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Di, 11:30 Uhr
17.09.2013

„Förstemann-Geschichten“ Nr. 5

Am Freitag dieser Woche gibt es ab 16.00 Uhr im Museum Flohburg in der Barfüßerstraße 6 die nächsten aufschlussreichen Geschichten über die Familienmitglieder der Förstemanns...

Tafel am Elternhaus in Nordhausen (Foto: Archiv Kneffel) Tafel am Elternhaus in Nordhausen (Foto: Archiv Kneffel)

Dank der „Reclame“ des Familienforschers Hans Förstemann aus Kronach, der mit seiner Frau Ende August in der Ausstellung war, reisen weitere Personen mit diesem Namen nach Nordhausen. Kürzlich erschien jemand aus Dresden. Man war auf einer Harzreise und machte in Nordhausen Station.

Waltraut Barnbeck aus Bonn schrieb am 12.9. ins Gästebuch: „Es ist wirklich eine sehr gelungene Ausstellung. Wir sind stolz auf unseren Urgroßvater bzw. Ururgroßvater, Prof. Ernst Wilhelm Förstemann.“ Diesem berühmten Bibliothekar, Namensforscher und Entzifferer des Kalenders der Dresdner Mayahandschrift ist selbstverständlich eine Collagetafel im Museum gewidmet.

Auch Bücher von ihm sind ausgestellt. Frau Barnbeck brachte einen ausführlichen Text über Ernst Günther Förstemann mit, den Organisten und Musikpädagogen, verfasst von der Journalistin, Theologin und Autorin Marlies Flesch-Thebesius unter dem Titel „Orgelspiel im Dunkel“. In der Johanniskirche in Hamburg wird Johann Sebastian Bachs Tokkata und Fuge d-Moll bei Kerzenschein gespielt. „Der Organist, der dieses machtvolle Werk spielt, wirkt eher schmächtig und zart. Mit erhobenem Gesicht sitzt er auf der Orgelbank, und, wenn man näher hinsieht, merkt man es: er ist blind.“
Geschichten der Förstemanns (Foto: Archiv Kneffel)
Geschichten der Förstemanns (Foto: Archiv Kneffel)
Geschichten der Förstemanns (Foto: Archiv Kneffel)
Wie die glücklichen Zufälle so spielen, kam mit der Post aus Kronach eine Schallplatte in der Flohburg an: „Max Reger – Orgelwerke“, gespielt von Prof. Martin Günther Förstemann an der Weigle-Orgel der Stuttgarter Liederhalle und der Klais-Orgel der Beethovenhalle, Bonn. Auf der Schallplattenhülle ist zu lesen: „Martin Günther Förstemann wurde in Nordhausen/Harz geboren, wo sein Vater Arzt war. Unter seinen Ahnen finden sich hervorragende Wissenschaftler, so sein Urgroßvater Karl Eduard Förstemann, Prof. der Theologie an der Universität in Halle, bekannt als Herausgeber von Luthers Tischreden und erster Händel-Biograph.“ Auch über diese beiden Förstemänner gibt die Sonderausstellung Kunde.

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Der genannte Organist gab nach dem 2. Weltkrieg in seinem Elternhaus in der Wilhelm-Nebelung-Straße / Ecke Stolberger Straße mehrere Orgelkonzerte, denn er besaß eine Hausorgel, die er dann mit nach Hamburg nahm. In der aktuellen Ausstellung werden auch mehrere Ölgemälde mit Ansichten Nordhausens gezeigt, darunter eines von dem bekannten Thüringer Künstler Otto Knöpfer, das den Wiederaufbau der Rautenstraße zeigt.

Aus der Nordhäuser Tageszeitung der Nachkriegsjahre erfährt man von E. G. F. selbst, welche Komponisten er besonders verehrt und deshalb auch in Nordhausen spielt - es sind Bach und Max Reger (1873-1916). Letzterer begann 1890 ein Musikstudium in Sondershausen. Später wurde er in Leipzig Universitäts-Musikdirektor, erhielt zwei Ehrendoktortitel und 1911 zum Hofrat und Leiter des Meininger Hoforchesters ernannt. Berühmtheit erlangte Reger vor allem durch seine Orgelwerke, obwohl er auch in den Bereichen der Kammermusik, der Lieder, der Chor- und der Orchesterkomposition Bedeutendes geleistet hat.

Ein Nachfahre der Schwester des Organisten, Thomas Forner, der mit seiner Familie zur Eröffnung der Ausstellung war, regt an, da diese Präsentation zu gelungen sei, um weggeschlossen zu werden, dass es doch mehrere Förstemannorte gäbe, z. B. in Prießnitz bei Naumburg, wo man die Ausstellungstafeln zeigen könnte.

Also, an den unterschiedlichsten Geschichten zu den Förstemanns mangelt es nicht.
Autor: red

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