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Mo, 12:52 Uhr
16.09.2013

Mannsein - wie geht das?

Liebe junge, mitten im Leben stehende oder schon alte Männer, Abenteurer und Verlierer, Liebende und Sünder, Verbrecher und Rechtschaffende, Intellektuelle und Dumpfbacken, Gestrandete und Gewinner, Ehebrecher und treue Seelen, Alleinkämpfende, Gesunde und Kranke, Verheiratete, Beziehung suchende oder vermeidende, Freaks, Nurds, Normalos, Frauenversteher und Machos, liebe Sportsfreunde...


….willkommen zu einem allzeit interessanten Thema, den Beziehungen zwischen Männern und Frauen und warum das immer so schwierig ist. Hier und in Fortsetzung mal mit dem bisher selten benutzten Blickwinkel der Männer auf ihre jetzige postemanzipatorische Situation.

Verfasser ist Jörg Michael Hirsch aus Nordhausen, Dozent an der VHS in Nordhausen zu dem Thema „Mannsein Heute - wie geht das“. Der Kurs beginnt ab Dienstag, den 24.9.2013 um 19:15 Uhr und findet an acht Abenden im Gebäude der VHS in der Grimmelallee statt.

Das Radio-Manuskript

Wenn man(n) bzw. wir wissen wollen wie er, der Mann bzw. wir im Ganzen als Spezies da hineingeraten sind wo wir jetzt sind, ist es unumgänglich, dass man sich zunächst einen völlig unverstellten Blick auf das woher, bis zum heutigen jetzt gönnt.
Da wir jetzt noch nicht wissen woher, ist der erste Schritt zur Auflösung des Dilemmas, dass wir das annehmen, was wir sind.

Ich möchte uns alle einmal vorsichtig als Beziehungslegastheniker umschreiben.

Ich schließe mich da persönlich nicht aus und bei der Gelegenheit in dem Punkt auch explizit und besonders die Beziehungsratgeber verschlingende Damenwelt mit ein. Denn wenn diese Ratgeber etwas nützen würden, hätten wir stetig sinkende Scheidungsraten. Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil.

Gleich zu Anfang möchte ich auch noch einmal hervorheben, dass ich zwar wie angekündigt aus der „männlichen Sichtweise“ unsere Situation analysieren und darstellen möchte, aber weder Freund noch Feind schonen werde, wenn es der Bewusstwerdung dient und der Transparenz förderlich erscheint.

Aus meiner Sicht ist jeder, ob Mann oder Frau, erst einmal – so verquer die Person auch nach außen erscheinen mag – völlig OK und erfüllt ihren Auftrag in einer höheren Ordnung. Niemand sollte sich daher anmaßen vorschnell ein Urteil über einen anderen Menschen zu fällen. Denn wir wissen nicht, ob wir selber nicht unter anderen Umständen, ebenfalls zu dem geworden wären, was wir da so vorschnell verurteilen.

Daher jetzt zur Einstimmung von Pink Floyd: Shine on me crazy Diamond.
Nachdem wir uns Männer jetzt also mit dem Song mal eben im Kern so angenommen haben wie wir, wo wir und was wir gerade sind…
Ja liebe Frauen, wir Männer können das, wenn wir wollen

Konnte das jetzt auch noch jeder männliche Zuhörer voll nachvollziehen?

Das Ganze begann also nach meinem Kenntnisstand vor ca. 5000 Jahren mit der Domestizierung des Mannes durch… (nein leider nicht alleine durch die Frauen, das wäre jetzt zu einfach gewesen) sondern durch andere Männer. Auf die Rolle der Frauen in dem Spiel gehe ich später noch ein. Als wir also noch Jäger und Sammler waren, waren wir Männer noch das, was uns moderne Männermagazine heute vorgaukeln wollen oder das man sich als Parfüm zum Aufsprühen teuer kaufen soll… wir waren einfach wir selbst und mehr oder weniger unwiderstehlich, …wenn wir denn bei der Jagd Erfolg hatten.

Was dann mit uns passierte war genauso erfolgreich wie fatal, aus den mit und von der Natur in Einklang lebenden Jägern und Sammlern wurden zu einem Teil einfache Bauern! Klingt erst einmal harmlos, ist es aber nicht. Es war der Anfang des umfangreichen Desasters in dem wir heute stecken. Es ist beschrieben als der biblische Bruderzwist zwischen Kain und Abel, wo der Bauer den Nomaden erschlägt der nicht versteht, dass das Land auf dem er steht und die Früchte die darauf wachsen per se jemandem gehören und nicht dem, der sie findet! Indigene Völker verstehen das heute noch nicht.

