eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 06:14 Uhr
16.09.2013

Ein Auftakt nach Maß

Zwei Punkte im Rückreisegepäck: Die C-Jugend des Nordhäuser SV (NSV) hat am Sonntagmittag ihr Auftaktspiel in der Handball-Landesliga bei der HSG Werratal deutlich mit 48:5 (17:1) gewonnen. Nach dem Kurz- nun der ausführliche Bericht von Sandra Arm...


Mit diesem Resultat übernahmen die Schützlinge von Trainer Alfons Jarmuszewski, als zusätzlichen Lohn für ihre Leistung auf dem Parkett, die Tabellenführung. Erfolgreichste Schützin war Vanessa Michel, die elfmal traf.

Ein Navigationssystem ist schon eine praktische Hilfe, um schnell und ohne langes Blättern in Straßenatlanten an das gewünschte Ziel zu kommen. „Sie haben Ihr Ziel erreicht“, teilte das Gerät nach zwei Stunden Fahrtzeit den Insassen des Kleinbusses mit. Dieser hatte sich mit weiteren drei Fahrzeugen auf den Weg zur HSG Werratal nach Breitungen gemacht. Bereits anderthalb Stunden vor dem Anwurf (11.30 Uhr) erreichten Trainer, Spielerinnen und Eltern das vorher eingegebene Ziel. So blieb also noch reichlich Zeit, um sich aufzuwärmen und sich auf die Auftaktpartie einzustellen.

Von Aufregung war kaum etwas zu spüren. Jarmuszewski strahlte nach Außen - eigentlich wie immer - viel Ruhe aus. Innerlich sah es in ihm doch ein wenig anders aus: „Ich war schon ein wenig unruhig. Schließlich war der Gegner für uns eine unbekannte Größe.“ Daher wurden auch in das Navigationssystem kein großes Ziel eingegeben. Doch bereits nach den ersten Minuten wusste die Mannschaft, wohin der Weg führen sollte: ohne große Umwege direkt zum Sieg. „Dieser war in der Höhe nicht zu erwarten gewesen, aber nach dem 3:0 waren die Messen gesungen“, hatte Jarmuszewski beobachtet.

Sein Team gab von der ersten Minute den Ton an. So schloss Vanessa Michel einen Konter erfolgreich zum 1:0 (1.) ab. Anschließend verwertete Larissa Förster ein schönes Anspiel von Julia Weise an den Kreis zum 2:0 (3.). In der Abwehr agierte die NSV-Sieben ebenfalls sicher, packte richtig zu und erkämpfte sich mehrfach Bälle durch frühes Stören des Gegners beim Spielaufbau. Die erkämpften Bälle wurden sogleich in Treffer wie zum 3:0 durch Ella Krieß umgemünzt.

Zudem zeigte sich Jarmuszewski sehr experimentierfreudig, probierte in der Abwehr einige Formationen wie eine 3-3, eine 4-2 oder eine 3-2-1 aus. Die letztere erwies sich als die effektivste gegen den Gastgeber. Ella rückte aufgrund ihrer Schnelligkeit bei möglichen Gegenstößen auf die Spitze. Dahinter agierte unter anderem Julia. „Sie kann die Bälle unheimlich schnell wegfangen“, erklärte Jarmuszewski.

Die taktische Vorgabe ging auf: Seine Schützlinge „klauten“ sich die Bälle, liefen fast nur Konter und schlossen meist noch erfolgreich ab. Außerdem fiel auf, dass die Spielerinnen im Positionsspiel oder bei Gegenstößen nicht eigensinnig agierten, stattdessen den Blick zum Nebenmann suchten und somit jede Spielerin zum Torerfolg kam. Der Gastgeber präsentierte sich in allen Elementen schwach gegen das starke und schnelle Konterspiel des NSV.

Selbst von der Siebenmeterlinie hatte die HSG Werratal kein Glück. NSV-Keeperin Anny-Katharina Samel parierte stark, ließ in den ersten 25 Minuten nur einen Gegentreffer zu. Dieser gelang in der 24. Minute, der NSV führte mit 16:0. Mit einer 17:1-Führung verabschiedete sich der NSV dann in die Pause.

Anzeige Refinery (lang)
In der zweiten Hälfte ließ er sich von seinem eingegebenen Kurs nicht mehr abbringen. Es ging bisweilen nur noch in eine Richtung - geradeaus. Über die Stationen 20:1 (28.), 25:2 (34.) und 30:4 (38.) setzte sich der NSV bis zur 50. Minute zum 48:5-Endstand ab. Auch von kleinen Unwägbarkeiten, gerade dann, wenn Bälle im Angriff verstolpert oder im Zuspiel verloren worden, ließ er sich nicht aus dem Konzept bringen.

Diese unkonzentrierten Aktionen gefielen Jarmuszewski allerdings weniger: „Daran müssen wir noch arbeiten.“ Im Angriff setzten insbesondere Vanessa, Ella und Sophia Götze die Akzente. Sie steuerten insgesamt 30 der 48 Treffer bei. Im Gehäuse erwies sich Sonja Zeaiter, sie kam für Anny-Katharina, ebenfalls als ein starker Rückhalt. Der Auftakt des Teams in der höheren Jugendklasse war also in vielerlei Hinsicht mehr als geglückt.

Nun gilt es für die Mannschaft um Jarmuszewski weiter konzentriert zu arbeiten, um bei den zukünftigen Aufgaben ebenfalls nicht vom Kurs abzukommen. Damit es vielleicht am Ende der Landesliga-Saison wie bereits in den vorherigen beiden Serien in der D-Jugend heißt: „Sie haben ihr Ziel erreicht.“
Sandra Arm

Nordhäuser SV: Anny-Katharina Samel/Sonja Zeaiter – Vanessa Michel (11), Sophia Götze (9), Ella Krieß (10), Clara Fiedler (6), Julia Weise (6), Nelly Frank (1), Sophie Schröder (1), Larissa Förster (2), Lea Hoche (2)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Überlegen gewonnen (Foto: Sandra Arm)
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)