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Mo, 07:12 Uhr
23.09.2013

nnz-Forum: Nur der Name

Nach der Veröffentlichung des Antragsverfahrens zur Rücknahme des Namens für die Kulturbibliothek hat einer der Antragsteller mit Interesse die Kommentare verfolgt. Die Polemik zur Motivation und zu politischen Strategien geht ihm deutlich an der Wirklichkeit vorbei...


Es geht wirklich nur um einen Namen, wie ein Kommentator richtig feststellte. Aber dieser Name steht für den wichtigsten öffentlichen Kulturbau unserer Stadt, und der hat einen angemessenen Namen verdient. Andere Städte schauen mit Neid auf das Baugeschehen in Nordhausen und wir nennen es Bürgerhaus. Haben wir nicht genug kluge Menschen in dieser Stadt, die in der Lage sind der deutschen Sprache einen fantasievolleren Namen zu entlocken?

Der Antrag auf Rücknahme entstammt auch nicht aus der SPD-Fraktion, sondern ist ein persönlicher Antrag von zwei Stadträten, die sich bereits bei der Abstimmung gegen die Namensgebung ausgesprochen haben. Er wurde weder von Frau Rinke noch von dem Förderverein, zu dem ich im Übrigen keinen Kontakt habe, in Auftrag gegeben. Ich folge auch keiner Interessenlage christlicher Gruppen, ich gehöre keiner Konfession an. Ich finde diesen Namen einfach nur peinlich für eine solche kulturvolle, historische Stadt wie Nordhausen.

Wenn ich lesen muss, wie die Parteisoldaten sich im Protest erheben von Unverständnis und Unzuverlässigkeit der SPD reden, so sollten sie einhalten. Der Name, welcher eine Kulturstätte im Zentrum unserer Stadt über Jahre prägen wird, ist kein Wahlkampfthema.

Mit diesem Antrag möchte ich die Möglichkeit eröffnen, dass unsere Stadträte ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Wenn so viele Bürger dieser Stadt eine neue Namensfindung wünschen, ich meine nicht nur die Umfrage in der nnz, dann sollten wir eine erneute Befragung vornehmen und dies mit offenem Ergebnis. Wir haben dafür noch ausreichend Zeit.
Hans-Georg Müller, Stadtrat

Kommentare nur mit Klarnamen
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Harzer_jung
23.09.2013, 07:28 Uhr
Guter text
Werter Herr Müller,

ich teile Ihre Einschätzung das ein Name für dieses Bauwerk auch Rückhalt bei den Bürgern und damit auch nutzern haben muss.
Schön wäre es gewesen wenn man die Bundestagswahl dazu genutzt hätte.
ein zusätzlicher wahlzettel mit vier Namensvorschlägen, und zusätzlich einem Freifeld für eigene ideen wäre richtig toll gewesen.

Nur leider wissen sie und ich es wird nie eine neue Entscheidung geben. Wie sagte Herr Höfer doch sinngemäß? dann müsste man auch neu über die Biogasanlage abstimmen.

Es ist schade das die Stadtratssitungen nicht im Kabelfernsehen von Nordhausen übertragen werden dürfen, oder auch das es keinerlei öffentlich zugängliche Aufzeichnungen gibt. Die Sitzungsprotokolle sind meist leider nicht sonderlich aussagekräftig.
Das es möglich ist, beweist ja die Stadt Jena. Da wird übrigens nicht nur übertragen, sondern es ist auch jede sitzung auch hinterher noch als stream also quasi youtubemässig ansehbar.

