Mi, 09:10 Uhr
16.10.2013
Tolerant sein und Inklusion leben
Drei Schülerinnen des Schiller-Gymnasiums Bleicherode beschäftigen sich im Rahmen einer Seminarfacharbeit mit dem Thema der Inklusion. Über die Erkenntnisse und Erfahrungen schreibt das Trio in der nnz...
In Deutschland hat jeder Mensch seit 1949 Menschen – und Bürgerrechte, auf die er sich jederzeit berufen kann. Dazu gehören auch das Recht auf Gleichberechtigung und der Schutz gegen Diskriminierung. Leider ist es in unserer aufgeklärten Gesellschaft immer noch nicht möglich, dass Menschen mit Behinderung diese Rechte vollständig zugesichert bekommen. Aus diesem Grund trat 2009 die UN- Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft, die die Inklusion fördern soll und Menschen mit Handicap in ihren Rechten bestärkt.
Oft werden Menschen mit Behinderung auch heute noch aus der Gesellschaft ausgeschlossen, in schlimmen Fällen sogar diskriminiert. Das bedeutet zum einen, dass Kinder mit Behinderung noch immer nicht von vornherein die Chance auf den gemeinsamen Schulbesuch mit Kindern ohne Behinderung haben oder dass diese Menschen in ihrem späteren Leben wenig Möglichkeiten bekommen, einen Arbeitsplatz auf dem freien Arbeitsmarkt zu finden.
Zum anderen ist unsere Gesellschaft noch nicht soweit, dass Personen mit Behinderung aufgrund ihrer Andersartigkeit akzeptiert werden. Viele Menschen sind unsicher und unwissend im Umgang mit jenen und haben teilweise Vorurteile und Berührungsängste. Dadurch werden Menschen mit Behinderung häufig ausgegrenzt, wodurch sie eine Störung des Selbstbewusstseins, Ängste oder auch Depressionen entwickeln können.
Diese psychischen Störungen werden teilweise auch durch verbale Angriffe verschlimmert. Deshalb soll den Menschen mit Handicap durch die UN- Behindertenrechtskonvention der Diskriminierungsschutz zugesichert werden. Diese Konvention prägte auch einen neuen Begriff: Inklusion.
Inklusion wird häufig mit der Integration verwechselt, jedoch verbirgt sich dahinter ein neues Prinzip der gesellschaftlichen Einbeziehung von bisher ausgegrenzten Menschen. Denn Integration bedeutet, dass sich derjenige, der ausgeschlossen wird, soweit anpassen muss, damit er in der Gesellschaft Anschluss findet. Meist wird Integration auch nur unter Isolierung erreicht. Inklusion dagegen soll Ausgrenzung von Geburt an vermeiden. Dabei spielt "Barrierefreiheit" eine Schlüsselrolle.
Diese soll bauliche sowie soziale Hindernisse aus dem Weg räumen. Denn Menschen mit Behinderung sollten das Recht haben, an allen gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen zu können. Dafür müssen alle öffentlichen Institutionen auch für Menschen mit Handicap zugänglich gemacht werden. Aber auch das Bewusstsein der Mitmenschen muss zu einer wirkungsvollen Umsetzung der Inklusion beitragen. Bis dahin steht unserer Gesellschaft noch ein weiter Weg bevor. Jedoch sollte jeder Einzelne etwas dazu beitragen, damit Menschen mit Handicap in Zukunft optimal in unsere Gesellschaft einbezogen werden. Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt etwas Bezauberndes an sich, wodurch er von anderen gemocht werden kann. Deshalb ist es wichtig, den Kontakt zu Menschen mit Behinderung nicht zu scheuen. Denn er macht (laut Erfahrung von Familienangehörigen und Freunden dieser Menschen) reich an Liebe.
Wir, eine Gruppe des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Bleicherode, beschäftigen uns im Rahmen unserer Seminarfacharbeit schon seit einem Jahr mit dem Thema Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Deshalb liegt es uns am Herzen, die Öffentlichkeit über Inklusion aufzuklären, da wir den Menschen mit Behinderung wünschen, dass sie zukünftig als akzeptierte und eingebundene Menschen an allen gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können.
