Di, 14:05 Uhr
17.04.2001
Alte Weberei: Kein Interesse am Drogenkonsum
Nordhausen (nnz). Seit mehreren Jahren gibt es regelmäßige Kontakte zwischen den Betreibern der Alten Weberei und der Polizeidirektion Nordhausen. Dabei geht es in erster Linie um Absprachen hinsichtlich von Verhaltensmustern, den Informationsketten und der Drogenprävention. "Drogen sind nicht das spezifische Problem einer großen Diskothek. Leute, die Drogen kaufen oder verkaufen wollen, die suchen sich immer Plätze mit vielen Besuchern. Das können Einkaufszentren, Fußballstadien aber eben auch Diskotheken sein", stellt Frank Kunze seine Erfahrungen dar. Die Macher der Weberei wollen natürlich nicht, dass sich eine Drogenszene in ihrem Umfeld etabliert, doch die Drogen gänzlich zu verbannen, das ist kaum restlos möglich. Bereits am Eingang der Weberei wird kontrolliert, erst kürzlich hat man die Kontrollen verschärft, Taschen mussten restlos entleert werden. Zusätzlich wurde ein weiblicher Türsteher engagiert. Eine Leibesvisitation ist ausgeschlossen, die Durchsetzung des Hausrechtes nicht ganz einfach. Hier offenbart sich den Betreibern der Disko die Schere zwischen Theorie und Praxis. Bemerken die Verantwortlichen dann doch, dass Drogen innerhalb der Disko oder im Außenbereich konsumiert oder gar gehandelt werden, dann wird sofort die Polizei informiert.
Drogenkonsum oder Drogenhandel sind für Unternehmen wie die Alte Weberei äußerst imageschädigend. Eltern haben Angst, ihre Kinder dorthin zu lassen, eine ständige Polizeipräsenz verleiht dem Unternehmen einen schalen Beigeschmack. Nur, wer Kontakt zu Drogen haben will, der bekommt das Teufelszeug heute auch. Und übrigens 95 Prozent der Besucher der Diskothek wollen einfach nur ein paar Stunden abfeiern, das geht für die Mehrheit der Besucher auch ohne Haschisch oder Marihuana. Doch gänzlich unterdrücken kann man den Drogenkonsum denn doch nicht, es sei einfach ein gesellschaftliches Problem, das selbst vor Schulhöfen nicht halt mache, wie vor einigen Wochen in Ellrich aufgedeckt.
Frank Kunze, Diedrich Karl und Ulli Schwedhelm hoffen, dass sie mit ihren Maßnahmen zur Eindämmung des Drogenkonsums den richtigen Weg gehen. Während auch in Thüringen immer mehr Großdiskotheken "den Bach runtergehen", konnte sich die Alte Weberei in der Diskolandschaft behaupten. Freitag und Samstag kommen bis zu 1.500 Gäste nach Nordhausen/Salza, der Einzugsbereich liegt bis zu 70 Kilometer. Nach dem Landkreis Nordhausen kommen die meisten Besucher aus dem Landkreis Sangerhausen oder aus der Region um Wernigerode. Die Betreiber der Alten Weberei haben natürlich auch mit einer Veränderung des Konsumentenverhaltens zu tun. Das Geld der jungen Leute für den Diskoeintritt wird knapper. Höhere Spritpreise, nicht zu knappe Handyrechnungen und eine angesenkte Promillegrenze sind die Ursachen. Da bleibt nicht mehr so viel übrig, wie das zum Beispiel vor fast sechs Jahren der Fall war, als die Alte Weberei das Licht der Diskothekenlandschaft erblickte.
Autor: nnzDrogenkonsum oder Drogenhandel sind für Unternehmen wie die Alte Weberei äußerst imageschädigend. Eltern haben Angst, ihre Kinder dorthin zu lassen, eine ständige Polizeipräsenz verleiht dem Unternehmen einen schalen Beigeschmack. Nur, wer Kontakt zu Drogen haben will, der bekommt das Teufelszeug heute auch. Und übrigens 95 Prozent der Besucher der Diskothek wollen einfach nur ein paar Stunden abfeiern, das geht für die Mehrheit der Besucher auch ohne Haschisch oder Marihuana. Doch gänzlich unterdrücken kann man den Drogenkonsum denn doch nicht, es sei einfach ein gesellschaftliches Problem, das selbst vor Schulhöfen nicht halt mache, wie vor einigen Wochen in Ellrich aufgedeckt.
Frank Kunze, Diedrich Karl und Ulli Schwedhelm hoffen, dass sie mit ihren Maßnahmen zur Eindämmung des Drogenkonsums den richtigen Weg gehen. Während auch in Thüringen immer mehr Großdiskotheken "den Bach runtergehen", konnte sich die Alte Weberei in der Diskolandschaft behaupten. Freitag und Samstag kommen bis zu 1.500 Gäste nach Nordhausen/Salza, der Einzugsbereich liegt bis zu 70 Kilometer. Nach dem Landkreis Nordhausen kommen die meisten Besucher aus dem Landkreis Sangerhausen oder aus der Region um Wernigerode. Die Betreiber der Alten Weberei haben natürlich auch mit einer Veränderung des Konsumentenverhaltens zu tun. Das Geld der jungen Leute für den Diskoeintritt wird knapper. Höhere Spritpreise, nicht zu knappe Handyrechnungen und eine angesenkte Promillegrenze sind die Ursachen. Da bleibt nicht mehr so viel übrig, wie das zum Beispiel vor fast sechs Jahren der Fall war, als die Alte Weberei das Licht der Diskothekenlandschaft erblickte.


