Offen - aber nicht für alle
Mit einer zentralen Festveranstaltung wurde heute im Heringer Schloss der diesjährige Tag des offenen Denkmals begangen. Offen war das Schloss allerdingsnur für rund 200 geladene Gäste...
Preis übergeben (Foto: J. Piper)
Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Förderpreises für Denkmalpflege in Höhe von 30.000 Euro, der an die Brehm-Gedenkstätte Renthendorf vom Vorsitzenden des Fördervereins für Denkmalpflege in Thüringen, Frank Krätschmar, verliehen wurde. Den Preis hatte unter anderem die Autohaus Peter Gruppe aus Nordhausen gesponsert.
Für die geladenen Gäste gab es Musik von der Musikschule des Landkreises Nordhausen, mehrere Reden und ein kurzweiliges Theaterstück. Dann machten sich die Denkmalexperten aus Thüringen auf eine Rundreise durch die Denkmale ehe sie den Tag kulinarisch in der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei ausklingen ließen. Morgen darf sich das Volk dann die Denkmale ansehen.
Übrigens für die mittägliche Verköstigung der 200 Gäste, die der Freistaat nach Heringen eingeladen hatte, soll nnz-Informationen zufolge der klamme Landkreis verantwortlich gewesen sein, der seit Monaten um eine Bedarfszuweisung beim Freistaat betteln muss. Hier musste vermutlich die Küche eines kommunalen Unternehmens einspringen. Was sein muss, muss sein.
Autor: red
Kommentare
Mister X
07.09.2013, 20:56 Uhr
Feiern, Feiern und nochmals Feiern
lasst die korken knallen, der dumme steuerzahler wird`s schon richten. der klamme landkreis muss seit monaten um eine bedarfszuweisung beim freistaat betteln, aber wenn es um das feiern geht, hat man immer geld?
man wird doch die gäste nicht über die nordhäuser tafel versorgt haben? aber nein das geht ja nun doch nicht, die gäste sind verwöhnt, da muss es schon etwas besseres sei?
ich will nicht hoffen, dass die kinder jetzt noch mehr für die schulspeisung bezahlen müssen? schauen sie sich einmal bild nr.7 an, fällt ihnen etwas auf?
Georg
08.09.2013, 10:34 Uhr
Das gemeine Volk...
hat gefälligst draußen zu bleiben. Es reicht wenn es brav am Wahltag seine Kreuzchen macht. Es hätte den Veranstaltern gut getan auch die vielen freiwilligen Helfer, die sich seit Jahren um die Denkmalspflege bemühen, mit einzuladen.
Aber so bleiben die "Leistungsträger der Gesellschaft" und "Eliten" unter sich, da stört der Pöbel natürlich. Die Lieferung der Speisen durch ein kommunales Unternehmen hat auch ein "Geschmäckle". Unter welchen Verwendungszweck das wohl verbucht wird? Filz und Kumpanei lassen grüßen.
Wolfi65
08.09.2013, 11:02 Uhr
Ist doch immer so
Die es vollbracht haben sind meistens nicht dabei. So war es auch bei der Fertigstellung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-Stendal-Hannover, welche seit dem Hochwasser nicht mehr befahrbar ist.
Die Arbeiter, welche den Bau erst möglich gemacht haben, waren bei den Feierlichkeiten nicht dabei. Was von dem riesigen Buffet der Obrigkeit übrig war, wurde uns "Kleinen" noch angeboten.
Ich habe mich dann doch für die vorzeitige Heimfahrt nach Nordhausen in Thueringen entschieden, da ich mich nicht als Müllverwerter angesprochen fühle.
MFG
Pe_rle
08.09.2013, 11:26 Uhr
Feiern
zum Feiern braucht man das Volk nicht,
nur wenn es gegen rechts geht sind sie gern gesehen.
gecko1954
08.09.2013, 16:26 Uhr
Arbeiter
Ich habe mit meiner Truppe im FIB in Salza die ganzen Infoständer geschweißt,gesägt und auch lackiert. Auch haben wir einige Maschinen wieder restauriert. Für uns 1€ Jopper gabs einen Rundgang. Als Hatz4 hätte ich mit meiner Truppe auch an der großen Fresserei teilgenommen.