Was dem folgte war die Arbeitsteilung. Waren wir vorher ein Gleicher unter Gleichen, so waren wir plötzlich jemand, der zu Essen hatte oder nicht hatte. Der Eine konnte also dem Anderen sagen was er tun oder lassen sollte, wenn er etwas zu essen haben wollte. Wie weit man das treiben kann, überlasse ich hier lieber einem mir sehr geschätztem Autor und meiner ersten Buchempfehlung zu dem Thema Mannwerdung: Daniel Quinn mit seinem Buch „Ismael“.
Sehr schlecht und weit am Thema vorbei von Hollywood verfilmt und daher als solcher absolut nicht zu empfehlen, „Instinkt“ mit Anthony Hopkins.

Wer nun denkt, dies sei ja nur ein „Roman“, der irrt. Es gibt zahlreiche gut recherchierte Studien und verfilmte Dokumentationen die belegen, dass Quinns Roman keine Fiktion, sondern Realität war und ist. Die Menschheit steht nicht das erste Mal vor einem Abgrund und versucht durch noch schnelleres schlagen mit „den Flügeln“, sprich wildem Aktionismus, den unvermeidlichen Aufprall auf dem Boden ihrer Realität zu dementieren und damit erfolglos zu verhindern.

Im Laufe seiner „Entwicklung“ hat der Mensch so nachweislich mehrfach und wiederholt blühende Oasen des Lebens, ja ganze Landstriche und Spezies, bis zu ihrer vollständigen Verwüstung und Vernichtung ausgebeutet und somit bis zum heutigen Tag unwiederbringlich zerstört.

Dies passierte übrigens auch fast bei der Besiedlung Nordamerikas durch die über die Pole eingewanderten Nomadenstämme. Sie fanden eine vom Menschen bis dahin völlig unberührte Tierwelt vor, die in solchen Massen die Landstriche bevölkerten, wie wir uns das heute kaum vorstellen können. Allerdings waren das nicht die Tierarten, die wir heute aus Nord- und Mittelamerika kennen. Die Menschen haben sich wie immer schon bei reichhaltigem Nahrungsangebot, unbegrenzt vermehrt und mehrere Tierarten einfach komplett aufgegessen, bis sie selber massenhaft hungers starben.

Was von den Stämmen übrig blieb, entwickelte die hohen indigenen ethischen Gesetzte, die das Zusammenleben des Menschen mit der Natur so regelte, dass der Fortbestand aller Pflanzen, Tiere und Menschen in einem ewigen Kreislauf gesichert war.

Der Erfolg des Filmes Avatar führe ich auf die Sehnsucht des heutigen Menschen zurück, so eingebunden in die Kreisläufe der Natur wieder leben zu können. Mich jedenfalls hat der Film tief in meinem Herzen und meiner Seele berührt.

Ein wesentlicher, wichtiger und einfach als Nebenstrang in der Erzählung zur Kenntnis genommene Handlungsstrang ist die Initiation des Helden in die Hierarchie des Stammes als …“Krieger und ….Mann!“ (Denn er darf sich dann ein Weib zur Frau wählen.)

Dieser Ritus war und ist immer noch ein fester Bestandteil nahezu aller indigenen Völker in Afrika, Nord-, Mittel- und Südamerika, ja rund um den Globus. Nur die meisten Europäer haben das irgendwie und irgendwann vergessen.

Und Sie fragen sich jetzt zu Recht das erste (und bestimmt nicht das letzte) Mal: “Was hat das mit dem Thema „Mannsein“ zu tun!“ Das waren doch eh alles immer die Männer!
Richtig, aber warum tun diese das. Mich hat an der Stelle brennend interessiert, was ist die treibende Kraft hinter all diesem galoppierenden Wahnsinn.
Und wenn das mit einigen Sätzen zu erklären wäre, wären Sie mit Sicherheit auch selbst drauf gekommen. Deshalb lesen sie hoffentlich weiterhin sehr geneigt weiter und ich bemühe mich es Ihnen so einleuchtend zu erläutern, wie es mir irgend möglich ist.