Jan Richter
Nordhausen
BGE- Pirat
23.09.2013, 11:13 Uhr
warum nicht ?
die stadträte werden doch von unserem geld bezahlt , warum dürfen wir dann nicht wissen
worüber abgestimmt wird.
mfg heiko windisch
othello
23.09.2013, 19:31 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – BItte nur mit Klarnamen
othello
23.09.2013, 20:40 Uhr
Othello versus Stadtrat Müller
Werter Herr Stadtrat Müller. Es mag ja sein, dass sie konfessionslos sind und den beschlossenen Namen für dieses Gebäude nicht akzeptieren wollen. Aus ihrer Stellungnahme entnehme ich, dass sie meinen letzten Kommentar zu dieser Problematik gelesen haben und sie werden feststellen, dass auch ich mit diesem Namen nicht besonders zufrieden bin, doch muss ich die Entscheidung der Mehrheit der Stadträte, also auch Mitglieder ihrer Fraktion, akzeptieren. Dass sie möglicherweise von Frau Rinke keinen Auftrag erhalten haben, kann schon sein, aber sie sind wahrscheinlich ein Freund im Geiste. Seien sie doch ehrlich, die Mehrheit der Nordhäuser Bevölkerung interessiert sich nicht für die Namensgebung und nimmt an der Namensfindung nicht teil. Diese haben andere Probleme, die sie als SPD- Stadtrat sicher kennen. Darum sollten sie sich vornehmlich kümmern.
Mein letzter Kommentar bezog sich vor allem auf die christliche Kampfpresse, die mir in den letzten Tagen vorlag ( keine Namen), aus denen ganz klar hervorging, welche Personengruppen für den Namen Nikolai streiten. Dazu zähle ich einen Ehrenbürger, einen Kommentator und entsprechende Leserbriefe, die die Aktion mit Revolution verwechseln. Heftiger geht es bei diesen Verfechtern wirklich nicht. Hier handelt es sich um die Gruppe, die tatsächlich an der Namensverleihung Interesse zeigt, wie schon zuvor mit der Unterschriftenliste. Wo mag die wohl herumgereicht worden sein ? Mit ihrer Aktion haben sie der Mehrheit der SPD-Fraktion keinen Gefallen getan und sie sehen auch, wie die Reaktionen der anderen Fraktionen war, nämlich ablehnend. Sie sollten sich bei sozialen Themen und Entscheidungen mehr in den Vordergrund bringen, als hier einer besonderen Klientel Vorschub zu leisten. Dafür müsste die CDU zuständig sein. Bezüglich meiner Ablehnung des Namens Nikolai habe ich mehrfach meine Meinung hier in dieser Zeitung geäußert, die sie gerne nachlesen können. Ich bin auch gegen einen christlichen Bezug auf den Namen, nur weil dort mal eine Kirche stand, die weit aus größer war, als das Rathaus, wie ein Symbol der Macht der Kirche in den letzten Jahrhunderten. Als die Christen noch mächtig waren, haben sie zum Fortschritt nichts beigetragen, von Ausnahmen abgesehen. Deshalb weg mit christlichen Bezügen auf neue moderne Gebäude. Es käme auch niemand auf die Idee, Bismark-Denkmäler, Kaiser-Wilhelm Gebäude, Braune Häuser usw. wieder aufleben zu lassen, nur weil sie schon einmal vorhanden waren.
Dieses musste mal gesagt werden, nicht von einem Parteisoldaten anderer Parteien, sondern von einem kritischen Zeitgenossen.
Eckhard Seidel
Janko
24.09.2013, 12:16 Uhr
ich glaube nicht...
...dass man einer bestimmten partei oder religion angehören, oder besondere persönliche oder abhängigkeitsgefühle zu früheren stadtpolitikern haben oder nicht haben muss, um den namen "bürgerhaus" als nichtssagend zu empfinden.

fakt ist aber auch, dass 150 unterschriften oder 300 abgegebene stimmen für einen namen kein repräsentatives ergebnis für eine stadt mit 42.000 einwohnern ist. ginge es nach dem vielzitierten bürgerwillen, müsste die kulturbibliothek also "mir egal, wie es heißt" heißen.

nun funktioniert demokratie allerdings so, dass politiker nicht nur im sinne von 150 unterschriften, sondern auch im sinne der 41.850 anderen handeln muss. und da ist "bürgerhaus" noch allemal besser als "mir egal, wie es heißt".

ich bin mir ziemlich sicher, dass der volksmund ohnehin bald einen eigenen namen für die bibo entwickeln wird.
Psychoanalytiker
24.09.2013, 14:53 Uhr
@Janko - Bunker ...
"Bunker" ist das für den Volksmund am besten geeignete Wort für diesen Schandfleck in Nordhausen
h3631
24.09.2013, 15:14 Uhr
@janko ich glaube nicht.......
...dass die paar" Hansels" von Stadträten für die Namensfindung,repräsentativ für die Stadt mit 42000. Einwohnern ist.150 Unterschriften sind viel,viel mehr, oder?