Wolfi65
08.09.2013, 17:09 Uhr
@gecko1954
Das machen Sie richtig und so wird man doch hier erzogen. Mitnehmen, wo was mitzunehmen ist. Bloß habe ich ein Problem damit etwas zu Essen, wo Andere schon ein oder mehrmals mit ihren kleinen Fingerchen drüber gefahren sind.
Auch lässt sich mancher Nießanfall am Buffet nur durch eine blitzschnelle Bewegung vom Essen weg abwenden.
Ansonsten kann ich Sie als Ein-Euro-Jobber, wenn ich mal diese etwas einfache Beschreibung verwenden darf, voll verstehen. Immer rein mit dem Essen, denn es kostet ja nix. Unsere Vorbilder aus dem Westen machen das ja seit der Wende vor.
Allein beim Gedanken mir das Essen herein zu würgen, wird es mir ganz anders. Aber es soll ja Leute geben, welche selbst in der Pathologie eines Krankenhauses noch ein Hungergefühl verspüren. Schönen Sonntag noch!
98maschr
08.09.2013, 20:14 Uhr
Richtigstellung
Als einer der Anwesenden bin ich doch verwundert, da ich 16 Euro bezahlt habe für das Essen...
JeromeLachmal
08.09.2013, 22:31 Uhr
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Retupmoc
09.09.2013, 09:32 Uhr
Bruchbude
Allein schon , das man diese Brucbude nicht abrissen hat ist schon eine Frechheit.
Wolfi65
09.09.2013, 12:37 Uhr
Ist doch besser...
die knappen Steuergelder für den neu heranwachsenden Adel in Deutschland auszugeben, wie wirklich wichtigen Sachen anzugehen.
Das ist ein Merkmal des BRD Neokapitalismus in seiner Blüte.
Mich wundert hier nichts mehr.
Aber der Tag wird kommen, an dem auch diese feine Gesellschaft vom Hof gejagt wird.
@Retupmoc
Ich hoffe, Sie wissen am 22. was mit dem Wahlzettel zu machen ist!
I.H.
09.09.2013, 14:29 Uhr
Intelligenz säuft...
Anstatt sich darüber zu freuen, dass sich Denkmalschützer aus ganz Thüringen im provinziellen Nordthüringen treffen, denkt der Kommentar-Adel nur ans kostenlose Fressen und ans Abreissen der Denkmäler. Aber warum überrascht mich das nicht?
Pressestelle Landratsamt
09.09.2013, 14:31 Uhr
Landesweite Eröffnung im Landkreis
Das Land Thüringen, genauer das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, veranstaltet jährlich eine landesweite Eröffnung des Tages des offenen Denkmals, zu dem der Freistaat Gäste aus ganz Thüringen einlädt. Unterstützt wird das Land dabei von den jeweiligen Veranstaltungsorten. In diesem Jahr hat das Kultusministerium zum ersten Mal den Landkreis Nordhausen und hier das Schloss Heringen als Ort der landesweiten Eröffnung vorgeschlagen. Aus Sicht des Landkreises war dies eine gute Möglichkeit, überregional Aufmerksamkeit in unsere Region zu lenken und für den Landkreis als Urlaubs- und Ausflugsziel zu werben. Denn landesweit wurde über die Eröffnung vorab und im Nachhinein berichtet, so dass sich nicht nur ein Werbeeffekt unmittelbar bei den rund 300 Gästen, die als Multiplikatoren wirken, sondern auch darüber hinaus durch die mediale Berichterstattung ergibt. Deshalb war der Landkreis Nordhausen ebenso wie die Stadt Heringen gern bereit, das Land bei der Ausrichtung der Eröffnungsveranstaltung zu unterstützen. Neben der organisatorischen Begleitung hat der Landkreis auch die Bewirtung der Gäste übernommen, in Kooperation mit dem Südharz Klinikum, das das Buffet jedoch nicht gesponsert hat. Die Kosten dafür trägt der Landkreis. Die vom Land erhobenen 15 Euro, die vor allem die externen Gäste bezahlt haben, wurden nicht für das Buffet, sondern hauptsächlich für die Busse verwendet, mit denen die Eingeladenen am Morgen aus Erfurt angereist sind, mit denen sie durch den Landkreis gefahren sind und am Abend wieder nach Erfurt gebracht wurden. Die landesweite Eröffnung als geschlossene Veranstaltung auszurichten, sieht auch der Landkreis kritisch. Auch aus Sicht der Landkreisverwaltung ist es eine sinnvolle Anregung für das Kultusministerium, zukünftig die landesweite Eröffnung offener für die Bevölkerung zu gestalten und damit den Charakter des Tages des offenen Denkmals zu unterstreichen.
