbaren Nähe zu Deutschland – Ahlbeck liegt nur vier Kilometer entfernt – und dem kürzeren Anreiseweg. Viele Kurgäste finden außerdem die Promenade in Swinemünde und auch die Stadt attraktiver.

Neben Polens Ostseeküste seien Kurorte in Tschechien gefragt, weiß Riechel. Das Land liege in der Beliebtheitsskala gleich an zweiter Stelle. Vornean Franzensbad, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis etwa dem in Polen entspreche. Es folgt Marienbad. Karlsbad sei zwar sehr mondän, bei der Kundschaft aber nicht so gefragt. Die studierte Betriebswirtschaftlerin sieht als Ursache einen höheren Preis. Gut Betuchte schrecke der nicht. Im Gegenteil. Reiche Leute aus aller Herren Länder fühlen sich in Karlsbad immer wohler, vor allem die russische Oligarchie.

Voller Zuversicht eröffnete 2003 Stefanie Riechel ihr medizinisches Reisebüro. Sie ging in Arztpraxen, zu Physiotherapeuten und in Einrichtungen sozialer Vereine, warb im Internet für ihr Vorhaben. Die damals 23-Jährige war überzeugt, eine Nische gefunden zu haben, die bislang unbesetzt war. Sie sollte sich nicht täuschen.

Bescheiden zunächst der Anfang. Etwa 100 Personen buchten 2004 einen Kur-Urlaub. Fünf Jahre später waren es schon 2014 Personen. „Seitdem erhöhte sich der Zulauf an Kunden um etwa 10 Prozent jährlich“, blickt Willi Döring voller Stolz auf die Erfolgsgeschichte seiner Tochter zurück. Die 4000-Marke ist heute keine Utopie mehr. Vater Döring selbst gibt sich bescheiden. Er habe nur einen kleinen Anteil an dieser Bilanz.

„Am Anfang“, erzählt Willi Döring, „war nur der Landkreis Nordhausen unser Kernbereich. Heute kommen die Kunden aus dem Eichsfeld, Sangerhausen, dem Kyffhäuser Kreis und dem Mansfelder Land zu uns .“ Man habe, erklärt er, in den jeweiligen Lokalzeitungen, insbesondere in der Stadt und im Großraum Halle geworben, eine Stammkundschaft aufgebaut. Vertrauensvolle Kontaktpersonen und die Mund-zu-Mund-Propaganda taten ihr Übriges. Die junge Frau und ihr Vater sehen in der gegenwärtigen Kur-Freudigkeit ein gewachsenes Gesundheitsbewusstsein der Menschen.

Wenn die Angebote von Med-Reisen Nordhausen günstiger als die mancher Reisebüros sind, die ebenfalls Kuren anbieten, so dürfte das wohl an den Größenordnungen, einem diplomatischen Verhandlungsgeschick, der Fachkompetenz und der engen Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter Selta Med als Hauptpartner zuzuschreiben sein.
Kurt Frank
Autor: red

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