Da das aber erst mal die “Sünden unserer Väter” waren hier:

“Sins of my Father“, von Tom Waits., Der Diese alle auf sich nimmt und einfach in Alkohol in einer Bar, in seine Bestandteile auflöst. Aber so ist Tom nun mal.
Nun, wir werten diesen „Lösungsansatz“ hier, wie eben beschrieben, nicht.

Es war vor ungefähr 13 Jahren, als ich mit dem Auto durch Hamburg fuhr und mehr durch Zufall einen ähnlichen Sender rein bekam wie den OKN hier in Nordhausen. Dort wurde ein Manifest verlesen, welches mich so dermaßen in seinen Bann zog und mich veranlasst dieser Übertragung über eine Stunde gebannt zu verfolgen, wie aus den relativ freien und in seinen Arbeitsabläufen selbstbestimmten Bauern nach und nach von den Industrieoligarchen und vom Kapital völlig abhängige Arbeiter wurden. Ja sich quasi eine gesamte Zivilisation nahezu „freiwillig“ versklavt hat.

Aus dem Tausch wurde Geld, aus dem Geld Kredit, aus dem Kredit mit Zinsen Kapital, aus dem wiederum durch Zinseszinsen noch mehr Kapital wurde. Aus dem Kapital wurden Industrien mit Aktien und aus den Aktien Dividende, aus dem Handel damit entstanden wiederum Optionen und Derivate. Es wurde und wird entkoppelt von jeglicher Verantwortung und Bodenhaftung, mit einer unvergleichlichen Arroganz mit Menschen, Nahrungsmitteln, Geld, Industriegütern geschachert bis zuerst nur Firmen, dann Industriezweige und zuletzt ganze Staaten in die Insolvenz getrieben werden.

Seltsamerweise empfinden wir das als völlig normal und selbstverständlich. Niemand rannte in den Tagen der Bankenkrise schreiend auf die Straße und hat Gerechtigkeit gefordert. Hat irgendjemand aufgeschriehen, als Milliarden von realen Euro in die Rettung der Banken geflossen sind, die wir dringend für andere soziale, ökologische und kulturelle Bereiche gebraucht hätten.

Wo kamen diese Milliarden eigentlich aus den seit Jahren chronisch verschuldeten Staatsystemen her.
Und, …niemand hat uns erklärt, wo die vorher verschwundenen Milliarden eigentlich hin sind.
Wenn die auf irgendwelchen Konten verbucht sind, warum kann man die da nicht einfach wieder abbuchen, bzw. annektieren.

Wenn diese Milliarden allerdings nur und immer rein virtuell vorhanden waren, dann stellt sich die Frage, warum mussten die Bürger bzw. die Staaten diese Unsummen ganz real einzahlen?

Sind die Summen und Deals aber tatsächlich rein virtuell, dann sollten wir die Jungs in Spielbanken rund um die Welt einsperren, per Internet vernetzen und den Schlüssel wegwerfen. Dann können sie wenigstens keinen Schaden mehr unter uns „normalen“ Menschen anrichten.

Außerdem, warum lassen wir jede Branche, die Kohle, den Stahl, Opel pleite gehen, nur die Banken nicht?

Dies ist ein Erklärungsversuch, warum die Banken, die wir vertrauensvoll und auch zwangsweise mit unserem monatlichen Lohn füllen, einer der Eckpfeiler des Untergangs unserer Zivilisation sind.

Zwei Sätze passen für mich in diese Zeit: Wäre die Welt eine Bank, hättet ihr sie längst gerettet. Und der eines klugen Indianers: Wann begreift ihr, dass ihr euer Geld nicht essen könnt.

In dem Finanzsystem das wir erschaffen haben, ist meiner Meinung nach einer der Wurzeln unseres zivilisatorischen Dilemmas zu suchen. In diesem Bereich hat der Wahnsinn und auch die Krise des Mannes seinen Ursprung und ist gleichzeitig Ursache. Es wird aufgezeigt, wie aus freien Männern, Frauen und Kindern freiwillig arbeitende Sklaven bis in den Tod wurden und werden.

Und auch hier stellt sich mir wieder die Frage, was ist die mögliche Triebfeder. Warum tun die das, was sie tun. Und… warum hält sie niemand auf?

Die Frage allerdings warum wir das zulassen, kann und darf sich jeder selbst beantworten. Wir waren alle mit dabei. Es hat sechs Jahre gedauert bis ich ein Exemplar dieses Manifestes in Händen hielt.