Alex Gösel
09.09.2013, 16:20 Uhr
Was stimmt?
Im Hauptartikel ist von rund 200 geladenen Gästen zu lesen, im Kommentar der Pressestelle des Landratsamtes ist von 300 Gästen zu lesen.
Weiterhin sagt die Pressestelle, es wurden 15 Euro für die Busfahrt verlangt und nicht für das Buffet. Die Person 98maschr, die anscheinend zu den Auserwählten zählte, schreibt, dass sie 16 Euro für das Essen bezahlt habe.
Daher meine verständliche Frage, was denn nun simmt.
Boris Weißtal
09.09.2013, 21:41 Uhr
arrrgh
Der guten Jessica Pieper vom Landratsamt ist nichts mehr hinzuzufügen - 1 € hin oder her,
Wer dieses Neid-Bösartigkeits-Gesabbel hier liest, wird als Tourist einen großen Bogen um unseren Landkreis machen, der mehr zu bieten hat als diese Kommentatoren.
Retupmoc
10.09.2013, 07:51 Uhr
Offen
Na hoffentlich tun die Touristen das @ Weißtal. Das hieß Tag des OFFENEN Denkmals. Und nicht Tag des GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT Denkmals. Aber man will halt ab 6000 Brutto unter sich sein.
I.H.
10.09.2013, 08:29 Uhr
Geistige Umnachtung?
Der Tag des offenen Denkmales war am Sonntag, dem 08.09. und nicht am Sonnabend, dem 07.09.! Soviel NIXWISSEN muss doch schon weh tun.
Nörgler
10.09.2013, 11:49 Uhr
Muliplikatoren?
Multiplikatoren, ist ein schöner Begriff, der kaum nachweisbar ist, deshalb wird er vermutlich gern verwendet. Die hohen Kosten für z. B. für die Flohburg wurden auch damit gerechtfertigt, dass ja viele Besucher aus fern, viele Reisebusse an der Flohburg Station machen. Wie sich jetzt herausstellt, Reisebusse sind "kaum" zu sehen.
Wolfi65
10.09.2013, 17:01 Uhr
Eine Frechheit
Mit welchen Recht kritisiert ein unbekannter @Retupmoc die auserlesene Gesellschaft des Südharzstädtchen Nordhausen und Umgebung? Eine absolute Frechheit ist das! Kann denn die Hot-volley nicht in Ruhe mal vom Leder ziehen ohne dass die Schlucker vom Dienst ihren Internet Senf dazu geben müssen? Der Tag soll verflucht sein, an dem das freie Internet erfunden wurde!
Reisebusse aus Nah und Fern sind die Folge für solche Feste. Gerade die westdeutschen Millionäre warten darauf, dass in Heringen an der Helme was los ist. Da ist doch Baden-Baden usw. ein Treppenwitz dagegen.
Heringen heißt jetzt das Zauberwort. Und da kommt dieser Retupmoc daher und will alles vermiesen.
Herrschafts-Zeiten.
othello
10.09.2013, 17:26 Uhr
ist das ernst ?
Habe gerade mal reingeschaut zum Kommentatoren-platz. Stadler Waldorf hat anscheinend nicht begriffen, dass die ganzen Millionäre und Besserverdienenden in die Wüste geschickt werden müssen, die jetzige Demokratie mit den ganzen unfähigen Politikern gehört abgeschafft und Parteien, die die Demokratie vertreten dürfen nicht mehr gewählt werden und müssten eigentlich verboten werden. Dann geht es endlich wieder aufwärts ! Ha, Ha , weiter so !
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