Die Politiker haben weder im sinne der 150,noch im sinne der Restlichen 41850. Bürger gehandelt. Die Resonanz um den Namen wäre sonst nicht so groß. Oder?
Suse
24.09.2013, 16:00 Uhr
So SCH.. egal ist der Name den Nordhäusern nicht
auch wenn das manche Kommentatoren hier gern im Sinne einiger Stadtväter kundtun wollen!
Wie könnte sich sonst der Stadtrat die groß angelegten Unterschriftensammlungen in der Pro Vita und in einigen Geschäften erklären?
Hier wurde mal wieder sinnlos etwas beschlossen!
Gut dass es Stadtratsmitglieder wie Herrn Breitrück und Herrn Müller gibt,die sich für die Belange der Bürger einsetzen und verantwortungsbewusst handeln.
Fehler werden überall mal gemacht. Die Größe eines Abgeordneten ist aber ,das auch das mal einzusehen und den Fehler zu beheben.
Wolfi65
24.09.2013, 16:08 Uhr
Kahle Betonflächen
Man könnte die kahlen Betonflächen mit Motiven von Errungenschaften der letzten 22 Jahre verschönern, auch wenn man dann Gefahr läuft, dass diese Flächen weiterhin kahl bleiben würden.
MFG Wolfgang Meier
Janko
24.09.2013, 19:13 Uhr
keine verteidigung
da muss man mich missverstanden haben - ich verteidige die entscheidung der stadträte nicht. warum auch, ich kenn keinen von ihnen persönlich. und dass ich "bürgerhaus" als absolut nichtssagend empfinde teilte ich gleich im ersten satz mit.

ich finde nur, dass die diskussion um den namen teilweise unnötig politisiert wird bishin zu persönlichen anfeindungen, und das unter dem deckmantel, den "bürgerwillen" zu verteidigen. und dazu muss ich eben sagen: 150 stimmen als bürgerwillen zu deklarieren, das ist einfach nur eine maskierung der eigenen absichten.

mir wäre es lieber, man würde ehrlich sagen: "ich kann den und den nicht leiden, und damals war das ja so, dass der und der das und das vorgeschlagen hat und darum ist das jetzt so und so" etc pp.
das macht aber kaum jemand, am klarsten die (möglichen) hintergründe aufgezeigt hat hier auf der nnz noch herr greiner.

ich persönlich habe kein problem damit, mich hinzustellen und zu sagen: "ich finde den namen 'bürgerhaus' sch***e". dafür muss ich aber nicht behaupten, den bürgerwillen zu vertreten: das ist meine eigene meinung.
Boris Weißtal
24.09.2013, 21:56 Uhr
Rumänische Namensfindung
Hey Janko, du als gestählter Kommentator solltest doch wissen, dass hier jeder noch so sachlicher und guter Kommentar dir zwar nicht im Mund aber hier im Netz herumgedreht wird.
Denn Konstruktivität ist diesen Nörglern fremd. Sie brauchen hasskonforme Schwarz-Weiss-Bilder. Da passen ausgewogene Meinungsäußerungen nicht ins Bild. Da wirste halt in das eine oder andere - natürlich immer böse Extrem geschoben. Dabei fand ich deinen Vorschlag gar nicht schlecht.

Ich wähle mal eine schöne Metapher:
Die rumänische Wegeplanung: Wenn in Rumänien ein Neubaugebiet erschlossen wird, lässt man die Fußwege erstmal weg. Nach 1-2 Jahren sieht man an den ausgelaufenen Wiesenpfaden "wo es lang geht" und dort werden dann befestigte Fußwege angelegt.

Das könnte eine schöne Lösung für die Namensfindung sein. Ich glaube wir Nordhäuser finden durch "Übung" schon den richtigen Namen. Die "namenslose" Zeit würde sogar deutschlandweite Öffentlichkeitswarnehmung erzeugen a´la "dem Volk auf die Schnauze geschaut" erzeugen.

Bei der Schildanbringung könnten wir es dann sogar in die Tagesschau schaffen.
Mit "Bunker" können wir dann natürlich nicht glänzen und überregionale Besucher anziehen. Aber auch da bin ich zuversichtlich, dass der Volksmund sich nicht auf dem Niveau mancher Kommentatoren einpendelt.

Und ich bin mir relativ sicher: Bürgerhaus würde es wohl auch nicht werden...
Franz Tabak
25.09.2013, 22:53 Uhr
Klarnamen ad absurdum?
Von othello wurde verlangt, dass er hier sich outet, janko, "Psychoanalytiker", h3631 sowie Suse nennen hier keine Namen!
Retupmoc
26.09.2013, 07:57 Uhr
Sie haben Boris W. vergessen
Liebe Hanni ...sie haben da noch Leute vergessen.
Suse
26.09.2013, 10:05 Uhr
@Hanni, das liegt nicht an den Klarnamen
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