Do, 10:48 Uhr
22.04.2004
Das geistige Zentrum
Nordhausen (nnz). Die Frauenberg-Kirche als einzige romanische ist geistiges Zentrum der jetzt eröffnenden Landesgartenschau und präsentiert sich in einem reizvollen neuen Kontrast zwischen Historie und Moderne. nnz hat sich das Terrain angesehen.
Ursprünglich um 1150 als dreischiffige Basilika erbaut, war sie Klosterkirche der hier ansässigen Zisterzienserinnen. Von 1716 bis 1741 wirkte hier als Gemeindepfarrer Friedrich Christian Lesser, Nordhausens wichtiger Chronist, Sammler und Naturforscher, dessen 250. Todestag sich im September dieses Jahres jährt.
Das im zweiten Weltkrieg durch einen Luftangriff völlig zerstörte Längsschiff wurde durch eine Stahlrahmenkonstruktion künstlerisch nachempfunden. Diese Rahmen nehmen die Kubatur und Gliederung des ehemaligen Längsschiffes auf und vermitteln dem Besucher die erhabene ehemalige Raumwirkung, welche durch Segelflächen in vertikaler und horizontaler Anordnung unterstützt wird.
Aus dem Wunsch der Kirchengemeinde heraus, ihrem Gotteshaus mehr Transparenz zu geben, wurde der ehemalige Durchgang zwischen Quer- und Längsschiff verglast und symbolisiert somit das Öffnen der Kirche nach außen. Das an der Glasfassade wieder befestigte Sühnekreuz ist nun von innen und außen erlebbar. Der neu geschaffene Raum vor der Kirche in seiner Gliederung und Transparenz lässt die Besucher andächtig verweilen und innehalten. Er bildet eine wunderbare Kulisse für Veranstaltungen jeglicher Art und verbindet auf mystische Art und Weise den umgebenden Naturraum mit dem Kirchenbauwerk. Lichtleiter folgen den Rahmenkonturen und lassen nachts die Kirche weithin leuchten.
Die an der Stahlkonstruktion befestigten Sonnensegel dienen bei Dunkelheit als Multmedia -Projektionsflächen für Licht, Farbe, Schatten und figuralen, bewegten oder statischen Darstellungen. Im Rahmen der Landesgartenschau sowie anlässlich des 250. Todestages von Friedrich Christian Lesser sind Veranstaltungen geplant, die Licht, Musik, Farbe, Natur und Mensch in diesem meditativen Ambiente miteinander verschmelzen lassen.
Der angrenzende Klostergarten, schon zu Zeit der Zisterzienser-Nonnen Ort der Ruhe und Besinnung, erstrahlt ebenso in neuer Anmut. Hier werden symbolisch die handwerklichen und gärtnerischen Tugenden und Fähigkeiten der Zisterzienserinnen dargestellt. Ein großes Seerosenbecken lädt zum Verweilen ein. Hier lässt man seine Gedanken schweifen und kann eine Pause einlegen bei den Spaziergängen durch die pflanzliche Vielfalt der Landesgartenschau.
So wird der Frauenberg mit seinen grünen Oasen und seinem medialen Kunstraum wichtiges Bindeglied zwischen Petersberg, Petersberggarten und Zorgeaue. Die sanierte Treppenanlage Frauenberger Stiege verbindet alle Bereiche und bildet – auch in der Nachnutzung – ein starkes funktionales Rückgrat. Bäume, Blumen, Hecken und eine ungeheuere Farbenvielfalt werden nicht nur das Leben der Nordhäuser dauerhaft bereichern, sondern auch die Besucher begeistern. Nordhausen präsentiert mit der Landesgartenschau sich als Neue Mitte und die Frauenbergkirche bildet darin das geistige Zentrum.
Autor: nnz
Ursprünglich um 1150 als dreischiffige Basilika erbaut, war sie Klosterkirche der hier ansässigen Zisterzienserinnen. Von 1716 bis 1741 wirkte hier als Gemeindepfarrer Friedrich Christian Lesser, Nordhausens wichtiger Chronist, Sammler und Naturforscher, dessen 250. Todestag sich im September dieses Jahres jährt.Das im zweiten Weltkrieg durch einen Luftangriff völlig zerstörte Längsschiff wurde durch eine Stahlrahmenkonstruktion künstlerisch nachempfunden. Diese Rahmen nehmen die Kubatur und Gliederung des ehemaligen Längsschiffes auf und vermitteln dem Besucher die erhabene ehemalige Raumwirkung, welche durch Segelflächen in vertikaler und horizontaler Anordnung unterstützt wird.
Aus dem Wunsch der Kirchengemeinde heraus, ihrem Gotteshaus mehr Transparenz zu geben, wurde der ehemalige Durchgang zwischen Quer- und Längsschiff verglast und symbolisiert somit das Öffnen der Kirche nach außen. Das an der Glasfassade wieder befestigte Sühnekreuz ist nun von innen und außen erlebbar. Der neu geschaffene Raum vor der Kirche in seiner Gliederung und Transparenz lässt die Besucher andächtig verweilen und innehalten. Er bildet eine wunderbare Kulisse für Veranstaltungen jeglicher Art und verbindet auf mystische Art und Weise den umgebenden Naturraum mit dem Kirchenbauwerk. Lichtleiter folgen den Rahmenkonturen und lassen nachts die Kirche weithin leuchten.
Die an der Stahlkonstruktion befestigten Sonnensegel dienen bei Dunkelheit als Multmedia -Projektionsflächen für Licht, Farbe, Schatten und figuralen, bewegten oder statischen Darstellungen. Im Rahmen der Landesgartenschau sowie anlässlich des 250. Todestages von Friedrich Christian Lesser sind Veranstaltungen geplant, die Licht, Musik, Farbe, Natur und Mensch in diesem meditativen Ambiente miteinander verschmelzen lassen.Der angrenzende Klostergarten, schon zu Zeit der Zisterzienser-Nonnen Ort der Ruhe und Besinnung, erstrahlt ebenso in neuer Anmut. Hier werden symbolisch die handwerklichen und gärtnerischen Tugenden und Fähigkeiten der Zisterzienserinnen dargestellt. Ein großes Seerosenbecken lädt zum Verweilen ein. Hier lässt man seine Gedanken schweifen und kann eine Pause einlegen bei den Spaziergängen durch die pflanzliche Vielfalt der Landesgartenschau.
So wird der Frauenberg mit seinen grünen Oasen und seinem medialen Kunstraum wichtiges Bindeglied zwischen Petersberg, Petersberggarten und Zorgeaue. Die sanierte Treppenanlage Frauenberger Stiege verbindet alle Bereiche und bildet – auch in der Nachnutzung – ein starkes funktionales Rückgrat. Bäume, Blumen, Hecken und eine ungeheuere Farbenvielfalt werden nicht nur das Leben der Nordhäuser dauerhaft bereichern, sondern auch die Besucher begeistern. Nordhausen präsentiert mit der Landesgartenschau sich als Neue Mitte und die Frauenbergkirche bildet darin das geistige Zentrum.