Es ist das „Manifest gegen die Arbeit“, der Gruppe Krisis aus Erlangen, erschienen im Eigenverlag 1999 in Leverkusen, zu beziehen über Krisis-Kreis Köln für 2,50€.



Kongenial trifft hier unser Thema „Männer“ mit den Inhalten des Buches Ismael, und der Frage: „Wie konnte das passieren, in dem wir uns heute befinden…!“ zusammen.

Hier der Klappentext:

Ein Leichnam beherrscht die Gesellschaft – der Leichnam der Arbeit. Alle Mächte rund um den Globus haben sich zur Verteidigung dieser Herrschaft verbündet: Der Papst und die Weltbank, Tony Blair und Jörg Haider, Gewerkschaften und Unternehmer, deutsche Ökologen und französische Sozialisten. Sie alle kennen nur eine Parole: Arbeit, Arbeit, Arbeit!



Wer das Denken noch nicht verlernt hat, erkennt unschwer die Bodenlosigkeit dieser Haltung. Denn die von der Arbeit beherrschte Gesellschaft erlebt keine vorübergehende Krise, sie stößt an ihre absolute Schranke. Die Reichtumsproduktion hat sich im Gefolge der mikroelektronischen Revolution immer weiter von der Anwendung menschlicher Arbeitskraft entkoppelt. Niemand kann ernsthaft behaupten, daß dieser Prozeß noch einmal zum Stehen kommt oder gar umgekehrt werden kann.



Gerade in ihrem Tod aber entpuppt sich die Arbeit als totalitäre Macht, die keinen anderen Gott neben sich duldet. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen! Dieser zynische Grundsatz gilt noch immer, obwohl er Millionen von Menschen für „überflüssig“ erklärt. Angesichts dessen ist heute jeder Schrei nach Arbeit und „Arbeitsplätzen“ nur noch regressiv. Notwendig ist vielmehr der Kampf gegen die Arbeit. Soziale Emanzipation setzt den kategorialen Bruch mit dem gesellschaftlichen Zwangsprinzip voraus, dem die Menschheit sich über zwei Jahrhunderte lang unterworfen hat.



Was passt hier besser als „It is a Mans World“ von James Brown



Teil 4

Spätestens jetzt wird der aufmerksame Leser schon gewisse Parallelen zwischen damals und der heutigen Zeit bemerken. Ersten Hinweise auf unser Thema Männer hatten wir auch schon, aber da war doch noch das Ding mit den Frauen, wo ist das denn hin.
Richtig, was ist damit? Was hat die Damenwelt eigentlich die ganzen 5000 Jahre gemacht, während wir Männer uns alle, also ganze Generationen, durch hunderte von Kriegen geprügelt, von den Steppen auf die Scholle geführt, vom Land in die Fabriken gezerrt, in die freiwillige Sklaverei des Industriezeitalters, bis zur heutigen „Informationsgesellschaft“ mit Mindestlohn und einer stetig schrumpfenden Mittelschicht verbracht haben?



Nun, sie sind uns vertrauensvoll gefolgt. Haben unglaubliche Strapazen auf sich genommen und bei jeder Geburt ihr Leben riskiert. Dem starken Geschlecht, dem sie nahezu bedingungslos ausgeliefert waren, hatten sie nichts entgegenzusetzen.
Aber war das wirklich so?

Mein aus den Genen und den Erfahrungen meiner Vorväter gespeister Instinkt sagt mir da etwas ganz anderes.
Und tatsächlich werde ich später schlüssig den Beweis führen können, dass die weibliche Hälfte der Menschheit zu keiner Zeit komplett– außer manchmal – den Launen der Männer wirklich hilflos ausgeliefert war. Unter dem Entwicklungsdruck haben auch die Frauen sich angepasst, ihre eigenen „Stärken und Strategien“ entwickelt und sind zu dem geworden, was sie heute sind: Nämlich: Mmmmm. Mmm, mmmm, mmm und ganz besonders Mmmmm.

Die Lücken im Text darf hier jeder selbst füllen. Bedenke aber bitte lieber Mann, jeder bekommt die Frau die er gerade verdient bzw. seiner inneren Anima entspricht bzw. die er sich im Universum bestellt hat.

