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Mi, 10:26 Uhr
25.09.2013

Im Südharz dominiert Wintergetreide

Wer einmal in aller Ruhe die Niederlande und Belgien bereiste und ein Naturliebhaber ist, der kann sich dem Reiz dieser kleinen Länder nicht entziehen. Die Landwirtschaft prägen ausgedehnte Wiesen und Weiden, auf denen Kühe und Schafe weiden. Der Unterschied zu der Landschaft hierzulande ist markant. Eine Beobachtung von Kurt Frank...


Riesige Rapsfelder oder Getreideflächen, die den Südharz dominieren, finden sich dort nicht. Auf über 50 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen sind in Holland (ähnlich in Belgien) der Viehwirtschaft vorbehalten. Angebaut wird hingegen Mais, weniger für Biomethan-Anlagen als vielmehr als energiereiches Viehfutter. Etwa 50 Prozent des landwirtschaftlich genutzten Landes sind Wiesen und Weiden, 40 Prozent sind Nutzpflanzen (Weizen Gurken, Tomaten) vorbehalten, auf die Restfläche kommen Blumen und Blumenzwiebeln.

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Im Südharz, besagt die Statistik von Eckart Stolle, dem Sachgebietsleiter im Landwirtschaftsamt Bad Frankenhausen, ist das völlig anders. Die Ackerfläche betrage 29762 Hektar. 60,6 Prozent, das sind über 19000 Hektar, davon werden mit Wintergetreide bestellt. Sommergetreide ist mit 5,2 Prozent dagegen verschwinden gering. Es folgen Ölsaaten mit 23,4 Prozent zur Gesamtfläche, was 7137 Hektar ausmacht. Eine Rarität ist hierzulande der Kartoffelanbau. Die 26 Hektar große Anbaufläche (Windehausen und Bleicherode) macht gerade mal 0,9 Prozent aus.

Für Biomethananlagen - gegen einen vorgesehenen Bau im Bereich Himmelgarten oder Leipziger Straße bei Bielen protestierte eine Bürgerinitiative vehement - wird Biomasse benötigt. Einschließlich Ackerfutter sind es hierzulande derzeit 7,6 Prozent zur genutzten Fläche, das sind weit über 2000 Hektar. Kommt eine derartige Anlage, wo auch immer ihr Standort sein wird, steigt der Anteil benötigter Biotreibstoffe weiter.

Die Geschäftsführer landwirtschaftlicher Betriebe und die der Energieversorgung Nordhausen haben die Biomethananlage nicht abgeschrieben. Im Gegenteil. Wer die Energiewende wolle und sich für den Klimaschutz einsetze, müsse Alternativen im Blick haben. Ein wesentlicher Vorteil zur Fotovoltaik und Windkraft sei, dass man Biomethan rund um die Uhr das ganze Jahr über produzieren könne.
Kurt Frank
Autor: red

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