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Mi, 11:21 Uhr
18.09.2013

Mehr Ostdeutsche bauen auf die Wirtschaft

Das spätsommerliche Stimmungsbarometer pendelt sich in Ostdeutschland auf dem Niveau des dritten Quartals 2012 ein: Auf die Frage, wie sie der Zukunft Deutschlands in den nächsten zwölf Monaten entgegensehen, antwortet ein Viertel der Ostdeutschen „mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“. Einzelheiten in Ihren Nordthüringer Online-Zeitungen...

Grafik (Foto: Allianz) Grafik (Foto: Allianz)
Das entspricht einem geringen Zuwachs von zwei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal. Dennoch bleiben die neuen Bundesländer im Vergleich der Regionen mit diesem Ergebnis Schlusslicht hinter Hessen (34 Prozent). Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der seit 2007 monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim.

Das Stimmungsbild im Osten zeigt sich auch in den einzelnen Gesellschaftsbereichen mehrheitlich stabil: In vier von sechs Kategorien hat sich die Zuversicht kaum oder gar nicht verändert. Positiv entwickelt hat sich dagegen die Stimmung für die Wirtschaftslage: 36 Prozent der Ostdeutschen sehen hier optimistisch in die kommenden zwölf Monate. Das sind neun Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.
Grafik (Foto: Allianz)
Grafik (Foto: Allianz)
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Insgesamt gesehen ist das einer der höchsten Werte für Ostdeutschland seit Beginn der Erhebungen zur Allianz Zuversichtsstudie und zugleich das beste Ergebnis seit dem zweiten Quartal 2012. „Die neuen Bundesländer liegen da im bundesweiten Trend. Das Gefühl von Stabilität ist vor allem dann stark, wenn Menschen Deutschland mit anderen europäischen Ländern vergleichen. Das schlägt sich in einem optimistischen Ausblick auf die allgemeine Wirtschaftslage nieder“, sagt Prof. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet.

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Die Einschätzung des Arbeitsmarkts bleibt dagegen stabil: 22 Prozent der Menschen im Osten schätzen die Arbeitsplätze in Deutschland als sicher ein. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Spätsommer 2012. Die Zuversicht für die Qualität der Schulen und Universitäten hält sich ebenfalls auf dem Stand des Vorjahreszeitraums: 29 Prozent der Ostdeutschen erwarten Fortschritte im Bildungssystem (plus ein Prozentpunkt). Das ist das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebungen zur Allianz Zuversichtsstudie.

In den neuen Bundesländern erreicht die Zuversicht für das persönliche Leben denselben Wert wie im Spätsommer 2012 (54 Prozent). Im bundesweiten Vergleich der Regionen bleiben die neuen Bundesländer damit auf dem letzten Platz.

In den einzelnen Lebensbereichen hat sich die Stimmung der Menschen im Osten Deutschlands jedoch mehrheitlich eingetrübt: In vier von sechs Kategorien ist die Zuversicht gegenüber dem dritten Quartal 2012 gesunken. Insbesondere beim Ausblick rund um das eigene Zuhause ist die Zuversicht gesunken: Hier sind zwar aktuell drei Viertel der Ostdeutschen optimistisch – vor einem Jahr waren es allerdings noch 85 Prozent.

Die Stimmung für das familiäre Umfeld fällt im Spätsommer 2013 ebenfalls etwas verhaltener aus als im dritten Quartal 2012: Die Zuversicht ist um fünf Prozentpunkte auf 62 Prozent gesunken. Auch der Blick in den eigenen Geldbeutel lässt die Menschen in den neuen Bundesländern weniger optimistisch in die Zukunft schauen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist dieser Wert um sechs Prozentpunkte auf 47 Prozent zurückgegangen.

„Für Nahrungsmittel und Energie müssen die Menschen immer tiefer in die Tasche greifen. Vor allem die Haushalte im Osten Deutschlands sind von höheren Strompreisen betroffen. Und ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht – die Stromkosten werden sich voraussichtlich bis 2020 noch weiter erhöhen“, sagt Frank Brettschneider. Nur die Zuversicht für den eigenen Arbeitsplatz hat spürbar zugelegt: 59 Prozent der Ostdeutschen halten ihren Job für sicher. Das entspricht einem Stimmungszuwachs um elf Prozentpunkte gegenüber dem Herbst 2012.

„Die Prognosen für den ostdeutschen Arbeitsmarkt sind positiv. So haben sich nicht nur die Einstellungsaussichten deutlich verbessert. Konkret sollen sogar 20.000 neue Arbeitsplätze bis 2015 in den nachhaltigen Industrien entstehen“, sagt Frank Brettschneider. „Das stärkt die Zuversicht der Menschen für den eigenen Job.“

Die Allianz Zuversichtsstudie

Basis der Allianz Zuversichtsstudie, einer gemeinschaftlich durchgeführten Untersuchung der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim, sind repräsentative monatliche Befragungen mit jeweils mindestens 500 - 1.000 Interviewpartnern. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2007 wurden mittlerweile insgesamt mehr als 43.000 Menschen befragt.

Im 3. Quartal 2013 wurden 1.520 Interviews geführt. Ziel der Allianz Zuversichtsstudie ist es, die Stimmungslage in Deutschland zu erheben. Dazu wird regelmäßig die Zuversicht der Menschen für die jeweils kommenden zwölf Monate in sechs persönlichen und sechs gesellschaftlich übergreifenden Lebensbereichen erfasst. Die aktuellen Ergebnisse der Allianz Zuversichtsstudie sowie Trends, die sich daraus ablesen lassen, werden
der Öffentlichkeit in der Regel vierteljährlich vorgestellt. Die Ergebnisse des 4. Quartals 2013 erscheinen im Dezember 2013.
Autor: red

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Kommentare
Psychoanalytiker
18.09.2013, 12:07 Uhr
traue keiner Statistik ...
... die du nicht selbst gefälscht hast. Kann es sein, dass die Allianz und die Uni nur FDP-Mitglieder befragt? Das hier aufgezeigte glaube ich nicht.
Retupmoc
18.09.2013, 12:21 Uhr
Statistiken
Statistiken werden meist frisiert und sagen nichts aus. Und selbst wenn, wer braucht sowas? @ Analytiker: Sie meinten sicher, das die Uni nur Ex-FDJl-Leitungsmitglieder gefragt hat? Denen geht es natürlich gut.
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