Ich denke darüber hinaus, dass erst durch die eindeutige Domestizierung der Frau durch den Mann im Mittelalter, das in die Schräglage gekippt ist, was die Emanzipationswelle in Europa als Gegenbewegung notwendig gemacht hat.



(Nachträgliche Bemerkung: Völker und Glaubensgemeinschaften, die sich der Herausforderung der Gleichberechtigung noch nicht gestellt haben und Männergesellschaften, die den Wert Ihrer Frauen für ihre Entwickelung ignorieren und somit den Fortbestand ihrer Kultur riskieren, zähle ich entwicklungsethnologisch noch als in ihrem „Mittelalter“ verhaftet. Beispiele sind hier auch, die Witwenverbrennung in Indien, die Zwangsheirat, sowie das Verhütungs- und Abtreibungsverbot trotz Überbevölkerung.)



Da die muslimische Welt der Entwicklung auch etwas hinterher hinkt – ihr Prophet ist ein paar Jahrhunderte später, nach Jesus geboren – und dies auch in anderen Teilen der Welt der Fall ist, dürfen wir gespannt beobachten, wann hier die besseren Hälften ihren Göttergatten den Haushalt vor die Füße schmeißen. Das müsste jetzt irgendwann soweit sein. Nach neuesten Nachrichten ist die Bewegung tatsächlich schon in vollem Gange.
Aber jetzt wollen wir ja erstmal vor der eigenen Tür kehren.



Dabei ist dem Kerl im Schwung der Ereignisse überhaupt nicht aufgefallen, wie er sich selbst und so ganz nebenbei in den 70ern und 80ern des vorigen Jahrhunderts sukzessive abgeschafft hat.

Die Bananenschale, die für den modernen Mann zum Schleudertrauma seines Egos führte, war die Emanzipation seiner Frau.
Bemerkenswert ist wirklich wie viele - damals junge Männer - in diesen Jahren Ihre Frauen bei der Entwicklung beigestanden und sie sogar bestärkt und gefördert haben. Schließlich war den westlichen,europäisch geprägten Männern, gebildet, oft auch studiert und sehr reflektiert, klar, dass sie in der Abfolge und als Vertreter der offensichtlich schlechteren Hälfte der Menschheit etwas gut zu machen hätten.

Und die Frauen merkten schnell, wo sie den Hebel anzusetzen hatten.


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Hier ein Auszug aus der Zeitschrift Tattva Viveka, der Artikel der entwertete Mann, von Prof. Dr. Walter Holstein:

Was der Feminismus zerstört hat ist nicht die tradierte Lebenswelt des Mannes, sondern die traditionelle Bilderwelt der Männlichkeit. Menschen brauchen aber als instinktarme Wesen Bilder um sich in der Welt zurechtzufinden. Das Bild was wir von uns haben ist identitätsstiftend. Ist das Bild negativ und verächtlich, führt das zu gravierenden Identitäts- und Orientierungsproblemen.

Ergo, brauchen die Frauen nur noch mahnend den Finger heben und wir Männer versinken vor Schuld und Scham im Fußboden. Und nicht nur oberflächlich betrachtet haben wir auch allen Grund dazu. Deshalb wurde und wird einfach per se neuerdings alles Männliche, als die Wurzel allen Übels diffamiert und der Rest der Lächerlichkeit preisgegeben. Ist der Blick dafür erst einmal geschärft, muß ich dafür nur einmal eine Weile durch die Sitcoms der Privatsender zappen.

Was danach vom Manne übrig bleibt, passt bequem in jede Damenhandtasche.



Das Leid, dass die Männer mit Ihrer fehlgeleiteten Energie nach wie vor ungebremst über die Erde und speziell über die Frauen bringen, ist unbeschreiblich, ja widerlich und zutiefst abstoßend. Den Leidensweg, den die Frauen durch die Jahrtausende an unserer Seite gingen, z.B. die Hexenverbrennungen und die vorausgegangene Folter, setzte ich erstmal als bekannt voraus.

Aktuelle Beispiele aber sind die Vergewaltigungen in Indien, die Verstümmelung der weiblichen Genitalien in Afrika, die Kinderpornografie im Internet, die massenhafte Prostitution von osteuropäischen Frauen, Jungen und Mädchen in neuerdings so genannten Flatratebordellen in Europa, speziell übrigens in Deutschland, nimmt zu.



