Fr, 13:11 Uhr
30.04.2004
Wirtschaft ist besorgt
Nordhausen (nnz). Der Winkelberg wird als FFH-Gebiet nachgemeldet. Jetzt werden seitens der Umwelt- und Naturschützer Forderungen laut, den gesamten Südharz zu einem Biosphärenreservat zu machen. Dagegen spricht sich der Verband der Wirtschaft Nordhausen aus.
Die hiesige Wirtschaft würde mit Besorgnis zur Kenntnis nehmen, daß das Biosphärenreservat Südharz offensichtlich in großer Eile und ohne Beteiligung und Berücksichtigung wirtschaftlicher Belange zur Antragstellung gebracht werden soll. Nach unserem Kenntnisstand geht die Thüringer Landesregierung davon aus, daß die erforderliche Akzeptanz in der Region durch die Wirtschaft, die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, das Handwerk und den Tourismus sowie die Landkreise, die Kommunen und die Verbände für die Schaffung eine Biosphärenreservates für die Gipskarstlandschaft Südharz gegeben ist, so Verbandssprecher Andres.
Die Vertreter der Wirtschaft seien immer davon ausgegangen, in diesen Prozeß fest eingebunden zu sein. Man müsse die Frage stellen, ob man seit 1999 vergessen worden sei oder stecke vielleicht sogar Absicht hinter dieser Vorgehensweise? Der Verband mahnt an, schnellstens zu Informationen und zum Abgleich der Interessen zurückzufinden. Das Programm Der Mensch und die Biosphäre umsetzend, müssten alle begreifend lernen, daß es bei der Schaffung von Biosphärenreservaten um einen ökosystemaren Ansatz gehe, der neben ökologischen auch ausdrücklich ökonomische und soziale Aspekte einbeziehe.
Andres weiter: Wir stellen für die Wirtschaft fest, daß die im Jahre 1998 vorgelegte Studie Entscheidungsgrundlagen für die weitere Nutzung der Gipskarstlandschaft Südharz/Kyffhäuser unter besonderer Berücksichtigung des Bodenschutzes die Belange der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ausreichend berücksichtigt hat. Uns müsste bekannt sein, ob dieser Mangel durch ergänzende Studien oder Gutachten zwischenzeitlich behoben ist.
Zusammenfassend stellt der Verband der Wirtschaft Nordhausen fest, daß man derzeit von einer unbefriedigenden öffentlichen Meinungsbildung – weil fachlich nicht ausgewogen – ausgehen müsse. Bevor Planungen und Antragsstellung weitergehen, sollte dieser Mangel dringend behoben werden.
Autor: nnzDie hiesige Wirtschaft würde mit Besorgnis zur Kenntnis nehmen, daß das Biosphärenreservat Südharz offensichtlich in großer Eile und ohne Beteiligung und Berücksichtigung wirtschaftlicher Belange zur Antragstellung gebracht werden soll. Nach unserem Kenntnisstand geht die Thüringer Landesregierung davon aus, daß die erforderliche Akzeptanz in der Region durch die Wirtschaft, die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft, das Handwerk und den Tourismus sowie die Landkreise, die Kommunen und die Verbände für die Schaffung eine Biosphärenreservates für die Gipskarstlandschaft Südharz gegeben ist, so Verbandssprecher Andres.
Die Vertreter der Wirtschaft seien immer davon ausgegangen, in diesen Prozeß fest eingebunden zu sein. Man müsse die Frage stellen, ob man seit 1999 vergessen worden sei oder stecke vielleicht sogar Absicht hinter dieser Vorgehensweise? Der Verband mahnt an, schnellstens zu Informationen und zum Abgleich der Interessen zurückzufinden. Das Programm Der Mensch und die Biosphäre umsetzend, müssten alle begreifend lernen, daß es bei der Schaffung von Biosphärenreservaten um einen ökosystemaren Ansatz gehe, der neben ökologischen auch ausdrücklich ökonomische und soziale Aspekte einbeziehe.
Andres weiter: Wir stellen für die Wirtschaft fest, daß die im Jahre 1998 vorgelegte Studie Entscheidungsgrundlagen für die weitere Nutzung der Gipskarstlandschaft Südharz/Kyffhäuser unter besonderer Berücksichtigung des Bodenschutzes die Belange der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ausreichend berücksichtigt hat. Uns müsste bekannt sein, ob dieser Mangel durch ergänzende Studien oder Gutachten zwischenzeitlich behoben ist.
Zusammenfassend stellt der Verband der Wirtschaft Nordhausen fest, daß man derzeit von einer unbefriedigenden öffentlichen Meinungsbildung – weil fachlich nicht ausgewogen – ausgehen müsse. Bevor Planungen und Antragsstellung weitergehen, sollte dieser Mangel dringend behoben werden.