Annalena, Janina und Maria
Autor: redIn Deutschland hat jeder Mensch seit 1949 Menschen – und Bürgerrechte, auf die er sich jederzeit berufen kann. Dazu gehören auch das Recht auf Gleichberechtigung und der Schutz gegen Diskriminierung. Leider ist es in unserer aufgeklärten Gesellschaft immer noch nicht möglich, dass Menschen mit Behinderung diese Rechte vollständig zugesichert bekommen. Aus diesem Grund trat 2009 die UN- Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft, die die Inklusion fördern soll und Menschen mit Handicap in ihren Rechten bestärkt.
Oft werden Menschen mit Behinderung auch heute noch aus der Gesellschaft ausgeschlossen, in schlimmen Fällen sogar diskriminiert. Das bedeutet zum einen, dass Kinder mit Behinderung noch immer nicht von vornherein die Chance auf den gemeinsamen Schulbesuch mit Kindern ohne Behinderung haben oder dass diese Menschen in ihrem späteren Leben wenig Möglichkeiten bekommen, einen Arbeitsplatz auf dem freien Arbeitsmarkt zu finden.
Zum anderen ist unsere Gesellschaft noch nicht soweit, dass Personen mit Behinderung aufgrund ihrer Andersartigkeit akzeptiert werden. Viele Menschen sind unsicher und unwissend im Umgang mit jenen und haben teilweise Vorurteile und Berührungsängste. Dadurch werden Menschen mit Behinderung häufig ausgegrenzt, wodurch sie eine Störung des Selbstbewusstseins, Ängste oder auch Depressionen entwickeln können.
Diese psychischen Störungen werden teilweise auch durch verbale Angriffe verschlimmert. Deshalb soll den Menschen mit Handicap durch die UN- Behindertenrechtskonvention der Diskriminierungsschutz zugesichert werden. Diese Konvention prägte auch einen neuen Begriff: Inklusion.
Inklusion wird häufig mit der Integration verwechselt, jedoch verbirgt sich dahinter ein neues Prinzip der gesellschaftlichen Einbeziehung von bisher ausgegrenzten Menschen. Denn Integration bedeutet, dass sich derjenige, der ausgeschlossen wird, soweit anpassen muss, damit er in der Gesellschaft Anschluss findet. Meist wird Integration auch nur unter Isolierung erreicht. Inklusion dagegen soll Ausgrenzung von Geburt an vermeiden. Dabei spielt "Barrierefreiheit" eine Schlüsselrolle.
Diese soll bauliche sowie soziale Hindernisse aus dem Weg räumen. Denn Menschen mit Behinderung sollten das Recht haben, an allen gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen zu können. Dafür müssen alle öffentlichen Institutionen auch für Menschen mit Handicap zugänglich gemacht werden. Aber auch das Bewusstsein der Mitmenschen muss zu einer wirkungsvollen Umsetzung der Inklusion beitragen. Bis dahin steht unserer Gesellschaft noch ein weiter Weg bevor. Jedoch sollte jeder Einzelne etwas dazu beitragen, damit Menschen mit Handicap in Zukunft optimal in unsere Gesellschaft einbezogen werden. Jeder Mensch ist einzigartig und besitzt etwas Bezauberndes an sich, wodurch er von anderen gemocht werden kann. Deshalb ist es wichtig, den Kontakt zu Menschen mit Behinderung nicht zu scheuen. Denn er macht (laut Erfahrung von Familienangehörigen und Freunden dieser Menschen) reich an Liebe.
Wir, eine Gruppe des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Bleicherode, beschäftigen uns im Rahmen unserer Seminarfacharbeit schon seit einem Jahr mit dem Thema Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Deshalb liegt es uns am Herzen, die Öffentlichkeit über Inklusion aufzuklären, da wir den Menschen mit Behinderung wünschen, dass sie zukünftig als akzeptierte und eingebundene Menschen an allen gesellschaftlichen Prozessen teilhaben können.
Annalena, Janina und Maria