Erst neulich liefen im deutschen Fernsehen dazu erschreckende Dokumentationen:
Der Inzest und sexuelle Missbrauch von jungen Mädchen in den Familien, ist überall präsent. Ich selber kenne mehrere Frauen in meinem Umfeld, wo diese Übergriffe ein Thema sind. Mich erstaunt es immer wieder, dass diese Frauen überhaupt noch den Mut und das Vertrauen aufbringen einen Mann auch nur in ihre Nähe zu lassen.

Der Schaden, den wir Männer so an unserem Bild selbst, in den Frauen erzeugen, dürfte nun dem geneigten Zuhörer deutlich auffallen.



Und auch hier wiederum stellt sich die Frage, warum tun die Männer das, was sie da tun? Was läuft bei denen nicht in der richtigen Spur? Darauf werden wir dann bei der Betrachtung der Männerseite dieses Themas noch genauer eingehen.



Ich halte dies folgende Lied von den „Ärzten“ ja für einen Offenbarungseid der Männer. Dieses Lied hätte streng genommen nie geschrieben, ja zumindest nie veröffentlicht werden dürfen. Aber na ja, nun ist es schon mal da, wir haben es Aufliegen, also spielen wir es auch. Männer sind Schweine, von den Ärzten



Take 5

Angesichts dieser Tatsachen, ist es da verwunderlich, dass die Frauen sich da erstmal ganz auf die weiblichen Aspekte zurückziehen und sich die Männer, sagen wir mal auf einen erträglichen Abstand halten.



Damit die Wellen der Empörung nicht über mir zusammenschlagen, möchte ich herausstellen, dass wir uns hier immer noch im Urschleim der menschlichen Entwicklung bewegen. Auch wenn es zunächst eher wie ein Schlachtfeld der Geschlechter anmutet, werde ich in dieser und den noch folgenden Teilen, die jeweils eine Stunde lang sind, langsam das Licht heller drehen.

So werden wir die Höhen der Bewusstheit erklimmen, die einen freien Überblick und ein Gesamtverständnis der Situation aller Beteiligten ermöglichen soll.

Ich gehe davon aus, dass wir zunächst einmal alle und täglich, Opfer der uns selbst geschaffenen Umstände und Situationen sind. So drücken wir uns täglich in unseren Partnerschaften und Beziehungen zu anderen Menschen, gegenseitig die Knöpfe.

Sie dürfen sicher sein, dass gerade ihr Partner, ihre Kinder, ihre Mutter, ihr Vater, ganz besonders, aber auch ihre Freunde, ihr Chef usw. bestellte und vom Universum gelieferte Gelegenheiten sind, ein besserer Mensch zu werden


Nur eine kleine Minderheit von Menschen, so genannte psychopathische Egomanen, drehen da so richtig an den Schrauben und machen uns das Leben so richtig schwer.
Aber auch die sind nur Opfer, die zu Tätern wurden. Im höheren Sinne versuchen sich hier auf dieser Erde alle, die Schattenanteile ihrer Seelen gegenseitig bewusst zu machen.

Egal ob von den Eltern geerbt und übertragen oder einfach selbst erzeugte Abspaltungen unserer Psyche, die verdrängten Monster suchen einen Weg in die Bewusstheit, möchten von ihren Schöpfern gesehen und angenommen werden, heimkehren zu ihrem Ursprung.
Diese Schatten aufzuspüren und aufzulösen wird ein Thema meiner Männergruppe sein, die am Dienstag den 24. September in der VHS in Nordhausen beginnt.

Dazu passt Maxim Rad: You leave me oblivious, das heißt so frei übersetzt, du hast mich nicht wahrgenommen, warst unbewusst.



Ende Teil5



Achtung, was jetzt kommt ist richtig gemein und ich empfehle Menschen mit schwachem Gemüt und Menschen, die eine mögliche Wahrheit unter vielen, auch extreme Spekulation genannt, nicht ertragen, besonders aber den Frauen unter den Lesern, das Lesen jetzt zu beenden.



Schließlich ist dies hauptsächlich ein Text für Männer. Aber ich versichere ihnen, wenn auch nicht heute, dann doch in einer der nächsten Texte, werden wir uns auch dem männlichen Aspekt, sagen wir mal vorsichtig, genauso leidenschaftlich nähern.



