So, 18:01 Uhr
01.10.2000
Marketing bei Wacker ohne GmbH-dafür mit mehr Engagement
Nordhausen (nnz). Die gute Nachricht für Wacker Nordhausen kam heute vom Spielfeldrand: Die Kreissparkasse Nordhausen übergab dem Wacker-Präsidium 3.000 Mark für den Neuanfang. Nicht die Summe war es, die Anlaß zur Hoffnung gibt, nein, es ist der symbolträchtige Wert des Absenders. Denn gerade das führende Kreditinstitut der Region signalisiert hiermit Unterstützung, vor allem wird deutlich gemacht, dass der Rettungsversuch und der gleichzeitige Neubeginn zu schaffen ist. Auch das Geldhaus am Nordhäuser Kornmarkt hat keine drei "Mille" zu verschenken. Zusätzlich sicherte eine Pizzeria in Nordhausen/Salza die spende in Höhe von 1.000 Mark zu. Damit wächst das Spendenkonto in Richtung 6.000 Mark.
Vom Geld edler Spender allein kann Wacker kaum bestehen, gefragt ist die weitere und vor allem die künftige Unterstützung durch Sponsoren. Die sollen jetzt wieder intensiv an den Verein gebunden werden. Die, die jetzt schon da sind, sollen gepflegt werden. Das wird nicht mehr die Wacker-Marketing GmbH übernehmen. Sie hört am Montag auf zu existieren. Was einst von zehn Gesellschaftern mit gutem Wille ins Leben gerufen wurde, entwickelte sich letztlich zur Arbeitsbeschaffungsmaschine ihres Geschäftsführers. Wie verkündete Ex-Präsident Bernd Seidenstücker vor Jahren: "Hier wurde eine Geldquelle für Wacker geschaffen".
Dem bisherigen Vermarkter der Bandenwerbung (Arndt Forberger) neidete das damalige Präsidium die Provisionen. Mit den eigenen Provisionen wurde jedoch recht üppig umgegangen. Aus den Einnahmen des Bandensponsorings flossen nur 68 Prozent, aus sonstigem Sponsoring lediglich 50 Prozent in die Vereinskasse. Mit dem Rest wurden zwei Mitarbeiter finanziert. Dafür blieb die Geschäftsstelle des Vereins unbesetzt. Diese Stelle soll aber der Anlaufpunkt für Spieler, Betreuer und vielleicht auch mal für die Presse sein. Mit der Aufhebung des Vertrages zwischen dem Verein und der GmbH erlischt auch deren Geschäftszweck, sie muß liquidiert werden.
Jetzt will Präsident Lutze die Selbstvermarktung in Schwung bringen, der Erlös aus dem Sponsoring soll ungleich ertragreicher werden. Parallel dazu muß die Geschäftsstelle besetzt werden, mit einem Sportfreund im wahrsten Sinne des Wortes, nicht mit einem Buchhalter. Gleichzeitig wünscht sich das Präsidium die Etablierung eines Mannschafts-Managers. Einen Wunschkandidat hat Wolfgang Lutze: Henrik Kuntz, den Volleyball-Freunden in Nordhausen als ehemaliger Trainer des SVC bekannt. Während des Abendessens der Mannschaft im Hotel "Zum Stadtpark" soll der Wacker-Beirat ins Leben gerufen werden. Wolfgang Lutze wünscht sich dafür Mitstreiter, die sich nicht so sehr aufs Präsentieren, sondern vielmehr auf Arbeiten verstehen, und das auch noch im Hintergrund.
P.S. Einen Wunsch hat Lutze in Richtung Wacker-GmbH dennoch: Die Gesellschafter sollten ihr Versprechen einhalten, und das eingezahlte Stammkapital (50.000 Mark) in den Insolvenztopf des Vereins stecken. Hier darf man wirklich gespannt sein.
Autor: psgVom Geld edler Spender allein kann Wacker kaum bestehen, gefragt ist die weitere und vor allem die künftige Unterstützung durch Sponsoren. Die sollen jetzt wieder intensiv an den Verein gebunden werden. Die, die jetzt schon da sind, sollen gepflegt werden. Das wird nicht mehr die Wacker-Marketing GmbH übernehmen. Sie hört am Montag auf zu existieren. Was einst von zehn Gesellschaftern mit gutem Wille ins Leben gerufen wurde, entwickelte sich letztlich zur Arbeitsbeschaffungsmaschine ihres Geschäftsführers. Wie verkündete Ex-Präsident Bernd Seidenstücker vor Jahren: "Hier wurde eine Geldquelle für Wacker geschaffen".
Dem bisherigen Vermarkter der Bandenwerbung (Arndt Forberger) neidete das damalige Präsidium die Provisionen. Mit den eigenen Provisionen wurde jedoch recht üppig umgegangen. Aus den Einnahmen des Bandensponsorings flossen nur 68 Prozent, aus sonstigem Sponsoring lediglich 50 Prozent in die Vereinskasse. Mit dem Rest wurden zwei Mitarbeiter finanziert. Dafür blieb die Geschäftsstelle des Vereins unbesetzt. Diese Stelle soll aber der Anlaufpunkt für Spieler, Betreuer und vielleicht auch mal für die Presse sein. Mit der Aufhebung des Vertrages zwischen dem Verein und der GmbH erlischt auch deren Geschäftszweck, sie muß liquidiert werden.
Jetzt will Präsident Lutze die Selbstvermarktung in Schwung bringen, der Erlös aus dem Sponsoring soll ungleich ertragreicher werden. Parallel dazu muß die Geschäftsstelle besetzt werden, mit einem Sportfreund im wahrsten Sinne des Wortes, nicht mit einem Buchhalter. Gleichzeitig wünscht sich das Präsidium die Etablierung eines Mannschafts-Managers. Einen Wunschkandidat hat Wolfgang Lutze: Henrik Kuntz, den Volleyball-Freunden in Nordhausen als ehemaliger Trainer des SVC bekannt. Während des Abendessens der Mannschaft im Hotel "Zum Stadtpark" soll der Wacker-Beirat ins Leben gerufen werden. Wolfgang Lutze wünscht sich dafür Mitstreiter, die sich nicht so sehr aufs Präsentieren, sondern vielmehr auf Arbeiten verstehen, und das auch noch im Hintergrund.
P.S. Einen Wunsch hat Lutze in Richtung Wacker-GmbH dennoch: Die Gesellschafter sollten ihr Versprechen einhalten, und das eingezahlte Stammkapital (50.000 Mark) in den Insolvenztopf des Vereins stecken. Hier darf man wirklich gespannt sein.