Versuchten ein Grossteil der Männer und auch der Frauen, anfangs noch die längst überfällige Entwicklung einfach zu ignorieren, sickerte diese mal laut und mal leise mit den Jahren durch alle Gesellschaftsschichten und infiltrierte besonders die Gehirne der jungen Frauen. Diese nutzten Ihre Pubertät gleich zum Rundumschlag ihrer generellen Befreiung.

Die Lebensgefährtin meines Freundes, der neulich mit Ihr bei mir zu Besuch war, brachte dies alles mit einem Satz auf den Punkt: “Der Gewinn der Frauen durch die Emanzipationswelle war, dass sie endlich wählen konnten.“
Und zwar nicht nur welche Partei sie regieren sollte, sondern in fast allen Bereichen.

Fanden es die Männer am Anfang noch sehr entspannt durch den Einsatz der Pille jetzt ohne Ladehemmung und Regenkleidung die Wälder durchforsten zu können, merkten viele dann viel zu spät, wie sumpfig das Gebiet war, was sie da betreten hatten.

Die Frauen wählten schon immer, mehr unbewusst als bewusst, wer als bester Partner für die Ergänzung ihres Genpools in Frage kam. Das ist wissenschaftlich belegt. Die Frauen aber, die durch den Gebrauch der Pille, die übrigens von einem Mann erfunden wurde, praktisch „Dauerschwanger“ sind, verlieren nachweislich diesen Instinkt, der über den Geruchssinn gesteuert wird.

Beschleunigt durch den Zeitgeist wählt die junge Frau immer früher ihren ersten Sexualpartner. Viele junge Mädchen wurden oder werden von Ihren Eltern prophylaktisch ab 14 oder 15 mit der Pille versorgt oder sie wählen selber diese Verhütungsmethode und behalten diese unreflektiert über die Jahre bei.
Die Partnerwahl wird so oft zum „Blindflug“.



Sie wählt aber auch ihre Schul- und Berufsausbildung, die Stadt in der sie leben, den Beruf den sie ausüben möchte. Sie wählt wann und von wem Sie schwanger werden möchte. Dazu ist es nicht mehr notwendig, dass sie sicherstellt, dass der Erzeuger ihrer Kinder die nächsten 15-20 Jahre Gewehr bei Fuß steht. (Das mit dem Gewehr nehme ich zurück…)

Denn, sollte sie während einer Pillenpause oder sonst wie bemerken, dass sie ihren Göttergatten eigentlich nicht riechen kann, muß sie sich in unseren modernen westlichen Versorgungssystemen keinen Kopf mehr machen, was dann aus ihr wird.

In anderen Zeiten oder auch heute noch in anderen Ländern, würde das in jedem Fall eine tiefe gesellschaftliche Ächtung, manchmal sogar ihren Tod bedeuten.



In unserem frei konstruierten Fallbeispiel, welches nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder die absolute Wahrheit erhebt, aber sich immer wieder gerne bei zugegeben sehr extremen aber durchaus realen Lebensgeschichten bedient, geht es nun wie folgt weiter.



Während dem Erzeuger ihrer Kinder gesetzlich verordnet das Fell über die Ohren gezogen wird, bis dem armen Kerl nichts mehr außer dem Existenzminimum und wenn er Glück hat, einem gelegentlichem Besuchsrecht seiner Kinder bleibt, kann die ehemalige Dame seines Herzens in Ruhe ihre Zukunft planen.

Hatten die Erfinderinnen, nennen, renennen. Tschuldigung ich kann mich an die Feminisierung der Wörter als Altmacho auch nach all den Jahren einfach nicht gewöhnen, also die Urheberinennenennn, nennen, ähh. Nee anders



Also, hatten die Alice Schwarzer und ihre Schwestern noch Sinn und Ziel vor Augen, setzen ihre Töchter und deren Töchter die Erfolge der Emanzipation ganz pragmatisch um.

Im Zeichen des Internet und der Kontaktbörsen muß die Dame sich nicht mal einen Babysitter besorgen um auf Beutezug zu gehen. Das geht jetzt Deutschlandweit ganz bequem von zu Hause, einfach online. Das ist fast wie bei…Zalando. Die schreien vor Glück. (Und ganz nebenbei wir Männer haben das Internet und das Handy erfunden, wie schräg ist das nun?) Der Bahncard und den Billigfliegern sei Dank, spielen auch größere Entfernungen keine Rolle mehr und irgendwie passt das in das große Ganze.



Kurz, es gibt immer wieder einen armen Kerl der sich in die Honigfalle locken lässt, egal wo der wohnt, das Blume und Bienchen Spiel kennt keine Pausen. Was einmal geht, geht auch zweimal, oder sogar dreimal.



Aber wieso tun die Mädels das und woran scheitern denn nun die Beziehungen in immer schnelleren Intervallen. Jährlich geben 30.000 Frauen den Vater Ihres Kindes bei der Geburt nicht mehr an. In den Skandinavischen Ländern wächst bereit jedes zweite Kind ohne Vater, bei der alleinerziehenden Mutter auf. Nicht selten leben die Frauen dann mit zwei Kindern von zwei Vätern mit dem dritten Mann zusammen oder sind auf der Suche nach ihm. Dem Einen, „Mr Right“, dem Ritter auf dem weißen Pferd. Und sollte es dieser nicht sein, dann küsst Frau halt den nächsten…Frosch.



Das passende Lied dafür habe ich natürlich auch gefunden, die meisten ahnen, was jetzt kommen muß. Ich durfte vor Jahren mal in Frankfurt mit dem Bluessänger Taj Mahal vorweg, die Wheather Girls Backstage besuchen.
Also mal unter uns Männern…, mehr Frau geht in keine Frau rein.
Deshalb jetzt hier: Its raining Man



Wheater Girls, „It´s raining man”



Ende Teil 6



Teil 7 Abspann erster Teil

Ich habe heute also mal so ganz global und übergreifend den Ursprung des Problems „Mannsein heute“ beleuchtet. Habe versucht in beide Richtungen ordentlich auszuteilen und habe viele Fragen offengelassen und hoffentlich zu ihrem Amüsement und Anregung, kein Fettnäpfchen ausgelassen und glauben sie mir, ohne ein Quäntchen Humor, herzlichem Lachen übereinander, sowie einer gehörigen Portion an Dankbarkeit, Liebe, Demut und Vergebung kommen wir in der Sache keinen Millimeter voran. Das habe ich in den letzten Monaten lernen dürfen.

Ich danke daher von ganzem Herzen der Frau an meiner Seite, im wahrsten Sinne des Wortes Lebensgefährtin, die unbeirrbar an mich geglaubt, mich gefordert, und sehr vertrauensvoll mich durch sehr dunkle Stunden meines Lebens und Seiten meines Selbst begleitet hat.



Widmen tue ich diesen Text meiner Mutter und meiner Schwester, die diese Tage Geburtstag hatten.



Außerdem all den Frauen auf meinen Lebensweg, denen ich unglaublich viel an Liebe und Entwicklung zu verdanken habe. Denn in Beziehung gehen, heißt immer sich zu entwickeln. Manchmal leider nicht unbedingt zu seinem Vorteil, aber das hat je jeder selbst in seiner Hand und wer diese Sendung gehört hat, ist ja auch schon wieder einen Schritt weiter.



Dem aufmerksamen Zuhörer fällt auf, dass hier etwas fehlt… der Vater!
Und genau da geht es dann das nächste Mal weiter in die Tiefe, nein Höhe, der Bewusstwerdung zum Mannsein heute. Wir werden uns anschauen, wie die Männer heute wahrgenommen werden und wie sie sich selbst wahrnehmen. Wie viel ist wirklich dran am Mann, was man an ihm bewundern kann und wie viel ist noch übrig, das sich zu bemitleiden lohnt.



Anschließend möchte ich die Wechselwirkung zwischen den Männern mit dem weiblichen Teil der Bevölkerung beleuchten und kann Sie da vielleicht mit ein paar für sie sehr überraschenden und neuen Erkenntnissen versorgen.
Danach möchte ich die Auswirkungen der fehlenden Vaterenergie auf die Entwicklung junger Männer und Madchen beleuchten und Tendenzen für die Zukunft der Paarbeziehung aufzeigen.



Im letzten Teil werde ich zum Tanz einladen. Bitte verabreden Sie sich mit Ihrem Freund, Geliebten, Lebensabschnittsgefährten oder wem auch immer zum Tanz der Moleküle, Emotionen und Gelegenheiten, der vertrauensvollen Begegnung.
Eine Stunde Party, in der wir alle Vorwürfe und Streitigkeiten gegeneinander vergessen und den kleine Unterschied feiern wollen, der uns so spannungsreich verbindet und durch das Leben begleitet.
Autor: red

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